Fußball-WM 2026 © FIFA
Eine böse Überraschung für die TV-Partner hatte die FIFA bei der Bekanntgabe der Anstoßzeiten für die Fußball-Weltmeisterschaft in der XXL-Version in diesem Jahr parat. Denn während ursprünglich während der Verhandlungen über die Vergabe der TV-Rechte von vier verschiedenen Anstoßzeiten - hierzulande 18, 21, 0 und 3 Uhr - die Rede gewesen sein soll, sind es nun letztlich 15 verschiedene zwischen 18 und 6 Uhr morgens geworden. Wie die dpa berichtet, hatte die FIFA dieses Wirrwarr im Vorfeld nicht kommuniziert. Damit laufen noch mehr Spiele als ohnehin erwartet hierzulande erst zu nächtlicher Zeit, über die Hälfte beginnt erst nach Mitternacht.

Magenta TV © Telekom
Die deutschen Partner - allen voran die Deutsche Telekom, die alle 104 Spiele überträgt, sowie ARD und ZDF mit jeweils 30 Übertragungen - wollen sich nicht explizit äußern, die dpa berichtet von Gesprächen der Telekom mit der Fifa über den Vertrag. Eine teilweise Refinanzierung durch Werbung ist bei nächtlichen Spielen schwieriger. ARD und ZDF dürften durch die Zeitverschiebung aber ohnehin damit gerechnet haben, dass ein Großteil der Spiele nach der Werbegrenze um 20 Uhr zu sehen sein wird. Dass es keine festen Anstoßzeiten gibt, macht die Programmplanung trotzdem anspruchsvoller und fürs Publikum auch verwirrender. Immerhin: Das erste deutsche Spiel gegen Curaçao startet schon um 19 Uhr deutscher Zeit, die beiden weiteren Vorrunden-Partien dann um 22 Uhr. Unangenehmer trifft es Österreich: Hier startet eine von drei Partien um 4 Uhr, eine um 6 Uhr morgens.

Das Erste & ZDF © ARD/ZDF
Die ARD hat in der Saison 2023/24 insgesamt 2,3 Millionen Euro an Honoraren an ihre Sport-Expertinnen und -Experten gezahlt, in der Saison 2022/23 belief sich die Zahl auf 1,99 Millionen Euro. Ins Jahr 2023/24 fielen allerdings unter anderem die Fußball-EM und Handball-EM in Deutschland, auch die Olympia-Übertragungen aus dem Sommer 2024 sind hier mit enthalten. Für die insgesamt 14 Moderatorinnen und Moderatoren von Sportsendungen wurden im selben Zeitraum 1,81 Millionen Euro ausgegeben - das waren 100.000 weniger als in der Saison zuvor. Das ZDF beziffert die Ausgaben für Sportexpertinnen und -experten auf 1,7 Millionen Euro, für die Moderatorinnen und Moderatoren auf 1,19 Millionen Euro. Angaben zu Einzelhonoraren machten ARD und ZDF nicht. Generell heißt es seitens der ARD: "Der hohe Wert für Publikum wie Programm spiegelt sich in den Vergütungen wider und richtet sich nach dem Marktwert der beschäftigten Moderatoren/innen oder Experten/innen."

Sportdigital 1+ © Sportdigital
Sportdigital hat sich kurzfristig die Rechte am TFF Süper Kupa, dem türkischen Supercup gesichert und wird das erste Halbfinale zwischen Galatasaray und Trabzonspor - und somit mit Leroy Sané und Ilkay Gündogan - bereits am heutigen Montagabend live ab 18:25 Uhr übertragen. Am Dienstag tritt dann Fenerbahçe als klarer Favorit gegen Samsunspor an. Ob dem Außenseiter unter dem deutschen Trainer Thomas Reis ein Überraschungssieg gewinnt, ist ebenfalls ab 18:25 Uhr live zu sehen. Das Finale gibt es dann am 10. Januar ab 18.25 Uhr zu sehen. Alle Spiele laufen sowohl linear bei Sportdigital als auch bei Sportdigital1+.

Sport in Zahlen

ZDF © ZDF
Die Vierschanzentournee hat auch am vergangenen Wochenende wieder für herovrragende Quoten gesorgt. Die Übertragen des dritten Springens am Sonntag aus Innsbruck verfolgten im Schnitt 3,89 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer im ZDF - das war ein ähnliches Niveau wie beim Auftakt-Springen Ende Dezember. Der Marktanteil belief sich auf 28,9 Prozent beim Gesamtpublikum und 19,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Am Samstag hatte schon das Qualifikationsspringen 3,02 Millionen Wintersport-Fans zum ZDF gelockt. Auch damit waren hervorragende Marktanteile von 25,8 Prozent insgesamt und 15,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen drin. Dass die Springen auch im ZDF laufen, macht es Eurosport natürlich schwerer, selbst ein großes Publikum mit den eigenen Übertragungen zu erreichen. Am Sonntag sahen trotzdem immerhin 180.000 Zuschauerinnen und Zuschauer dort zu, der Marktanteil lag bei 1,3 Prozent beim Gesamtpublikum, 0,5 Prozent wurden bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt.