Weil der Unterhaltungs-Bereich bei vielen häufig eher auf Fiction oder Information ausgerichteten Preisverleihungen häufig eher etwas zu kurz kommt, rief das Segment Entertainment der Produzentenallianz im vergangenen Jahr einen eigenen Preis ins Leben, der sich allein mit diesem Bereich beschäftigt und neben Eigenentwicklungen explizit auch besonders gelungene Adaptionen würdigen will: Den Deutschen Entertainment Award.

Dabei war das Kontingent, aus dem diesmal die Nominierten ausgewählt werden konnten, naturgemäß nicht mehr ganz so groß. "Bei der ersten Ausgabe des Deutschen Entertainment Awards im letzten Jahr konnten wir aus dem Vollen schöpfen. Denn die Unternehmen waren aufgefordert aus allen bis dahin veröffentlichten Formaten die besten auszuwählen und vorzuschlagen. Bei der diesjährigen zweiten Ausgabe und in Zukunft betrachten wir ausschließlich den Zeitraum zwischen den Verleihungen. Trotzdem haben wir über 50 Einreichungen erhalten. Das zeigt: Der DEA ist in der Branche angekommen. Es zeigt aber vor allem auch: Die deutsche Entertainmentbranche sprüht vor Kreativität – mit immer neuen innovativen und herausragenden Formaten und Talenten", sagt Rolf Hellgardt.

Hellgardt ist Geschäftsführer von Prime Productions und Vorsitzender des 10-köpfigen Gremiums, das über die Nominierungen entscheidet und neben ihm aus Ute Biernat (UFA Show & Factual GmbH), Maren Fleschenberg (freiberufliche TV-Produzentin und Drehbuchautorin), Nina Gkionis (Bavaria Entertainment GmbH), Martin Kistner (I&U TV Produktion GmbH), Anna Knieper (Constantin Entertainment GmbH), Axel Kühn (Tresor TV Produktions GmbH), Mona Lehmann (filmpool entertainment GmbH), Marlene Thies (Kimmig Entertainment GmbH) und Daniel Wegner (Riverside Entertainment GmbH) besteht.

Das Nominierten-Feld ist dabei breit gestreut und reicht von den beiden Formaten "Zum Schwarzwälder Hirsch" und "Down the Road" mit Menschen mit Down-Syndrom überdie Show-Adaption "Das 1% Quiz" und das Live-Event "Die Passion" bis zu "Don't stop the Music" und "Prison Tapes". "Kitchen Impossible" hat es auch eine nicht ganz taufrische Sendung auf die Nominierten-Liste geschafft, hier mit der "Best Friend Edition", an der nicht zwei, sondern drei Köche teilnehmen.

Best Development

  • Kitchen Impossible – Best Friend Edition
    Produktionsunternehmen: EndemolShine Germany
  • Prison Tapes
    Produktionsunternehmen: Bildergarten Entertainment GmbH  
  • Zum Schwarzwälder Hirsch - eine außergewöhnliche Küchencrew und Tim Mälzer
    Produktionsunternehmen: Vitamedia

Best Adaption

  • Das 1% Quiz - Wie clever ist Deutschland?
    Produktionsunternehmen: BBC Studios Germany GmbH
  • Die Passion - Live 2022
    Produktionsunternehmen: Constantin Entertainment / Mediawater Niederlande
  • Don't Stop the Music
    Produktionsunternehmen: Redseven Entertainment
  • Down the Road - Eine ganz besondere Abenteuerreise
    Produktionsunternehmen: SEO Entertainment GmbH 

Neben diesen beiden Format-Kategorien, wird auch der VFF Best Talent-Award im Bereich (Executive) Producing und Development verliehen. Er wird von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten gestiftet und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert.

Best Talent

  • Thomas Landgraf (Producer)
    Format: Die Retourenjäger
    Produktionsunternehmen: UFA Show & Factual GmbH
  • Laura Steiner (Junior-Producerin)
    Format: Stars in der Manege
    Produktionsunternehmen: Constantin Entertainment
  • Julia Thiel (Executive Producerin)
    Format: ZDF Magazin Royale
    Produktionsunternehmen: Unterhaltungsfernsehen Ehrenfeld UE GmbH
  • Christine Uschy Wernke (Developerin)
    Format: Ottos Märchenshow
    Produktionsunternehmen: MoveMe GmbH

Verliehen wird der Deutsche Entertainment Award am 23. Mai in Köln. Im vergangenen Jahr gingen die Format-Preise an "Wer stiehlt mir die Show?" und "LOL - Last One Laughing". Der Best Talent-Award wurde damals gleich zwei Mal an Maren Fleschenberg für "Sträter" und Anna Franz für "LOL" vergeben.