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Die werbungtreibenden Unternehmen haben im Dezember brutto 1,93 Milliarden Euro für TV-Werbung ausgegeben, das geht aus den neuesten Nielsen Zahlen hervor. Nachdem schon der November für die TV-Vermarkter besser gelaufen war als im Jahr 2022, hat sich der Trend im letzten Monat des Jahres noch einmal beschleunigt. Im Dezember 2022 lagen die Brutto-Werbeeinnahmen des Fernsehens bei 1,77 Milliarden Euro. 

Aufs Jahr gesehen konnten die TV-Vermarkter durch ihren Jahresendspurt die Verluste in Grenzen halten, dennoch stehen für das gesamte Jahr 2023 in Summe 3,5 Prozent weniger Brutto-Werbeeinnahmen. Bis zur Jahresmitte lag das Minus allerdings noch im zweistelligen Bereich. Daran lässt sich schon erkennen, wie groß die Aufholjagd in den letzten Monaten des Jahres war. Netto ist das Minus bei den meisten Vermarktern noch deutlich größer gewesen als die 3,5 Prozent. 

Neben dem Fernsehen verzeichneten auf Jahressicht nur die Publikumszeitschriften ein Minus bei den Brutto-Werbeeinnahmen, mit 8,1 Prozent liegt das noch ein gutes Stück höher. Die anderen Mediengattungen verzeichneten allesamt Zuwächse, allen voran der Bereich Out Of Home (+11,2 Prozent) und die Zeitungen (+7,8 Prozent) legten deutlich zu. Und während der gesamte Werbemarkt auf Jahressicht durchweg im Minus lag, gelang durch den Jahresendspurt noch der Turnaround. Am Ende steht ein Mini-Plus von 0,3 Prozent über alle Mediengattungen hinweg. Die gesamten Brutto-Werbespendings lagen 2023 bei 33,81 Milliarden Euro.

Procter & Gamble als traditionell wichtigster Werbekunde für die Medien hielt seine Brutto-Spendings ziemlich konstant bei 1,47 Milliarden Euro. Lidl auf Platz zwei legte in Sachen Brutto-Werbeausgaben deutlich zu (+44,8 Prozent), während Ferrero seine Ausgaben deutlich nach unten schraubte (-26,6 Prozent).

Wie immer gilt es bei den Nielsen-Zahlen zu berücksichtigen, dass hier die Listenpreise zugrunde gelegt werden und Rabatte, Eigenanzeigen und Tauschgeschäfte nicht berücksichtigt sind. Die tatsächlichen Einnahmen etwa der TV-Sender sind teils deutlich geringer. Dennoch sind die Nielsen-Zahlen ein Indikator für die grundsätzliche Entwicklung des Marktes.