Schon im Vorfeld der ProSieben-Reportage "Rechts. Deutsch. Radikal." hat es viele Schlagzeilen gegeben, weil Thilo Mischke darin einen ungeschönten Einblick in die rechte Szene liefert. Für besonders viel Aufsehen sorgten die Aussagen des ehemaligen Sprechers der AfD-Bundestagsfraktion, der darüber schwadronierte, Migranten zu töten. Am Montag wurde er vom Vorstand der Fraktion fristlos entlassen. 

Die Reportage von Thilo Mischke hat also schon einiges bewegt - und nun wurde ProSieben auch mit guten Quoten belohnt. 1,33 Millionen Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren sahen zu, damit wurden starke 14,6 Prozent Marktanteil gemessen. Außerdem fuhr ProSieben damit den Primetime-Sieg in der Zielgruppe an, nicht einmal die "Höhle der Löwen" bei Vox hatte mehr junge Zuschauer. Vor der Ausstrahlung am Montag hatte die Mediengruppe RTL auf Twitter die ProSieben-Reportage noch empfohlen - auch kein alltäglicher Vorgang. Insgesamt sahen sich 1,69 Millionen Menschen "Rechts. Deutsch. Radikal." an. 

Der gute Vorlauf sorgte dann auch bei "Late Night Berlin" für ein Quotenplus. Klaas Heufer-Umlauf begrüßte in der Sendung unter anderem Mischke und sprach mit ihm über die Reportage. 850.000 Zuschauer waren ab 22:20 Uhr mit dabei - das ist eine der höchsten Reichweiten, die "Late Night Berlin" jemals eingefahren hat. Normalerweise geht das Format aber auch erst um kurz nach 23 Uhr auf Sendung. In der Zielgruppe wurden ebenfalls gute 12,3 Prozent gemessen. 

"Die Höhle der Löwen" musste wie bereits erwähnt ProSieben den Primetime-Sieg überlassen. Mit 14,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe lief es spürbar schlechter als in den vergangenen Wochen, aber natürlich ist die Gründershow damit noch ein großer Erfolg für den Sender. 1,28 Millionen Zuschauer waren zwischen 14 und 49 Jahren alt. Insgesamt lag die Reichweite bei 2,40 Millionen. "Ready to beef" konnte danach aber überhaupt nicht punkten und fiel auf 5,9 Prozent zurück.