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Sports-Update vom 25. Juli

Perform investiert in Japan, Check 24 setzt auf Fußball

 

Die Perform Group will auch in Japan mit ihrem Streamingdienst DAZN angreifen und hat hierfür sehr langfristig die Rechte an der J-League erworben. Check 24 wird indes Sponsor der "Sportschau". Außerdem: Die Tour de France endet unspektakulär.

von Alexander Krei
25.07.2016 - 10:00 Uhr

DAZN
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Die Perform Group investiert weiter - und hat sich nun die japanische J-League ausgesucht. Das Unternehmen hat die TV-Rechte für gleich zehn Jahre erworben und zahlt dafür bis zum Jahr 2026 rund 1,8 Milliarden Euro. Gezeigt werden sollen die Spiele künftig auf der Streamingplattform DAZN, die Perform auch hierzulande in wenigen Wochen starten möchte. Dabei handelt es sich ausschließlich um die digitalen Medienrechte, die klassische TV-Verbreitung bleibt von der Vereinbarung unberührt. Nach Angaben des Branchendienstes "Sponsors" ist es der größte Sportmediendeal in der Geschichte Japans - alleine mit dem nun geschlossenen Digital-Deal sollen die Einnahmen der J-League im Vergleich zu jetzt vervierfacht worden sein. Geld, das die Liga gut gebrauchen kann: Die Einnahmen sollen in besseres Marketing und den Bau reiner Fußballarenen investiert werden.

Sportschau
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Check 24 wird in der kommenden Bundesliga-Saison einer der beiden Sponsoren der "Sportschau". Das Unternehmen löst Renault ab, Krombacher bleibt weiterhin an Bord. Zwischen Juli 2016 und Juni 2017 wird das Vergleichsportal mit sieben-sekündigen Trailern on air sein. Darüber hinaus tritt Check 24 bei RTL als Gewinnspielsponsor bei den WM-Qualifikationsspielen der Fußball-Nationalmannschaft auf und löst Mercedes-Benz in dieser Funktion ab. "Mit zwei hochklassigen Formaten für Fußballfans startet Check 24 seine Sportsponsoring-Aktivitäten", so Geschäftsführer und Sprecher Christoph Röttele. "In solchen Premium-Umfeldern werden wir in Zukunft unser Engagement weiter ausbauen."

Basketball
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Die Basketball-Bundesliga (BBL) hat einen neuen Namenssponsor. Die TeamBank AG, ein Unternehmen der DZ Bank Gruppe mit Sitz in Nürnberg, sicherte sich für seine Produktmarke easyCredit das Namensrecht mit weiteren Leistungen für die kommenden fünf Jahre mit Option für weitere drei Jahre. Damit wird aus der Basketball Bundesliga zum Start in ihre 51. Spielzeit die easyCredit Basketball Bundesliga. Über das finanzielle Volumen des zunächst bis zum Saisonende 2020/2021 laufenden Kontraktes, der durch Infront vermittelt wurde, vereinbarten beide Parteien Stillschweigen. "Fünf Jahre sind ein klares Statement und das Versprechen, etwas mitzugestalten. Für beide Parteien eine Win-win-Situation", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz.

Twitter
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Die National Basketball Association (NBA) und der Kurznachrichtendienst Twitter haben eine Ausdehnung ihrer Zusammenarbeit für die kommende NBA-Saison angekündigt. Somit werden ab nächster Saison exklusive Berichte und zusätzliche Videos auf den Plattformen Twitter, Vine und Periscope veröffentlicht. "Wir freuen uns darauf, Live-Inhalte auf Twitter zu bringen, das sich als idealer Ort für Diskussionen über Echtzeit-Sportereignisse erwiesen hat", so NBA-Commissioner Adam Silver. Er erhofft sich davon, das Spiel, die Teams und die Spieler selbst näher an die Fans herauszubringen. Twitter-CEO Jack Dorsey: "Wir sind glücklich, unseren weltweiten Nutzern noch mehr NBA-Inhalte zur Verfügung zu stellen."

Sport in Zahlen

Bild: SR
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Die Tour de France ist mit unspektakulären Quoten zu Ende gegangen: 1,57 Millionen Zuschauer verfolgten am Sonntag die letzte Etappe im Ersten und trieben den Marktanteil auf nur 9,4 Prozent. Ein zweistelliger Wert, wie er noch am Tag zuvor drin war, wurde damit also verpasst. Bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte die letzte Etappe unterdessen sehr mäßige 4,7 Prozent Marktanteil. Ein durchschlagender Erfolg war die Frankreich-Rundfahrt damit aus Quotensicht zwar nicht - unterm Strich kann man bei der ARD aber doch recht zufrieden sein. Eurosport brachte es unterdessen am Sonntag mit seiner Live-Übertragung noch einmal auf 190.000 Zuschauer und einen Marktanteil von 0,9 Prozent beim jungen Publikum.

Darts-WM
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Bei Sport1 lockte das World Matchplay im Darts am Sonntagabend im Schnitt 390.000 Zuschauer vor dem Fernseher. In der Zielgruppe brachte es der Sieg von Michael van Gerwen über Phil Taylor auf sehr gute 2,3 Prozent Marktanteil. Punkten konnte der Sender im Vorfeld aber schon mit Fußball: Das Testspiel zwischen Benfica Lissabon und dem VfL Wolfsburg sahen am Vorabend 310.000 Zuschauer, die für einen Marktanteil von 1,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen sorgten. Eher schwach auf der Brust war dagegen das Fußball-Turnier in Aachen, das am Nachmittag nicht über 0,5 Prozent hinauskam. Satte Marktanteile verzeichnete Sport1 allerdings am Freitagnachmittag, als das Testspiel zwischen Manchester United und Borussia Dortmund mit 370.000 Zuschauern auf starke 3,4 Prozent Marktanteil kam. Noch besser lief's in der Zielgruppe, wo der Sender über 4,2 Prozent freuen durfte.

Was noch zu sagen wäre...

"Der einflussreichste Strippenzieher des Weltsports hat heute die Bankrotterklärung des internationalen Anti-Doping-Kampfes unterschrieben."
ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt in den "Tagesthemen" über die Entscheidung des IOC-Präsidenten Thomas Bach, Russland nicht generell von den Olympischen Spielen in Brasilien auszuschließen

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