Charité Staffel 3 © Das Erste/Stanislav Honzik
Fortsetzung spielt im Jahr des Mauerbaus

Dreharbeiten für dritte "Charité"-Staffel haben begonnen

 

In Tschechien haben vor einigen Tagen die Dreharbeiten für die dritte "Charité"-Staffel begonnen, diese soll im Herbst 2020 zu sehen sein. Inhaltlich macht man wieder einen Sprung nach vorn: Die Handlung spielt 1961 - das Jahr des Mauerbaus.

von Timo Niemeier
05.12.2019 - 10:15 Uhr

Trotz stark gesunkenen Quoten ist die zweite "Charité"-Staffel im Frühjahr dieses Jahres noch auf durchschnittlich fast fünf Millionen Zuschauer gekommen, damit war die Produktion von UFA Fiction natürlich weiterhin ein schöner Erfolg für Das Erste. Nun haben vor einigen Tagen in Tschechien die Dreharbeiten für Staffel drei begonnen, das hat der Sender jetzt bestätigt. Produziert werden sechs Folgen mit einer Länge von jeweils rund 50 Minuten. 

Inhaltlich spielt die neue Serie im Jahr des Mauerbaus - 1961. Die Charité lag unmittelbar im Grenzgebiet und der Mauerbau bestimmte die Abläufe und den Arbeitsalltag im gesamten Klinikbereich. Erzählen will man in der dritten Staffel von einer Zeit, in der die Ärztinnen und Ärzte moralisch, politisch wie auch persönlich an ihre Grenzen gehen und Haltung zeigen mussten. Verknüpft werden erneut historische mit fiktionalen Charakteren - zu den Koryphäen jener Zeit zählen die Kinderärztin Prof. Ingeborg Rapoport, der Gerichtsmediziner Prof. Dr. Otto Prokop und der Gynäkologe Prof. Dr. Helmut Kraatz.

Aufgrund des Zeitsprungs werden die Zuschauer von "Charité" in der kommenden Staffel erneut einen völlig neuen Cast sehen. Das war schon vorher klar. Unter der Regie von Christine Hartmann und der Kameraführung von Holly Fink spielen unter anderem Nina Gummich, Nina Kunzendorf, Philipp Hochmair, Uwe Ochsenknecht, Max Wagner, Franz Hartwig, Uwe Preuss, Patricia Meeden, Anatole Taubmann sowie Hildegard Schroedter mit. Die Drehbücher stammen von den Autoren Stefan Dähnert, Regine Bielefeldt und John-Hendrik Karsten, nach einer Konzeption von Sabine Thor-Wiedemann, Christine Otto und Jakob Hein. 

Jana Brandt, Leiterin der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm, sagt: "Die Charité bleibt das Herz unserer Medizinserie und unsere Konstante auf der Reise durch die Zeit - ebenso wie unsere weibliche Erzählperspektive. Die junge Ärztin Ella, die sich nach dem frühen Tod der Mutter dem Kampf gegen den Krebs verschrieben hat, führt uns in die Zeit des Mauerbaus. Arbeiten und Forschen in der Charité werden buchstäblich zur Grenzerfahrung: Die Mauer verläuft plötzlich entlang des Klinikgeländes, hier liegt bald der erste Mauertote - begutachtet durch den berühmten Pathologen Prokop. Der Österreicher gehört zu den prägenden Köpfen der Klinik und ist ein wertvoller Mentor für Ella. Mit ihr erleben wir politisch wie persönlich schwierige Zeiten, aber auch den großen Zusammenhalt und die Leidenschaft, mit der sich die Ärzteschaft für das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten einsetzt. Zugleich erzählen wir mit der dritten Staffel Emanzipationsgeschichte: Wir zeigen Medizinerinnen in der jungen DDR, die selbstbewusst alte Zöpfe abschneiden und in Forschung wie Heilung neue Wege gehen. Ich freue mich sehr darauf, mit einem hochkarätigen Cast unter der Regie von Christine Hartmann dieses spannende, neue Kapitel aufzuschlagen."

Benjamin Benedict, Produzent von UFA Fiction, ergänzt: "Wie unsere erfolgreichen beiden Staffeln gezeigt haben, trifft die Kombination aus Medizin und Historie das Interesse der Zuschauer und bietet eine einzigartige Perspektive auf die Verfasstheit, die Themen, die Hoffnungen und Sorgen des historischen Kontextes. Wir freuen uns außerordentlich, die Geschichte der Charité in der dritten Staffel gemeinsam in der wunderbaren Partnerschaft mit dem federführenden MDR/Jana Brandt und der ARD Degeto weiterzuerzählen. Jetzt ist unser zentraler Protagonist ein Krankenhaus zur Zeit des sich rasant verändernden Berlins während des Mauerbaus, getragen von einem emanzipierten Blick durch den Wandel der Zeit mit einem herausragenden Cast und einer ausgezeichneten Regisseurin."

Inhaltlich beschreibt die ARD die dritte Staffel so: Die junge Ärztin Dr. Ella Wendt (Nina Gummich) kommt aus der Provinz an die Charité in Berlin. Das Krankenhaus steht in diesen Tagen vor großen Problemen, immer mehr Ärzte und Pflegepersonal zieht es in den Westen - die Charité droht personell auszubluten. Dr. Ella Wendt hofft, an der Charité ihre Forschung zur Krebsfrüherkennung voranzubringen, und sucht den Kontakt zu Prof. Otto Prokop (Philipp Hochmair), der einen herausragenden Ruf als Serologe genießt. Prokops eigentliches Steckenpferd ist jedoch die Gerichtsmedizin. Seine Obduktionen tragen zur Klärung von Kriminalfällen bei, deren Ergebnisse er in einem Atlas der Gerichtsmedizin zusammenstellt. Auch die ersten Mauertoten liegen auf seinem Tisch. 

Ella kann nur nach Feierabend forschen, denn die Arbeit auf der Inneren Station fordert sie. Sie stemmt den Klinikalltag gemeinsam mit ihrem ehemaligen Kommilitonen Dr. Alexander Nowack (Max Wagner). Doch die politischen Ereignisse erschüttern das gegenseitige Vertrauen. Besonders als Ella sich zunehmend auf den Chirurgen Dr. Curt Bruncken (Franz Hartwig) einlässt, der sie mit seinem Freiheitsdrang und seiner rebellischen Art fasziniert. Dem gegenüber steht die leidenschaftliche Kinderärztin Ingeborg Rapoport (Nina Kunzendorf) als überzeugte Anhängerin der sozialistischen Idee. Rapoport entwickelt als Spezialistin der Säuglingsmedizin einen visionären Ansatz, um die Säuglingssterblichkeit zu senken. Damit eckt sie immer wieder bei dem konservativ denkenden Gynäkologen Prof. Helmut Kraatz (Uwe Ochsenknecht) an. 

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