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Radio-Update vom 9. November

RBB holt RTL-Mann, Klee tauscht Berge gegen Meer

 

Verlust für RTL Radio: Holger Lachmann, seit mehr als 20 Jahren fürs Privatradio tätig, wechselt Anfang 2018 zum RBB. Der Privatsender R.SH holt sich derweil Verstärkung von der erfolgreichen österreichischen Welle Antenne Vorarlberg.

von Alexander Krei
09.11.2017 - 12:06 Uhr

Holger Lachmann
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Der RBB holt sich Unterstützung vom Privatradio: Die Landesprogramme des Rundfunk Berlin-Brandenburg bekommen im Frühjahr 2018 mit Holger Lachmann erstmals einen gemeinsamen Leiter ihrer Musikredaktionen. Seit 1998 leitet er die Musikredaktion des RTL Radio Centers in Berlin, in dieser Funktion verantwortete Holger Lachmann die strategische Gestaltung und Planung der Musik unter anderem für 104.6 RTL und 105'5 Spreeradio. "Er ist ein leidenschaftlicher Radiomacher und kennt den Radiomarkt in der Region so gut wie kaum ein anderer", so RBB-Chefredakteur Christoph Singelnstein. "Holger Lachmann hat in seiner jahrzehntelangen Karriere als Musikjournalist ganz unterschiedliche Radioformate gestaltet - vom Hit-orientierten Mainstream-, über Oldie- bis hin zum Jugendformat. Ich bin überzeugt, er wird unsere Landesprogramme Antenne Brandenburg und radioBerlin 88,8 weiter nach vorn bringen."

R.SH
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Dirk Klee wechselt Ende Januar 2018 von Antenne Voralberg, dem erfolgreichsten Privatradio Österreichs, zu R.SH. Während seiner Zeit bei Antenne Voralberg gelang es ihm, den Marktanteil des Senders in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen zu verdoppeln und zuletzt sogar den Platzhirschen Ö3 hinter sich zu lassen. "Wir freuen uns, mit Dirk Klee einen erfolgreichen und leidenschaftlichen Radio-Mann für den meistgehörten Sender in Schleswig-Holstein gewonnen zu haben. Mit seinen umfangreichen Erfahrungen bringt er alles mit, um R.SH als Programmchef weiterhin erfolgreich am Hörermarkt zu halten. Dafür wünsche ich ihm alles Gute“, so Dirk van Loh, Geschäftsführer Radio der Regiocast. Klee selbst freut sich auf die Aufgabe: "Dass ich das Steuerrad an Bord des ersten landesweiten Privatsenders in Deutschland übernehme ist eine Ehre und schöne Herausforderung, der ich mich mit Freude und Neugier stelle."

Klassik Radio
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Das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren um die drei UKW-Frequenzen in Darmstadt, Frankfurt und Friedberg wird aufgehoben. Das hat die der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) beschlossen. Hintergrund der Entscheidung ist die Ankündigung von Klassik Radio, das Programm künftig nur noch digital über DAB+ zu verbreiten. Damit können die bislang von Klassik Radio genutzten UKW-Frequenzen in Frankfurt, Gießen, Kassel, Marburg und Wetzlar an andere Hörfunkveranstalter vergeben werden. Diese Entwicklung eröffnet für die hessische UKW-Radiolandschaft neue Möglichkeiten: Auf die im Frühjahr 2017 ausgeschriebenen drei UKW-Frequenzen haben sich sechs Hörfunkveranstalter beworben. Mit der Neuausschreibung der Frequenzen ist bis Anfang 2018 zu rechnen.

Foto: Photocase
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Mindestens elf Hörfunkprogramme haben ihr Interesse an einer Digitalradio-Versorgung im Saarland signalisiert. Dabei handelt es sich um folgende Anbieter: Central FM Media GmbH für Radio Saarschleifenland, Funkhaus Saar GmbH für die Sender Radio Homburg, Radio Neunkirchen, Radio Saarbrücken sowie für alle zukünftig lizenzierten Programme der Funkhaus Saar Gmb, lulu media GmbH für ihr Programm lulu fm, MSM Medien Saar Mosel GmbH für zwei Hörfunkprogramme, einen landesweiten Hörfunk-Musiksender im AC-Format und einen landesweiten Dauer-Hörfunk-Infokanal, Radio Salü Euro-Radio Saar GmbH für die landesweite Verbreitung ihres Programms CLASSIC ROCK RADIO neben der schon bestehenden DAB+ – Verbreitung ihres Programms RADIO SALÜ, Verein Association Musique sans Frontières für sein Programm Radio Melodie sowie TopStar Radio S.a.r.l. für ihr Programm Antenne Luxemburg.

Media Broadcast
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Durch die Media Broadcast GmbH wurde Interesse für den Betrieb einer DAB+- Plattform im Saarland signalisiert, innerhalb derer eine Vielzahl von vielfältigen Hörfunkangeboten verbreitet werden könnte. Neben Media Broadcast haben zudem die Central FM Media GmbH sowie die MSM Medien Saar Mosel GmbH im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens Interesse an einem Digitalradio-Plattformbetrieb im Saarland signalisiert. Weitere Veranstalter wie das Domradio des Bildungswerks der Erzdiözese Köln e. V. sowie Kraftpaket, das Radio von Wilfried Eckel, haben der LMS ihr Interesse an einer Digitalradio-Versorgung im Saarland bereits zuvor signalisiert.

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