Bundespolizei Live - Großkontrolle an der Grenze © kabel eins
"Bundespolizei Live"

Kabel Eins überträgt erstmals einen Polizeieinsatz live

 

Kabel Eins betritt Neuland und wird bereits am kommenden Mittwoch erstmals im deutschen Fernsehen einen Polizei-Einsatz live übertragen. Welcher Aufwand dahinter steckt und wie man für die Wahrung der Persönlichkeitsrechte sorgen will...

von Uwe Mantel
16.09.2019 - 11:25 Uhr

Polizei-Einsätze zeigt Kabel Eins schon seit vielen Jahren unter anderem in seinem Vorabendformat "Achtung, Kontrolle", im Sommer ging man dann schon einen Schritt weiter und hob mit "Achtung Kontrolle aktuell" immer montags einen Ableger ins Programm, der aktuelle Einsätze vom vorangegangenen Wochenende zeigte. Nun zündet Kabein Eins die nächste Stufe und überträgt erstmals gemeinsam mit Spiegel TV einen Polizei-Einsatz live. Kabel-Eins-Chefredakteurin Susanne Stipp spricht von einem "konsequenten Schritt, so unmittelbares Programm wie möglich zu zeigen". Möglich sei das, weil man gemeinsam mit Spiegel TV ein Vertrauensverhältnis zur Bundespolizei aufgebaut habe. Zu sehen gibt's "Bundespolizei Live" bereits recht kurzfristig am kommenden Mittwoch ab 20:15 Uhr.

In der zweistündigen Sendung wird eine Großkontrolle der Bundespolizei an der deutschen Grenze gezeigt. Rund 200 Beamte werden dabei im Einsatz sein. Als Moderator ist Tommy Scheel dabei, dem Bundespolizist Frank Wittig zur Seite steht. Den Aufwand vergleicht Susanne Stipp mit der Live-Übertragung eines Fußball-Spiels - inklusive Verlängerung: "Wir senden die gesamte Zeit live und in Echtzeit und wissen – im Gegensatz zu fast allen anderen Live-Produktionen – überhaupt nicht, was passieren wird."

Stipp zum Ablauf der Produktion: "Moderator Tommy Scheel erklärt den Zuschauern zusammen mit unserem Experten, dem Bundespolizisten Frank Wittig, was genau gerade vor sich geht bei der Kontrolle. Es gibt einen Übertragungswagen, rund 60 Mitarbeiter aus der Produktion und Redaktion sind im Einsatz, zwölf Kameras fangen jeden Moment der Großkontrolle ein. Wir haben drei Reporterteams, zwischen denen wir hin- und herschalten können, vor Ort. Außerdem einen zusätzlichen Reporter mit Kamera, der bei Bedarf auch mal im Polizei-Helikopter mitfliegen kann."

Um die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen wahren zu können, wird die Sendung mit leichtem Zeitversatz gesendet. Susanne Stipp: "Alle Personen werden vorher gefragt, ob sie gezeigt werden dürfen. Geben sie ihr Einverständnis nicht, wenden wir eine neue, erstmals im deutschen TV eingesetzte, Software zur Live-Verpixelung der Gesichter an. Wir stellen so sicher, dass wir nichts zeigen, das nicht gesendet werden soll oder darf. Hinzu kommt noch der Sicherheitsaspekt, denn eine solche Kontrolle hat natürlich immer ein gewisses Risikopotenzial."

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