Foto: ZDFIm Interview mit der "Tageszeitung" erklärt ZDF-Intendant Markus Schächter (Bild), wie das ZDF sich künftig verjüngen will. "Wir wissen selbst am Besten, dass wir in der Demografie ein Problem haben", sagte Schächter. Begegnen will man dem mit der filmischen Aufarbeitung künftig relevanter Themen - wie zum Beispiel jüngst mit der dreteiligen Doku-Fiction "Aufstand der Alten" - bei der man auf "eine Art Doppelschlag" hoffe: "Wir deklinieren wichtige Zukunftsthemen - und das könnte sich möglicherweise auch als Jungbrunnen für das ZDF insgesamt erweisen", so Schächter in der "taz".

Ein weiterer Vorstoß des ZDF ist im Ausbau der Mediathek zu sehen, in der künftig neben den Informationsprogrammen auch fiktionale ZDF-Formate zum Abruf bereit stehen - teilweise bereits vor der Ausstrahlung im regulären Programm. Regulatorische Probleme erwartet Schächter bei diesem Schritt nicht. Der Kostenaufwand für das Angebot wird die Schallmauer von 0,75 Prozent der Gebühreneinnahmen, zu der sich die Sender bei ihren Online-Engagements selbst verpflichten, nicht durchbrechen. "Das sind eher Fragen der klugen Vernetzung. Ins Geld ginge es nur, wenn wir im großen Rahmen Programm einstellen würden, bei dem wird nicht über alle Rechte verfügen", sagt Schächter.
 


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Für die Neuformulierung des Rundfunkstaatsvertrages im Jahr 2009 sieht Schächter strukturelle Veränderungen auf das ZDF zukommen, da die Vorgabe aus Brüssel besagt, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihre wirtschaftlichen Aktivitäten am Markt von ihren gebührenfinanzierten Programmaktivitäten trennen müssen. "Das ZDF ist aber als zentrales Unternehmen aufgestellt: Bei uns sitzt beispielsweise die Werbezeitenvermarktung mit im Haus", erklärt Schächter. "Da werden wir uns neu aufstellen müssen und brauchen eine Übergangsfrist, um vernünftige Lösungen zu finden". Mit Blick auf die kommende Gebührenrunde  sagte Schächter in der "taz": "Ich habe für jede Lösung Sympathie, die sich so gut umsetzen lässt wie die heutige - und die genau so viel Geld bringt".