Foto: PixelquelleDer Rundfunkrat des WDR hat den Haushaltsplan für das Jahr 2007 verabschiedet. Im Zuge dessen lobte das Gremium den "konsequenten Sparkurs des Senders". Rundfunkratsvorsitzender Grätz sagte, durch die Sparanstrengungen seien auch neue Angebote wie die Erweiterung der Regionalberichterstattung soide finanziert.

Kalr-Heinz Schaffartzik, Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses fügte hinzu, als Ergebnis der sparsamen Haushaltsführung könne der WDR am Ende der Gebührenperiode die vom Intendanten als Zielsetzung ausgegebene "schwarze Null" erreichen. 2007 erwartet der WDR Erträge in Höhe von 1,33 Milliarden Euro. Dem stehen Ausgaben in Höhe von 1,29 Milliarden Euro gegenüber. Unter dem Strich sollen Ende des Jahres somit 34,4 Millionen Euro übrig bleiben, die dem Eigenkapital zugeführt würden.


Von den geplanten Ausgaben entfallen 462,1 Millionen Euro auf Programmaufwendungen für Hörfunk und Fernsehen, das entspricht 35,7 Prozent des Gesamthaushalts. Gegenüber 2006 ist das ein Rückgang um 40,1 Millionen Euro, was in erster Linie durch den Wegfall von Sport-Großereignissen wie der WM zuzuschreiben ist. Auch die Personalaufwendungen sollen 2007 von 387 auf 369,4 Millionen Euro zurückgehen, was auf die maßvollen Tarifabschlüsse zurückzuführen sei. Erstmal seit vielen Jahren gibt es 2007 übrigens keinen Abbau von Planstellen.

Auch der Haushaltsplan des SWR wurde am Freitag von dessen Rundfunkrat genehmigt. Laut Verwaltungsdirektor Boudgoust, der im kommenden Jahr zum Intendanten aufsteigen wird, werde 2007 "der eingeschlagene Sparkurs konsequent fortgesetzt". Boudgoust: "Durch den wirtschaftlichen Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Budget haben wir uns eine Dividende erwirtschaftet, die jetzt wieder dem Programm zugute kommt." Konkret heiße dies, dass nun 3 Millionen EUR zusätzlich für Programminnovationen und Projekte im Zusammenhang mit den neuen digitalen Verfahren der Verbreitungswege eingeplant seien 

Insgesamt erwartet der SWR Ertröge in Höhe von 1,113 Milliarden Euro, knapp 11 Millionen mehr als im Vorjahr. Zurückzuführen sei das auf höhere Gebühren- und Werbeeinnahmen. Die Aufwendungen sind mit 1,073 Milliarden Euro angesetzt und damit 12 Millionen unter den Werten des Vorjahres. Auch hier macht sich der Wegfall der Sport-Großereignisse bemerkbar.