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Radio-Update vom 18. Januar

NDR übernimmt ARD-Hitnacht, Hirschhausen bei hr1

 

Die "ARD-Hitnacht" kommt künftig nicht mehr vom SR, sondern vom NDR, Radio NRW bietet neues Nachtprogramm und Radio Schlagerparadies schielt auf die WDR4-Hörer. Außerdem: Eckart von Hirschhausen bei hr1, neues Talkformat bei 89.0 RTL.

von Uwe Mantel
18.01.2018 - 12:26 Uhr

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Im Zuge der Einsparbemühungen sollen die ARD-Hörfunkwellen künftig im Nachtprogramm stärker kooperieren als bisher. Einen Schritt in diese Richtung hat man nun bei der "ARD-Hitnacht" übernommen. Bislang war das nächtliche Programm vom Saarländischen Rundfunk produziert worden (mit Ausnahme der Nacht von Samstag auf Sonntag, die vom WDR kam) und von hr4, Antenne Brandenburg, SR 3 Saarlandwelle, SWR4 Baden-Württemberg, SWR4 Rheinland-Pfalz sowie WDR 4 übernommen worden. Bayern 1 stieg erst 2016 aus und produziert seither wieder ein eigenes Nachtprogramm. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam nun erstmals die neue ARD-Hitnacht vom bislang gar nicht beteiligten NDR. Sie geht aus der bisherigen "NDR 1 Nacht" hervor und wird nun zusätzlich auch auf den zuletzt schon an der Hitnacht beteiligten Wellen zu hören sein. Musikalisch verspricht man "einen harmonischen und melodiösen Mix der besten Musik der vergangenen fünf Jahrzehnte".  Die Nachrichten zur vollen Stunde mit deutschlandweitem Wetter werden von der Zentralen Nachrichtenredaktion des NDR Hörfunks erstellt. Das NDR Verkehrsstudio liefert zweimal pro Stunde einen aktuellen Überblick über die Verkehrslage in Deutschland. Der NDR produziert die "Hitnacht" übrigens bis 6 Uhr morgens, sendet sie aber selbst nur bis 5 Uhr, weil dann bei NDR 1 das Morgenprogramm beginnt.

Schlagerparadies
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Durch die Umstellung entfällt auch der "Rhythmus der Nacht" der bislang in der Nacht von Samstag auf Sonntag von WDR 4 produziert wurde. In diese entstehende Lücke will nun Radio Schlagerparadies stoßen und sendet in Zusammenarbeit mit der Hitmix Musikagentur von Erich Öxler in der Nacht auf Sonntag zwischen 0 und 6 Uhr den "Hitmix der Nacht". Gespielt werde "alles, was tanzbar ist". Programmchef Frank Brach. "Nachdem bekannt wurde, dass “Rhythmus der Nacht” eingestellt wird, war uns wichtig, dass alle Fans und Nachtschwärmer ein neues Zuhause finden, um weiterhin Discofox und Tanzschlager in der Nacht von Samstag auf Sonntag hören zu können." Der Sender wird bundesweit via DAB+, Satellit und Internet verbreitet und ist auch in zahlreichen Kabelnetzen verfügbar.

Radio NRW
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Ein neues Nachtprogramm haben auch die Lokalradios in NRW erhalten: Seit Beginn der Woche sendet es unter dem Titel "NOXX". Im Vordergrund sollen "Musik, Unterhaltung und charismatische Moderatoren" stehen. Zu hören geben soll es nicht das übliche Radio-Einerlei, sondern verstärkt auch "brandneue Songs mit großem Hit-Potential" und Titel, die man schon länger nicht mehr im Radio gehört hat. Dazu verspricht man spannende Infos über neue Künstler, exklusive Interviews und Unplugged-Aufnahmen. "NOXX ist anders – anregend und interaktiv und damit die perfekte Begleitung für alle, die die Nacht zum Tag machen wollen oder müssen", heißt es seitens Radio NRW.

89.0 RTL
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Mit dem "Reality-Check" hat 89.0 RTL in dieser Woche ein neues Talkformat an den Start gebracht. Die Sendung läuft fortan einmal im Monat dienstags zwischen 19 Uhr 20 Uhr, zum Nachhören gibt's die Sendung auch online. Statt mit irgendwelchen Promis spricht Marvin Standke darin mit Menschen mit Menschen mit ungewöhnlichen Lebensläufen. So sind etwa Gespräche mit Häftlingen, Obdachlosen, Auswanderern, Priestern oder auch schwerkranken Menschen geplant. In der ersten Folge war Maria Ruhmer zu Gast, die seit eineinhalb Jahren nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und ihr Leben komplett umstellen musste. Standke: "Ich treffe gerne neue Menschen und stelle immer eine Frage mehr. Mir ist es wichtig, Vorurteile abzubauen und gemeinsam mit meinen Hörern über den Tellerrand zu schauen. Es ist genau die richtige Zeit, sich wieder mehr gegenseitig zuzuhören in dieser Welt. Ich will verstehen, warum Menschen bestimmte Dinge in ihrem Leben tun, was sie antreibt, was sie zu dem macht, was sie sind. Das mache ich sonst abends, wenn ich mit Freunden unterwegs bin. Und jetzt darf ich das im Radio machen. Das ist eine Riesenchance. Die möchte ich nutzen und das Wissen an viele Hörer weitergeben."

Eckart von Hirschhausen
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Eckart von Hirschhausen wird künftig regelmäßig als Comedian bei hr1 zu hören sein. Seine Rubrik "Der Nächste bitte!" läuft immer am Mittwochmorgen gegen 8:10 Uhr.  Darin soll er unter anderem Hörerfragen zu Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden auf unterhaltsame Art beantworten. Für Eckhard von Hirschhausen ist es gewissermaßen eine Rückkehr: 1998 hatte er seine mediale Karriere beim Hessischen Rundfunk mit der Ratgeber-Sendung "service: gesundheit" begonnen.

Uwe Ochsenknecht
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Unter die Radiomacher ist unterdessen auch der Schauspieler Uwe Ochsenknecht gegangen: Immer montags zwischen 20 und 21 Uhr ist er nun beim Inselradio Mallorca mit "Ochs in the Box" zu hören, wo er seine persönlichen Lieblingshits spielen will. Jede Sendung steht unter einem anderen Oberthema - mal geht es unter dem Motto „Dead Artists“ um Musiklegenden, mal holt Uwe Ochsenknecht seine besten Rock und Soulplatten aus dem Regal und plaudert dazu aus dem Nähkästchen. Geschäftsführer Daniel Vulic: "Wir freuen uns, dass wir mit Uwe Ochsenknechts 'Ochs in the Box' eine wirklich ausgefallene, neue Sendung für unser Programm bekommen haben. Die Musik-Titel, die Uwe Ochsenknecht ausgewählt hat, sind wirklich handverlesene, kleine Leckerbissen mit einer ganz persönlichen Note. Ich kann wirklich jeden nur einladen montags zwischen 20.00 Uhr und 21.00 Uhr das Inselradio Mallorca einzuschalten."

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