Sports-Update vom 13. April
ZDF zurück bei Tour de France, DFB verschiebt Ausschreibung
© ZDF/Maik Floeder
Die Tour de France wird auch künftig im Ersten zu sehen sein, ab 2027 steigt aber auch wieder das ZDF mit ein. Außerdem: Weil der Sky-Deal von RTL noch nicht durch ist, werden die Übertragungsrechte der 3. Liga später vergeben. Und Eurosport zeigt zwei Tennis-Turniere.
© Tour de France
Das ZDF kehrt nach einer langen Pause zur Tour de France zurück. So haben sich ARD und ZDF mit der Amaury Sport Organisation (ASO) auf einen Erwerb der entsprechenden Rechte geeinigt, die Vereinbarung gilt bis einschließlich 2028. Während die ARD die Etappen, wie schon in den zurückliegenden Jahren, auch 2026 parallel zu Eurosport übertragen wird, steigen die Mainzer ab 2027 mit ein. Bis 2011 wechselten sich ARD und ZDF schon einmal bei den Übertragungen ab, damals stiegen beide Sender aufgrund etlicher Dopingfälle aus der Tour aus. Die ARD kehrte einige Jahre später zurück - das ZDF nicht. Wie genau sich ARD und ZDF die Übertragungen 2027 aufteilen, ist aktuell noch unklar. Die diesjährige Frankreich-Rundfahrt startet am 4. Juli und endet am 26. Juli. Teil der Vereinbarung ist neben der Tour de France auch die Tour de France Femmes. Gesichert haben sich ARD und ZDF zudem die Live- und Nachverwertungsrechte von der Deutschland Tour, den Cyclassics Hamburg und einigen anderen Rad-Klassikern.
© DFB
Der DFB hat die Ausschreibung der Übertragungsrechte an der 3. Liga für den Zeitraum ab 2027/28 überraschend verschoben. Dieser Prozess sollte eigentlich im Mai starten, nun wird das Prozedere wohl erst im September über die Bühne gehen. Der Hintergrund der Verschiebung ist durchaus interessant: Laut "Sport Bild" hatte man sich bei dem DFB zu dem Schritt entschieden, weil die geplante Übernahme von Sky Deutschland durch RTL noch nicht in trockenen Tüchern ist. RTL will den Pay-TV-Sender noch im ersten Halbjahr 2026 übernehmen, aktuell wartet man auf die Freigabe des Deals durch die EU-Kommission. Aktuell liegen die Rechte für die Übertragungen bei der Deutschen Telekom, die ARD hat Sublizenzen vom Unternehmen erworben. Beim DFB hofft man wohl unter anderem darauf, dass RTL/Sky den bestehenden Rechteinhabern Konkurrenz macht, wenn klar ist, wie man künftig aufgestellt sein wird.
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Um die Zuschauerinnen und Zuschauer auf die French Open (24. Mai bis 7. Juni) einzustimmen, hat Eurosport jetzt die Ausstrahlung von zwei anderen Sandplatz-Turnieren in Aussicht gestellt. Beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart trifft sich die internationale Spitze der Frauen, während die Männer bei den BMW Open in München aufschlagen. Ausgewählte Matches beider Events sind vom 13. bis 19. April live im Free-TV bei Eurosport 1 zu sehen, weitere bei HBO Max und discovery+. Die BMW Open sind darüber hinaus auch bei Joyn zu sehen, Halbfinale und Finale werden zusätzlich bei ProSieben Maxx übertragen. Bei den French Open können die Fans übrigens erneut zwischen HBO Max und discovery+ im Streaming wählen, bei Eurosport ist dann jeweils das Topmatch des Tages zu sehen.
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Darüber hinaus hat Warner Bros. Discovery (WBD) seine bestehende Partnerschaft mit dem Internationalen Fechtverband (FIE) verlängert. WBD bleibt damit offizieller Broadcaster der wichtigsten internationalen Fechtwettbewerbe in 75 Märkten in Europa und Asien - darunter auch Deutschland. Die Vereinbarung umfasst die Live-Übertragung der FIE-Weltmeisterschaften, der FIE-Europameisterschaften sowie Highlights der Grand-Prix-Serien in Degen, Florett und Säbel. Die Berichterstattung erfolgt über Eurosport, TNT Sports (UK & Irland) sowie die Streaming-Plattformen discovery+ und HBO Max. Darüber hinaus übernimmt WBD die globale Rechtevermarktung, Sponsoring-Aktivitäten sowie die Produktion redaktioneller und digitaler Inhalte. Damit will man die Sichtbarkeit des Sports steigern.
© B 14 / Sky Deutschland
Sky hat einen Ausstrahlungstermin für die Doku "Ein Sommer in Italien - Die WM 1990" angekündigt. Der Film, der aktuell noch im Kino zu sehen ist, steht ab dem 15. Mai bei Sky und Wow zum Abruf bereit. Der Streifen erzählt noch einmal von jenem Sommer vor 36 Jahren, in dem Deutschland unter Teamchef Franz Beckenbauer Fußball-Weltmeister wurde. Gezeigt werden unter anderem bislang unveröffentlichte Aufnahmen "aus dem Innersten der Mannschaft" sowie Interview mit beispielsweise Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann, Rudi Völler und Bodo Illgner. Produziert wurde die Doku von B|14 FILM Produktion (Koproduzent: Tobis, Sky), Regie führten Vanessa Goll und Nadja Kölling.
Sport in Zahlen
© ARD
Über den Abschluss bei den Übertragungsrechten der Tour de France hatten wir weiter oben berichtet. Passend dazu hat Das Erste am Sonntag den Radklassiker Paris - Roubaix übertragen, die Quoten blieben dabei auf einem überschaubaren Niveau. Das Rennen der Männer sahen 710.000 Menschen, 6,5 (gesamt) und 6,4 Prozent Marktanteil (14-49) waren die Folge. Sehr zufrieden sein kann dagegen Eurosport, wo das komplette Rennen zu sehen war. Die mehr als sechsstündige Übertragung erreichte dort 260.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 4,2 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum.
© Sport1
Trotz dieser guten Werte verpasste Eurosport am Sonntag den Sprung in die Top 20 der erfolgreichsten Sender des Tages. Anders Sport1, das mit einem Tagesmarktanteil in Höhe von 1,4 Prozent immerhin auf Rang 18 landete. Möglich wurde das durch das starke Vormittags- und Mittagsprogramm. Allen voran der "Doppelpass" wusste mit 8,6 Prozent zu überzeugen, 630.000 Menschen sahen zu. Davor und danach holte "Bundesliga Pur" hervorragende Quoten. Die ab 18 Uhr gezeigte Icon League konnte da nicht mithalten, nur 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten ein und sorgten so für 0,2 Prozent Marktanteil.
© Screenshot ProSieben Maxx
Bei ProSieben Maxx ist am Sonntag das EM-Qualifikationsspiel der deutschen Handball-Nationalmannschaft der Frauen zu sehen gewesen. Und mit 45:25 setzte sich das Team sehr klar gegen Belgien durch. 160.000 Menschen sahen die erste Halbzeit des Matches, 200.000 die zweite. In der klassischen Zielgruppe wurden damit 1,6 und 1,7 Prozent Marktanteil gemessen. Damit lag die Übertragung etwas unter dem Senderschnitt, unzufrieden muss man damit in Unterföhring aber nicht sein - sportlich war bereits vor dem Anpfiff alles entschieden, das Team hatte sich längst für die EM qualifiziert.
ZDF zurück bei Tour de France, DFB verschiebt Ausschreibung
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