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"So breit aufgestellt wie nie"

Fernsehpreis: Mehr Kategorien, neuer Partner, mit Streaming

 

Große Veränderungen beim Deutschen Fernsehpreis, auch wenn es 2020 keine Gala geben wird: Mit zahlreichen neuen Kategorien wird so viel TV-Handwerk wie noch nie berücksichtigt, auch im Streaming. Als Partner neu an Bord ist die Deutsche Telekom.

von Uwe Mantel
28.05.2020 - 14:23 Uhr

Eigentlich sollte der Deutsche Fernsehpreis, den man in den letzten Jahren fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit vergeben hatte, am 6. Juni wieder mit der Live-Übertragung einer großen Gala ins Fernsehen zurückkehren - doch dann hat das Coronavirus diesen Plan der Stifter bekanntlich durchkreuzt. Trotzdem wird der Deutsche Fernsehpreis auch in diesem Jahr verliehen - und es gibt auch ohne die TV-Rückkehr eine ganze Reihe an Neuerungen.

So wird der Deutsche Fernsehpreis in diesem Jahr in deutlich mehr Kategorien als in den letzten Jahren vergeben, um ein Gleichgewicht der Genres zu schaffen. Bislang wurden die Handwerks-Kategorien nur im Fiktionalen gewürdigt. Mit den Nominierungen und Auszeichnungen in diesem Jahr werden jetzt Leistungen in den Gewerken auch in der Information sowie Unterhaltung gewürdigt. Neu sind die Kategorien "Beste Regie Unterhaltung", "Beste/r Autor/in Unterhaltung", "Bester Schnitt Unterhaltung, "Beste Kamera Information/Dokumentation" und "Bester Schnitt Information/Dokumentation".

Darüber hinaus gibt es auch eine neue Werkskategorie beim Deutschen Fernsehpreis 2020: Erstmals nominiert und bepreist die Fachjury auch Leistungen im Genre "Beste Unterhaltung Reality". Neu ist auch, dass die Jury des Deutschen Fernsehpreises bei ihren Entscheidungen erstmals Eigenproduktionen von Streaming-Plattformen mitberücksichtigt - und das in jeder Kategorie. Das muss man betonen, weil noch im vergangenen Herbst der Plan vorgestellt worden war, eine eigene, genreübergreifende Kategorie fürs "Beste Streaming-Programm" ins Leben zu rufen. Alle anderen Kategorien hätten klassischen TV-Produktionen überlassen werden sollen.

Angesichts zahlreicher Koproduktionen und den zunehmenden Bemühungen auch der TV-Sender, für ihre Streaming-Angebote und Mediatheken zu produzieren, wirkte das aus der Zeit gefallen. Hier hat man sich also noch rechtzeitig eines Besseren besonnen. Ein Betreiber einer Streaming-Plattform, der nicht aus dem klassischen Sendergeschäft kommt, ist auch gleich als neuer Partner beim Deutschen Fernsehpreis mit eingestiegen: Die Deutsche Telekom, die mit MagentaTV auf dem Streamingmarkt mitmischt und auch schon einige Eigenproduktionen vorgelegt hat, wird künftig als "Kooperationspartner" geführt.

Stephan Schäfer, Geschäftsführer Inhalte & Marken der Mediengruppe RTL Deutschland und diesjähriger Vorsitzender des Stifterkreises: "Mit dem Deutschen Fernsehpreis ehren wir die herausragenden Leistungen der Fernsehschaffenden in Deutschland – diesmal noch vielfältiger und umfassender. Und wir öffnen uns für die Zusammenarbeit mit neuen Partnern aus der Branche. Wir freuen uns sehr, die Deutsche Telekom als Kooperationspartner begrüßen zu dürfen." Michael Schuld, der bei der Telekom den Bereich TV und Entertainment leitet, sagt: "Sowohl mit unseren Eigenproduktionen als auch mit den Möglichkeiten unserer einzigartigen digitalen Plattform stehen wir für modernes und innovatives Fernsehen. Deshalb freuen wir uns sehr, die Kollegen von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF bei der Weiterentwicklung des Deutschen Fernsehpreises unterstützen zu dürfen. Wir möchten uns langfristig engagieren und dazu beitragen, dass die herausragende Bedeutung dieser Auszeichnung für die Branche noch stärker wahrgenommen wird."

Durch die Verlegung der Preisvergabe vom Jahresanfang ans Saison-Ende hatte die Jury des Deutschen Fernsehpreises unter dem Vorsitz von Wolf Bauer diesmal übrigens mehr zu sichten als sonst, weil Programme und Leistungen zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 berücksichtigt wurden. Wer es auf die Nominierten-Liste geschafft hat, soll in der kommenden Woche bekannt gegeben, die Veröffentlichung der Preisträger ist für die zweite Juni-Hälfte angekündigt - in welcher Form genau, wurde noch nicht verraten.

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