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Gespräche mit Produzentenallianz

ProSiebenSat.1 sichert Produzenten Soforthilfen zu

 

Auch ProSiebenSat.1 will die Produzenten in der aktuelle Lage mit den außergewöhnlichen Belastungen durch die Corona-Krise nicht im Regen stehen lassen. Man werde jeden Fall prüfen und sich an den unvermeidbaren Kosten beteiligen.

von Uwe Mantel
19.03.2020 - 15:58 Uhr

ProSiebenSat.1 und die Produzentenallianz befinden sich derzeit im Austausch darüber, wie die Sendergruppe ihren Partnern aus der Kreativwirtschaft angesichts der hohen Kosten, die nun durch Ausfall oder Verschiebung von Produktionen im Zuge der Vorsichtsmaßnahmen gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus vor Einnahme-Ausfällen und Zusatz-Kosten stehen. Man habe verschiedene Szenarien besprochen, die aber alle unter der Prämisse stünden, dass die Sicherheit der Teams bei jeder Produktion im Vordergrund stehen müsse. Man werde die konkreten Maßnahmen vor Ort stets den aktuellen Empfehlungen und Vorgaben der Behörden anpassen.

Darüber hinaus werde man sich jede Produktion - aktuell sind über 120 in unterschiedlichen Stadien in Arbeit - einzeln anschauen. Dabei gehe es bei der Beurteilung der Situation immer um die Fragen: Sind redaktionelle Einschränkungen oder Umdispositionierungen im Sinne des Teams und der Produktion sinnvoll und möglich? Ist eine Verschiebung der Programm-Herstellung vertretbar? Oder führt die Produktionsart des Formates zu Ausfällen oder Produktionsunterbrechungen?

Je nach Einzelfallprüfung will sich ProSiebenSat.1 hier als Sofortmaßnahme an den unvermeidbaren Kosten beteiligen. Dies könne je nach Ausgangslage deutlich über, aber auch unter 50 Prozent liegen. "In diesen schwierigen Zeiten müssen wir alle zusammenhalten. Die rasante Ausbreitung von Covid-19 stellt uns alle vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, jetzt schon in die Zeit danach zu investieren und unseren langjährigen Partnern über die nächsten Wochen zu helfen, soweit es uns möglich ist", so Henrik Pabst, Chief Content Officer, ProSiebenSat.1 TV Deutschland.

Auch die anderen großen Sender hatten angekündigt, sich an den Zusatzkosten zu beteiligen. Das ZDF will die Mehrkosten zur Hälfte übernehmen, die ARD hat eine Einzelfallprüfung angekündigt und ist bereit - nach Ausschöpfung der staatlichen Hilfen - bis zu maximal 50 Prozent der Zusatzkosten zu tragen. Bei RTL will man keine genaue Quantifizierung vornehmen, spricht aber von der Übernahme eines "signifikanten Anteils" der Mehrkosten. Die genaue Höhe werde man in jedem Einzelfall entscheiden.

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