Rundfunkbeitrag, Beitragsservice © Beitragsservice/Ulrich Schepp
Rund acht Milliarden Euro

Einnahmen aus Rundfunkbeiträgen waren 2019 konstant

 

Die Einnahmen aus den Rundfunkbeiträgen lagen im vergangenen Jahr auf einem konstanten Niveau, rund acht Milliarden Euro wurden eingenommen. 2020 könnte die Anzahl der Personen, die sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen, aber steigen - auch wegen Corona.

von Timo Niemeier
23.06.2020 - 13:53 Uhr

Der Beitragsservice hat seinen Jahresbericht 2019 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag im vergangenen Jahr konstant hoch waren. So lagen die Erträge bei rund acht Milliarden Euro. 7,92 Milliarden Euro flossen an ARD, ZDF und Deutschlandradio, weitere 152 Millionen Euro gingen an die Landesmedienanstalten. Auch die Zahl der zum Rundfunkbeitrag angemeldeten Wohnungen stieg im Jahr 2019 auf 39,9 Millionen, das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem leichten Plus in Höhe von 0,9 Prozent. 

Als Grund für den Anstieg der angemeldeten Haushalte nennt der Beitragsservice den bundesweiten Meldedatenabgleich, der am 6. Mai 2018 gestartet war und 2019 fortgeführt wurde. Insgesamt wurden seit Beginn des Meldedatenabgleichs schon etwas mehr als eine Millionen Wohnungen neu angemeldet. "Ohne den bundesweiten Meldedatenabgleich würde für diese Haushalte zu Unrecht kein Rundfunkbeitrag entrichtet. Dies zeigt deutlich die beitragsstabilisierende Wirkung des Meldedatenabgleichs", sagt Michael Krüßel, Geschäftsführer des Beitragsservice.

Die Anzahl der Personen, die aus sozialen Gründen von der Rundfunkbeitragspflicht befreit waren, ist im vergangenen Jahr übrigens deutlich gesunken. So ging es hier um 12,3 Prozent auf nur noch 2,7 Millionen Menschen nach unten. Ursache hierfür seien ausgelaufene Befreiungen in der zweiten Jahreshälfte, heißt es vom Beitragsservice. Weil diese jedoch rückwirkend verlängert werden können, würden die Befreiungszahlen im laufenden Jahr wieder steigen und bis zum Jahresende voraussichtlich das Niveau von 2018 erreichen. Ein weiterer Punkt, der zu einem hohen Anstieg der Befreiungen führen könnte, ist das Coronavirus. Menschen, die Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld erhalten, können sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Diese Personengruppe macht derzeit zwei Drittel der Befreiten aus. 


Ebenfalls vom Rundfunkbeitrag befreit sind Menschen mit Nebenwohnungen, sie müssen nur für den Hauptwohnsitz zahlen. Nach dem entsprechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2018 gingen bereits im in dem Jahr rund 233.500 Vorgänge zur Befreiung für Nebenwohnungen beim Beitragsservice ein, 2019 kamen knapp 162.000 Anträge hinzu. Insgesamt waren Ende 2019 rund 131.000 Personen für ihre Nebenwohnung vom Rundfunkbeitrag befreit.

Auch der Beitragsservice selbst stand 2019 übrigens in den Schlagzeilen. Geschäftsführer Stefan Wolf hatte das Unternehmen Mitte des Jahres verlassen, interimistisch übernahmen Claudia Seifert und später Joachim Altmann die Leitung. Erst Ende des Jahres holte man dann schließlich Michael Krüßel als neuen Geschäftsführer, er arbeitete zuvor als Hauptabteilungsleiter Finanzen beim WDR.

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