Little America © SWR/Martin Valentin Menke
Reise in die 50er Jahre

Drehstart für sechsteilige ARD-Miniserie "Little America"

 

Drohr Zahavi inszeniert im Rahmen einer neuen ARD-Miniserie eine deutsch-amerikanische Geschichte mit Elisa Schlott, Franziska Brandmeier, Reomy Mpeho und Jonas Nay. Die Dreharbeiten haben hierfür begonnen und laufen noch bis Juni.

von Alexander Krei
04.03.2020 - 13:46 Uhr

Noch bis Mitte Juni entsteht in der Eifel, in Köln, im Raum Heidelberg sowie in Idar-Oberstein eine neue ARD-Miniserie mit dem Arbeitstitel "Little America". Erzählt wird darin, wie Amerikaner Anfang der 50er Jahre Aufbruch, individuelle Freiheit und Freizügigkeit in den Westen Deutschlands brachten. Hinter der Miniserie steht die Produktionsfirma FFP New Media, die mit dem federführenden SWR sowie ARD-Degeto, WDR und NDR zusammenarbeitet. 

Regie führt Dror Zahavi, die Drehbücher stammen von Johannes Rotter, Christoph Mathieu und Benjamin Braeunlich. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Freundschaft zweier junger Frauen, gespielt von Elisa Schlott und Franziska Brandmeier, die in einer Gesellschaft im Umbruch ihren Platz suchen. In weiteren Rollen stehen Reomy D. Mpeho, Jonas Nay, Dietmar Bär, Anna Schudt, Winnie Böwe, Aljoscha Stadelmann, Paul Sundheim, Julia Koschitz, Philippe Brenninkmeyer, Samuel Finzi und Godehard Giese vor der Kamera von Gero Steffen.

Produziert wird "Little America" von Simone Höller und Michael Smeaton, Producerinnen sind Greta Gilles und Anemone Müller. Szenenbild Gabriele Wolff, Kostümbild Lucia Faust, Schnitt Fritz Busse, Casting Marc Schötteldreier und Cassandra Han. Fördergelder gaben von der Film- und Medienstiftung NRW und der MFG Baden-Württemberg. Wann die Ausstrahlung der sechsteiligen Serie erfolgen wird, steht noch nicht fest.

Worum es geht

Erzählt wird die Geschichte von vier Schicksalen. Da ist zum einen die Bauerntochter Marie Kastner, die eine Stelle auf der Base annimmt, nachdem die Ameri­kaner ihrer Familie Grund und Boden genommen haben; da ist auf der anderen Seite der schwarze GI George, der in Deutschland zum ersten Mal Freiheit erlebt, innerhalb des Militärs aber weiter mit Rassismus zu kämpfen hat. Außerdem geht es um Erika Strumm, die Tochter des Bürgermeisters und Maries beste Freundin, die die Amerikaner – wie ihr profitorientierter Vater – mit offenen Armen empfängt und sich ins Kaltensteiner Nachtleben stürzt.

Dazu kommt Siegfried, Erikas Bruder und Maries Verlobter, der unverhofft aus der russischen Kriegsgefangenschaft heimkehrt, während seine Schwester im Kloster moralisch gebessert werden soll und seine Jugendliebe Marie Gefühle für George entwickelt.

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