Seit Staffel eins gehört Horst Sachtleben zum festen Ensemble der ARD-Serie "Um Himmels Willen", er verkörpert den Bischof Gottlieb Rossbauer. In der kommenden 20. Staffel wird das 89-jährige Urgestein aber wohl nicht zu sehen sein, Grund dafür ist das Coronavirus und die daraus resultierenden Vorsichtsmaßnahmen am Set. Wie der Schauspieler gegenüber der "Bild" bestätigt hat, finden die Dreharbeiten zu den neuen Folgen ohne ihn statt. 

"Es tut mir in der Seele weh, aber wegen Corona ist mir der Dreh zu gefährlich und durch die Corona-Bestimmungen am Set mit der Gesichtsmaske auch zu anstrengend", sagt Sachtleben. Er habe der Produktion daher abgesagt. Seinen ersten Auftritt in der Serie hatte der Schauspieler in Folge sieben der ersten Staffel, die lief im Jahr 2002. Dass er nach 18 Jahren wegen Corona nicht drehen kann, trifft den Schauspieler. "Das gab es bei mir in all den Jahren noch nie", so Sachtleben gegenüber der "Bild". Er habe sich schon auf die Arbeit gefreut. 

Auch Maik Homberger von der ndF hat das vorläufige Sachtleben-Aus gegenüber der "Bild" bestätigt. Der Produzent sagt: "Wir müssen vermutlich damit rechnen, dass sich die Corona-Situation für Dreharbeiten im Herbst/Winter nicht massiv bessert, daher wird Sachtleben voraussichtlich in der kompletten 20. Staffel nicht auftauchen." Die entsprechenden Szenen mit dem Schauspieler mussten umgeschrieben werden. Sachtleben wäre in der neuen Staffel aber wohl ohnehin nicht mehr so oft zu sehen gewesen. Seine Rolle Bischof Gottlieb Rossbauer bat zuletzt um die Versetzung in den Ruhestand. 


Die 19. Staffel des ARD-Klassikers unterhielt im Schnitt 4,89 Millionen Zuschauer und erzielte so 14,9 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. "Um Himmels Willen" ist damit noch immer ein Quoten-Garant für den Sender, doch der Erfolg bröckelt langsam. 2018 sahen im Schnitt noch mehr als fünf Millionen Menschen zu. 2013 waren es noch mehr als sechs Millionen.