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Radio-Update vom 15. Februar

Peter Fox macht Polittalk, digitale Nutzung in UK bei 50%

 

Pierre Baigorry, besser bekannt als Peter Fox, macht für Radioeins einen neuen Polittalk-Podcast. Mehrere Radiosender schließen sich zusammen, um Daten für Programmatic Advertising zu liefern. Und in UK knackt das digitale Radio bald die 50-Prozent-Marke

von Uwe Mantel
15.02.2018 - 12:53 Uhr

Pierre Baigorry (Peter Fox)
© rbb/Ralf Schuster
Pierre Baigorry, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Peter Fox, wagt sich auf ungewohntes Terrain und macht für Radioeins künftig einen politischen Talk. Die erste Folge von "Politricks" war am Mittwochabend bereits bei Radioeins zu hören und steht nun als Podcast zur Verfügung. In der Reihe spricht Baigorry monatlich mit Menschen, "die sich wirklich auskennen, die sich intensiv mit wichtigen Fragen beschäftigen und nach Antworten suchen." Die Lösungsvorschläge dieser Fachleute will Pierre Baigorry dann mit Politikern diskutieren. Damit will er sich deutlich von etablierten Medienformaten unterschieden. Ihn störe "das ganze schlechte Theater in den Talkshows, das Gezanke der Parteien um Symbolfragen und die durchschaubare, bisschen peinliche Art, wie Politiker Dinge sagen, von denen sie denken, dass ihre Wähler das hören wollen, anstatt möglichst ehrlich zu sein", so Baigorry, der erklärt: "Ich stelle normale Fragen, die viele von Euch auch haben. Oder manche von Euch vielleicht auch nicht, weil die Zeit fehlt, sich um solche Sachen zu kümmern." Zur ersten Folge

Thomas Kabke-Sommer
© Thomas Kabke-Sommer
Regiocast, NWZ/Frank Otto sowie Radio 7, bigFM, Antenne1, RPR Radio und Radio Regenbogen machen in Sachen Vermarktung gemeinsame Sache und gründen Crossplan Deutschland. Gemeinsam will man Werbekunden Services im programmatischen Datamanagement und in der Konzeption von Content Driven Audio-Kampagnen anbieten. Crossplan Deutschland sitzt in Hamburg und wird für mehr als 20 Radiosender die digitalen Audio-Inventare aus über 40 Millionen Hörstunden pro Monat bündeln, strukturieren und in Zielgruppen-Segmente für den Werbemarkt aufbereiten. Die Geschäftsführung übernimmt Thomas Kabke-Sommer (Foto). "Die Kombination aus relevanter Reichweite und datenbasierter Zielgruppenansprache liefert den größten Hebel für eine signifikant bessere Werbeeffizienz. Daher zählen die umfassende Sammlung von relevanten Daten und die darauf basierende Veredelung von Audio-Werbeinventar zu den wichtigsten Aufgaben, denen sich die Gattung widmen muss. Über kurz oder lang werden fast alle Werbeinventare digital ansteuer- und programmatisch optimierbar sein. Dafür bedarf es einer breiten Daten-Basis. Wir begrüßen es daher sehr, dass führende Privatsender mit der Gründung von Crossplan Deutschland eine übergreifende Datenstrategie umsetzen, die First Party Data, also eigene Datensammlungen, in ausreichender Quantität und Qualität für die Vermarktung zur Verfügung stellt“, erklärt Frank Bachér, Digitalchef des Audiovermarkters RMS.

Foto: photocase.com
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Ein UKW-Abschaltdatum in Großbritannien rückt möglicherweise näher: 2010 hatte die damalige britische Regierung festgelegt, dass sie eine UKW-Abschaltung erwägen würde, wenn die Nutzung zur Hälfte auf die digitalen Wege entfallen würde. Dieser Punkt steht nun kurz bevor. Nach Zahlen des Marktforschungsinstituts RAJAR entfällt inzwischen nämlich 49,9 Prozent des Konsums auf digitale Plattformen. Den Löwenanteil macht dabei die DAB+-Nutzung aus (36,3 Prozent), auf Internet und Apps entfallen nur 8,5 Prozent. Die Privatradios sind dabei bereits über der 50-Prozent-Marke, Nachzügler sind nur einige BBC-Programme mit einer älteren Zielgruppe. Für Aufschwung sorgt unter anderem die deutlich wachsende Verbreitung von Digitalradio im Auto, hier ging's um ein Viertel nach oben.

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