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Radio-Update vom 17. Mai

Neue Führung für B5 aktuell, Radio-Konferenz legt zu

 

Der BR hat schon jetzt die Weichen für 2020 gestellt und eine neue Chefin für B5 aktuell bestimmt. Die Bundesliga-Übertragungen der ARD-Radio haben derweil Hörer hinzugewinnen können. Außerdem: Der WDR ist bei Radio NRW raus.

von Alexander Krei
17.05.2018 - 10:14 Uhr

Sylvie Stephan
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Wechsel an der Spitze des Informationsprogramms B5 aktuell: Ab Frühjahr 2020 wird Sylvie Stephan den Sender des Bayerischen Rundfunks verantworten. Max Stocker, seit 2006 Redaktionsleiter von B5 aktuell, geht bereits zum 1. Juni 2018 in den Ruhestand. Bis Stephan kommt, wird Steffen Jenter die Leitung der Programmredaktion kommissarisch übernehmen. Dass die Übergabe des Staffelstabs noch so lange dauert, hängt damit zusammen, dass Sylvie Stephan bis dahin als ARD-Pressesprecherin fungiert. "Sie bringt höchste journalistische Kompetenz, Führungsstärke und jahrelange Kommunikationserfahrung im In- und Ausland mit", so BR-Intendant Ulrich Wilhelm.

Bundesliga
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Die Bundesliga-Übertragungen in den ARD-Radioprogrammen haben in der vergangenen Saison Hörerzuwächse verzeichnen können. Nach Angaben der ARD schaltete am Samstagnachmittag zwischen 15 Uhr und 18 Uhr rund 8,3 Millionen Hörer ein, somit verfolgen laut media analyse 2018 Audio I rund eine halbe Million Hörer mehr die Reportagen aus den Stadien als in der vergangenen Saison. "Die ARD-Bundesligakonferenz ist die Kultsendung zur Fußball-Bundesliga im Radio und jeden Samstag aufs Neue ein Erlebnis, gerade wenn live in der Konferenzschaltung in den Stadien der Republik Tor um Tor fällt", sagte Martin Wagner, Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission. "Dieses Format steht pars pro toto für die Unmittelbarkeit und Lebendigkeit des Mediums Radio."

Radio NRW
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Der Radiomarkt in Nordrhein-Westfalen war bislang in seltsam anmutender Weise aufgebaut: Der WDR ist zugleich mit knapp 25 Prozent am größten Konkurrenten, dem Lokalsenderverbund Radio NRW, beteiligt. Doch damit ist nun Schluss: Wie geplant ist der Verkauf der Anteile an Radio NRW inzwischen abgeschlossen worden. In dem geschlossenen Übertragungsvertrag zwischen beiden Seiten seien nunmehr "alle Voraussetzungen erfüllt", heißt es. Die Radio NRW GmbH hält damit künftig 24,9 Prozent, RTL Radio Deutschland 16,1 Prozent. Größter Gesellschafter bleibt die Pressefunk NRW GmbH mit 59 Prozent, an der wiederum mehr als 30 Verlagsgesellschaften aus Nordrhein-Westfalen beteiligt sind.

SWR2
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SWR2 hat zum 15. Mai eine App gestartet, die alle Sendungen in voller Länge live und zeitversetzt anbieten soll. Bis zu sieben Tage nach der Live-Sendung sind die Formate abrufbar. Zum Start der App ist auch das neue siebenteilige Hörspiel-Serial "We love Israel", das anlässlich des 70. Jahrestags der Staatsgründung entstanden ist. SWR2 Programmchef Wolfgang Gushurst: "Das Radiohören heute ist im Vergleich zu früher vielfältiger geworden, gleichzeitig wird von einer Radio-App eine selbsterklärende und alltagstaugliche Bedienbarkeit erwartet. Während bis vor wenigen Jahren der richtige Einschaltzeitpunkt nicht verpasst werden durfte, um eine bestimmte Sendung hören zu können, verfügen wir heute über zahlreiche Möglichkeiten, Sendungen 'nachzuhören'. Die neue SWR2 App bietet hier einen deutlichen Mehrwert gegenüber bestehenden Podcast-Angeboten."

Antenne Münster
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Antenne Münster führt das "Du" ein: Neuerdings haben die Moderatorinnen und Moderatoren des Radiosenders das förmliche "Sie" in ein lockeres "Ihr" und "Du" eingetauscht. Ausgenommen sind jedoch die Nachrichten: Hier sollen die Sprecher die direkte Anrede vermeiden. Auch im Gespräch mit Studiogästen wählen die Moderatoren je nach Anlass auch weiterhin das "Sie". Antenne-Münster-Chefredakteur Stefan Nottmeier spricht von einer "kleinen Radio-Revolution" für den Sender und sagt: "Wir haben uns dazu entschieden, weil wir das Gefühl haben, dass wir unseren Hörern in den vergangenen Jahren schon sehr nahegekommen sind. Die Münsteraner sehen uns nicht als irgendeinen Radiosender, sondern als persönlichen Begleiter und Freund." Die Entscheidung sei deshalb kein Zeichen von Unhöflichkeit oder Respektlosigkeit, sagt Nottmeier, sondern sei Wunsch vieler Hörer.

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