Klaus Schunk © Vaunet
Rückzug

Klaus Schunk hört bei Radio Regenbogen und Vaunet auf

 

Der langjährige Radio-Mann Klaus Schunk zieht sich aus der Branche zurück. Er gibt seine Geschäftsführerfunktion bei Radio Regenbogen ebenso ab wie seinen Radio-Vorsitz beim Privatsenderverband Vaunet. Künftig will er sich persönlichen Dingen widmen.

von Timo Niemeier
30.06.2020 - 17:16 Uhr

Klaus Schunk hat seinen Abschied aus der Branche angekündigt. Bereits zum Monatswechsel wird der langjährige Geschäftsführer von Radio Regenbogen seine Posten abgeben. Neben seiner Tätigkeit beim Privatsender umfasst das auch den Vorsitz des Fachbereichsvorstandes Radio und Audiodienste im Privatsenderverband Vaunet. Bereits zum Jahresende 2019 war Schunk aus der Funktion des Vorstandsvorsitzenden des Tarifverband Privater Rundfunk (TPR) ausgeschieden. 

Radio Regenbogen hat mit Gregor Spachmann noch einen weiteren Geschäftsführer. Beim Vaunet will man über Schunks Nachfolger turnusmäßig bei der nächsten Mitgliederversammlung im September abstimmen lassen.  Bis dahin wird Nina Gerhardt von RTL Radio in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende des Fachbereichsvorstands seine Aufgaben kommissarisch übernehmen.

Klaus Schunk sagt: "Nach 33 Jahren Engagement für den privaten Rundfunk in Deutschland ist der Zeitpunkt gekommen, sich in einem nächsten Lebensabschnitt nun persönlichen Dingen zu widmen, die bisher immer zu kurz kommen mussten. Ich freue mich sehr, dass es uns in den letzten beiden Monaten in sehr intensiver Zusammenarbeit aller Vorstände und der Geschäftsstelle gelungen ist, für unsere Mitglieder und insbesondere das besonders betroffene Radio umfassende Unterstützung und Hilfen für eine Abmilderung der Folgen der Corona-Krise zu mobilisieren. Mein Dank gilt allen politisch Handelnden, die sich hier sehr engagiert haben." Anders als die Fernsehanbieter erhalten kommerzielle Radiosender 20 Millionen Euro vom Staat (DWDL.de berichtete). 


Schunk weiter: "Die vor uns liegenden medienpolitischen Herausforderungen sind beachtenswert! Ich habe die Arbeit - das ehrenamtliche Tun für unsere Mitglieder im Vaunet - immer als der Sache verpflichtet und politisch ergebnisorientiert gesehen. Verbandsarbeit ist dienend - nicht dem eigenen Unternehmen oder Ego - sondern der Branche. Und sie ist ausschließlich politisch zu interpretieren: Es geht nicht darum, wer Recht hat, sondern was politisch machbar ist. Dieses Gespür wünsche ich allen, die die Zukunft gestalten. Mein Dank gilt meinen VorstandskollegInnen und der Geschäftsstelle des Vaunet. Der guten Zusammenarbeit aller Genannten verdanken wir einige unserer großen politischen Erfolge, etwa bei der Ausgestaltung des neuen Medienstaatsvertrags oder auch die aktuell bewilligten Corona-Hilfen auf unterschiedlichen Ebenen, die für unsere Branche existenziell sind."

Vaunet-Vorsitzender Hans Demmel dankte Schunk für seine "jahrzehntelange Arbeit für unseren Verband und die Gattung Radio". Demmel weiter: "Klaus Schunk ist ein 'Homo Politicus', wie wir ihn vergleichbar kaum in unserer Branche finden. Sein untrüglicher Instinkt für das politisch Gebotene und ein exzellentes Netzwerk auf allen Ebenen haben maßgeblich zu vielen Erfolgen der Verbandsarbeit beigetragen. Wir werden sein Engagement und seine Fähigkeit, Verbandspositionen in der Politik konsensfähig zu machen, vermissen. Ganz persönlich möchte ich Klaus Schunk dafür danken, dass er mit seiner langen Erfahrung immer ein wichtiger und verlässlicher Ratgeber war. Wir wünschen Klaus Schunk für seine weitere Zukunft alles erdenklich Gute."

 

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