Weltweit steht der Profi-Sport still - den Sportstreamingdienst DAZN stellt das vor eine besondere Herausforderung, die auch durch eine verstärkte Fokussierung auf Sport-Dokus und Highlights auf Dauer wohl nur schwer zu kompensieren sein dürfte. Nun berichten die Branchendienste "Sportspromedia" und "Sportbusiness Daily", dass DAZN weltweit die Zahlungen an Sportverbände stoppen will.

Der Schritt betrifft demnach die fälligen Summen für abgesagte und verschobene Veranstaltungen. Zugleich ist laut dpa die Rede davon, dass DAZN hierzulande für einen Teil seiner Belegschaft Kurzarbeit angemeldet hat. Offiziell äußert sich das Unternehmen nur vage. "Aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 auf den Sport prüft DAZN eine Reihe von Maßnahmen, um es dem Unternehmen zu ermöglichen, diese schwierige Zeit zu überstehen und durchstarten zu können, sobald es wieder Live-Sport gibt", erklärte ein DAZN-Sprecher auf DWDL.de-Nachfrage.

Die Corona-Pandemie macht damit zugleich die Pläne eines schnellen internationalen Rollouts zunichte. Erst Anfang März hatte DAZN angekündigt, noch im Frühjahr in mehr als 200 Märkte weltweit expandieren zu wollen. Medien zitieren Simon Denyer, den CEO der Perform Group, zu der DAZN gehört, mit den Worten, dass die aktuelle Pause "die größte Katastrophe in der Sportwelt seit 75 Jahren" sei - und zugleich die größte Herausforderung, "der sich unser Unternehmen jemals gestellt hat".

Vor Herausforderungen steht auch die Fußball-Bundesliga. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge brachte nun laut "kicker" einen möglichen Deal mit Sky ins Spiel, wonach der Rechteinhaber seine Zahlungen trotz der derzeitigen Pause fortführen könnte. Als Ausgleich schlug Rummenigge ermäßigte Zahlungen in der Zukunft vor.