Logo: Bild.T-OnlineMit einer ausgefallenen Geschäftsidee wartet Bild.T-Online, der Internetableger der "Bild"-Zeitung, kurz vor dem Wochenende auf. Im Dezember startet Bild.T-Online die "SL News", eine virtuelle englischsprachige Zeitung, die nur in der virtuellen dreidimensionalen Online-Spiel "Second Life" zu haben sein wird.

"SL News" soll eine wöchentlich erscheinende Boulevardzeitung werden, die sich ausführlich und aktulle mit den Themen der "Second Life"-Welt beschäftigt. In der virtuellen Welt errichtet Springer dafür ein Verlagsgebäude, gründet eine Redaktion und lässt echte Reporter "hautnah über die wichtigsten Ereignisse" in "Second Life" berichten. Zudem soll es einen großen Serviceteil geben. Vertrieben werden die "SL News" über stationäre Verkaufskästen in der "Second Life"-Welt und über Promotionteams.


Das ganze soll aber mitnichten eine reine Spielerei sein. Denn auch Anzeigen können in den "SL News" - natürlich gegen Bares - geschaltet werden. Und wer die "SL News" lesen möchte, muss 27 "Linden-Dollar" - die dort gültige Währung - dafür aufbringen. Umgerechnet in "richtiges Geld" sind das immerhin 10 US-Cent. Der Absatzmarkt ist dabei gar nicht mal so klein: 1,2 Millionen Einwohner hat die "Second Life"-Welt bereits, Tendenz stark steigend.

Gregor Stemmle, Vorstandsvorsitzender Bild.T-Online: "Mit dem Launch in 'Second Life' betreten wir ein neues, spannendes und zukunftsträchtiges Terrain. Mit unserer Erfahrung in Redaktion und Vermarktung werden wir eine attraktive Zeitung für die 'Second Life'-Residents starten und so möglicherweise neue Erlösquellen erschließen."