Sportschau © ARD
Es waren noch 40 Sekunden zu spielen

ARD bricht Handball-Übertragung kurz vor dem Ende ab

 

Ein Spiel der Handball-Bundesliga befand sich am Samstag gerade in der entscheidenden Phase, als die ARD plötzlich in die Werbung ging - wohl auch, um pünktlich mit der "Tagesschau" beginnen zu können. Der Sender entschuldigte sich für den Abbruch.

von Alexander Krei
08.09.2019 - 09:47 Uhr

Wo sonst die Zusammenfassungen der Fußball-Bundesliga ausgestrahlt werden, lief am Samstag im Ersten ein Spiel der Handball-Bundesliga - eine gute Nachricht also für Handball-Fans, doch mit denen hat es sich der Sender gewissermaßen in letzter Sekunde gehörig verscherzt. 40 Sekunden vor dem Ende der spannenden Partie fand die Live-Übertragung nämlich ein jähes Ende und anstelle der Schlussphase gab es plötzlich Werbung zu sehen.

Kurz bevor Kiel mit einem Siebenmeter-Wurf den Anschlusstreffer erzielte, folgte die Werbeunterbrechung. Kommentator Florian Naß beschlich schon wenige Sekunden zuvor bereits eine böse Vorahnung: "Ich ahne schon wie die Kollegen in Hamburg bei der 'Tagesschau' nervös werden. Die werden doch nicht... Nein, Beruhigung zu den Kollegen, die werden hier rechtzeitig fertig in Magdeburg, in diesem packenden Spiel", sagte der Mann am Mikrofon.

Doch das packende Spiel war offenbar nicht packend genug, um den Werbeblock zu verhindern. Auf Twitter entschuldigte sich die "Sportschau" kurz darauf bei den Handball-Fans. "Wir bitten aufrichtig um Entschuldigung, dass Sekunden vor dem Ende des dramatischen Live-Spiels Magdeburg - Kiel offenbar aufgrund technischer Probleme in die Werbung geschaltet wurde. Wir analysieren derzeit den Fehler."

Der Verdacht liegt nahe, dass die Übertragung auch deshalb beendet wurde, damit die "Tagesschau" um 20 Uhr pünktlich beginnen konnte. Zeit, um Werbespots und Lottozahlen zu zeigen, war allerdings noch ausreichend vorhanden. Der plötzliche Abbruch erinnert dabei an einen Vorfall aus dem Mai, als das Finale des "Quizduells" mit Jörg Pilawa nur Sekunden vor der Final-Ablösung plötzlich abgebrochen wurde, weil die Hauptausgabe der "Tagesschau" immer näherrückte.

Damals hatte der Sender gegenüber DWDL.de erklärt, dass das ARD-Vorabendprogramm "minutengenau strukturiert" sei (DWDL.de berichtete). Im Falle der Handball-Übertragung verwies die ARD via Twitter übrigens auf die Website der "Sportschau", wo man die letzten Minuten sehen könne - sicher keine zufriedenstellende Lösung für die Fans.

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