Was alle schon wissen, ist jetzt auch beim ZDF angekommen. "Das Fernsehen der kommenden Jahre wird von Programm-Marken geprägt sein. Wer es versäumt hat, seine Marken zu pflegen und auszubauen, wird Probleme haben, sich in der digitalen Programmflut zu behaupten", sagte jetzt auch Markus Schächter, Intendant des Mainzer Senders. Monika Piel, designierte Intendantin des WDR sagte im Übrigen in einem Interview mit der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" Ähnliches. Neu ist daran, dass das ZDF mit seinem Jahresergebnis von 13,6 Prozent im Gesamtpublikum nun nicht mehr nur von einer starken "Markt-", sondern zudem auch "Markenposition" spricht, von der aus man ins neue Jahr starte.Somit ist das klar, was bei den Mainzern im kommenden Jahr auf der Agenda steht: Das Übliche. Man will Profil zeigen, die "publizisitischen Kernkompetenzen unverwechselbar und in der Wahrnehmung der Zuschauer unverzichtbar" verankern. Doch wie das so ist mit der Wahrnehmung: Sie ist höchst subjektiv. Wie man das am Jahresende als Sender so macht, klopft sich auch das ZDF auf die Schulter. Die Informationsprogramme sind "auf der Höhe der Zeit", sind "Meinungs- und Marktführer". Bei Wissen, Bildung, Kindern und Jugend "setzt das ZDF Standards", heißt es. Außerdem binde man damit auch noch "eine breite Zuschauerschaft an den Sender".
Nach beigelegtem Streit mit der EU-Kommission um die Rundfunkfinanzierung will man sich auf dem Lerchenberg jetzt weiter um die Digitalisierung kümmern. Auch um die anderen Vertriebswege neben DVB-T. Mit dem "Scheitern der allumfassenden Verschlüsselungspläne der privaten Anbieter" meinen die Mainzer wohl die Aussage des Bundeskartellamtes zu einer Beteiligung der ProSiebenSat.1 Media AG an der Satellitenplattform Entavio. Man hofft, dass man hier nun "ohne Zugangsbeschränkungen endlich" vorankomme.
Und wer hätte es vermutet: Das ZDF ist sich sicher, dass auch im abgelaufenen Jahr der "Spagat zwischen Qualität und Quote" "sehr gut gelungen" ist.
Und wer hätte es vermutet: Das ZDF ist sich sicher, dass auch im abgelaufenen Jahr der "Spagat zwischen Qualität und Quote" "sehr gut gelungen" ist.



