Die neue WDR-Intendantin Monika Piel wird ihr Amt zwar offiziell voraussichtlich erst Mitte kommenden Jahres antreten, ihre Ansichten zu einigen aktuellen Themen hat sie aber jetzt schon mitgeteilt. Im Falle des Films "Wut", der nach einem peinlichen Streit innerhalb der ARD offiziell aus Jugendschutzgründen vom 20:15 Uhr-Sendeplatz auf 22 Uhr verbannt worden war, liegt sie ganz auf der Linie ihres Vorgängers Fritz Pleitgen.
"Ich hätte den Film auf jeden Fall zur Hauptabendzeit gesendet. Die Lebenswirklichkeit junger Leute ist manchmal anders, als wir Erwachsenen uns das wünschen", so Piel im Nachrichtenmagazin "Focus". Sie kündigte darüberhinaus an, den Film im Februar doch noch um 20:15 Uhr auszustrahlen, wenn auch nur m dritten Programm des WDR.
Kritik äußerte Piel darüberhinaus am Sponsoring-Gebahren der ARD. "Wir sollten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nach 20 Uhr auf Sponsoring verzichten", so die neue WDR-Intendantin. Als Ausnahmen führte sie jedoch Sport-Events an. Ob das ihre Intendantenkollegen auch so sehen ist unterdessen fraglich. "Ob ich die anderen davon überzeugen kann, kann ich Ihnen nicht sagen", so Piel.
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