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Neues "Pur"-Abo

"Spiegel" bietet online werbefreie Version gegen Bezahlung

 

Wer das Online-Angebot des "Spiegel" nutzt, der kann sich durch Zahlung eines monatlichen Betrages künftig von allen Werbebannern und Werbetracking befreien. Die werbefinanzierte Version wird es aber auch weiterhin geben.

von Uwe Mantel
10.02.2020 - 11:31 Uhr

Ich würde auch dafür zahlen, wenn ich nicht länger durch Werbung belästigt würde - diese Aussage hören Betreiber von Websites häufig. Beim "Spiegel" ist genau das künftig möglich. Dafür schafft man neben "Spiegel+" eine zweite Bezahloption, das sogenannte "Pur-Abo", wobei man sich bei der Benennung am österreichischen "Standard" orientiert, wo man ähnliches bereits eingeführt hat. Beginnend mit dem morgigen Dienstag wird jeder Nutzer spiegel.de beim ersten Aufruf vor die Wahl gestellt, ob er wie bislang das Angebot mit Werbung und inklusive der Werbetracker nutzen will, oder ob er ein solches Pur-Abo abschließen will.

Dieses Pur-Abo schlägt mit 4,99 Euro im Monat zu Buche. Hat man bereits Spiegel+ abonniert, beträgt der Aufpreis noch 1,99 Euro im Monat. Dafür garantiert der "Spiegel", dass kein Werbetracking mehr zum Einsatz kommt und dass das Angebot "weitgehend" anzeigenfrei ist. "Weitgehend" deshalb, weil beispielsweise bei Podcasts das Herausfiltern der Werbung noch nicht möglich ist. Tracking gibt es nur noch insoweit es für interne Analysen nötig ist, die Daten würden aber nicht an Werbekunden weitergegeben. Nach spiegel.de soll das Pur-Angebot auch auf weitere digitale Angebote des "Spiegels" erweitert werden.

"Qualitätsjournalismus, wie ihn der 'Spiegel' bietet, ist ein kostenintensives Unterfangen. Bisher bezahlten die Nutzerinnen und Nutzer in gewisser Weise mit ihren Daten, auf deren Basis wir personalisierte Werbung ausspielen. Nun bekommen sie die Alternative, für ein anzeigen- und werbetrackingfreies Erlebnis ein kostenpflichtiges Pur-Abo abzuschließen. Damit erfüllen wir einen immer wieder geäußerten Nutzerwunsch, und gleichzeitig stellen wir uns regulatorischen Diskussionen", sagt Stefan Ottlitz, Leiter Produktentwicklung der Spiegel-Gruppe.

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