Im Interview mit der "Tageszeitung" erklärt ZDF-Intendant Markus Schächter (Bild), wie das ZDF sich künftig verjüngen will. "Wir wissen selbst am Besten, dass wir in der Demografie ein Problem haben", sagte Schächter. Begegnen will man dem mit der filmischen Aufarbeitung künftig relevanter Themen - wie zum Beispiel jüngst mit der dreteiligen Doku-Fiction "Aufstand der Alten" - bei der man auf "eine Art Doppelschlag" hoffe: "Wir deklinieren wichtige Zukunftsthemen - und das könnte sich möglicherweise auch als Jungbrunnen für das ZDF insgesamt erweisen", so Schächter in der "taz".Ein weiterer Vorstoß des ZDF ist im Ausbau der Mediathek zu sehen, in der künftig neben den Informationsprogrammen auch fiktionale ZDF-Formate zum Abruf bereit stehen - teilweise bereits vor der Ausstrahlung im regulären Programm. Regulatorische Probleme erwartet Schächter bei diesem Schritt nicht. Der Kostenaufwand für das Angebot wird die Schallmauer von 0,75 Prozent der Gebühreneinnahmen, zu der sich die Sender bei ihren Online-Engagements selbst verpflichten, nicht durchbrechen. "Das sind eher Fragen der klugen Vernetzung. Ins Geld ginge es nur, wenn wir im großen Rahmen Programm einstellen würden, bei dem wird nicht über alle Rechte verfügen", sagt Schächter.



