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Sports-Update vom 16. Oktober

Ermittlungen gegen beIN-Chef, Facebook wollte CL für lau

 

Facebook wollte die Champions League in Schwellenländern zeigen und nichts dafür zahlen - die UEFA lehnte ab. Außerdem: Ermittlungen gegen beIN-Chef, Rugby-WM bei ProSieben Maxx, schwache Sonntags-Quoten für Sky und Counter Strike bei ProSieben.

von Timo Niemeier
16.10.2017 - 11:30 Uhr

Champions League
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Facebook hat sich zuletzt um Ausstrahlungsrechte an der Champions League bemüht - und wollte dafür nichts zahlen. Konkret ging in den Plänen des US-Riesen um die Ausstrahlungsrechte in Schwellenländern wie Indien, Kolumbien und weiten Teilen Afrikas. In diesen Teilen der Erde wird die Champions League bislang nicht gezeigt - Facebook wollte die Fußball-Königsklasse dort erstmals anbieten. Weil das soziale Netzwerk für die Rechte nichts zahlen wollte, lehnte man bei der UEFA allerdings ab und schlug einen möglichen Deal aus. Vermutlich hätte sich der Fußballverband mit einer solchen Entscheidung den Ärger der europäischen Lizenznehmer auf sich gezogen.

ProSieben MAXX
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Die kommende Rugby-WM wird bei ProSieben Maxx zu sehen sein, das hat der Sender nun angekündigt. Los geht’s mit dem Vorrunden-Duell zwischen Neuseeland und Samoa am Samstag, den 28. Oktober um 9:00 Uhr. Neben den Live-Spielen samstags zeigt "ran Rugby" sonntags weitere WM-Partien in voller Länge, einige davon re-live, also aufgezeichnet. Neben dem Viertelfinale und dem Halbfinale zeigt ProSieben Maxx auch das Finale, das am 2. Dezember um 10 Uhr stattfindet.

Justizia
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Die Bundesanwaltschaft in der Schweiz führt derzeit ein Verfahren gegen Nasser Al-Khelaïfi, Chef der BeIN Media Group und Präsident des Fussballklubs Paris St-Germain. Es geht um die Vergabe von Medienrechten für Fußball-Weltmeisterschaften 2026 und 2030. Der Vorwurf lautet: Verdacht auf Bestechung, Betrugs, ungetreue Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung. Bereits seit März wird in der Schweiz gegen Jérôme Valcke ermittelt, der war als Generalsekretär der Fifa lange die rechte Hand von Josef Blatter. Valcke soll "nicht gebührende Vorteile" angenommen haben - unter anderem auch von Al-Khelaïfi.

Geldscheine
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Weil sich die USA nicht für die Fußball-WM im kommenden Jahr in Russland qualifizieren konnten, trifft das auch den Murdoch-Konzern 21st Century Fox hart. Das Medienunternehmen hat Berichten zufolge rund 200 Millionen Dollar in die US-Ausstrahlungsrechte investiert - das entspricht rund 170 Millionen Euro. Da nun die US-Mannschaft nicht beim Turnier zu sehen sein wird, dürfte auch das Interesse der Zuschauer deutlich geringer ausfallen als erwartet. Das hat wiederum Auswirkungen auf die Werbepreise, die der Medienkonzern verlangen kann. Die Qualifikationsergebnisse änderten nichts "an der Leidenschaft von Fox Sports für das weltgrößte Sportereignis", heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. 

ProSieben – Daniel Rosemann
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ProSieben wird am 19. November ab 23:05 Uhr und damit im Anschluss an den Blockbuster das "Counter-Strike"-Finale der "Intel Extreme Masters" aus Oakland (USA) zeigen. ProSieben überträgt damit zum ersten Mal eine "Counter-Strike"-Veranstaltung live im deutschen Fernsehen. Bei dem Turnier treten die zwölf besten Teams der Welt gegeneinander an und kämpfen um 300.000 US-Dollar Preisgeld. ProSieben-Chef Daniel Rosemann sagt: "ProSieben und ProSieben Maxx zeigen seit August erfolgreich das Magazin 'ran eSports' mit News und Highlights aus der Gaming-Szene. Da geht es um ‘Fifa’, ‘CS:GO’, ‘League of Legends’ oder ‘Madden NFL’. Jetzt setzen wir zum ersten Mal auf ein großes Live-Event. Moderne Wettkämpfe passen perfekt zu ProSieben. Bei diesen Events sind ausgewiesene Taktiker und echte eSports-Profis am Werk, die nur in Teamarbeit gewinnen können. Wer sich einmal auf dieses Spektakel einlässt, kann einen unglaublich spannenden Wettkampf erleben."

DAZN
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Die neue Saison der Basketball Champions League wird auch weiterhin bei DAZN zu sehen sein. Der erste Spieltag war hierzulande nirgends zu sehen, ab dem 2. Spieltag überträgt der Streamingdienst alle Spiele mit deutscher Beteiligung und weitere, ausgewählte Matches. Wieso DAZN erst zum zweiten Spieltag einsteigt, ist nicht bekannt. Mit den EWE Baskets Oldenburg, den mhp Riesen Ludwigsburg, medi Bayreuth und den Telekom Baskets Bonn gibt es gleich vier deutsche Teams, die am Wettbewerb teilnehmen.

Sport in Zahlen

Sky Sport Bundesliga 1
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Am Samstag holte Sky mit der Bundesliga noch neue Saison-Bestwerte - am Sonntag sah es nun nicht mehr so gut aus. Das Nachmittags-Spiel zwischen Leverkusen und Wolfsburg sahen nur 460.000 Menschen, das war der zweitschlechteste Wert der laufenden Saison. Der Marktanteil lag insgesamt bei 3,7 Prozent, beim jungen Publikum wurden 4,7 Prozent gemessen. Das 18-Uhr-Spiel zwischen Bremen und Gladbach sahen nur 660.000 Menschen - Saison-Tief. Beim Gesamtpublikum holte Sky hier 2,8 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen waren 4,4 Prozent drin.

NFL
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Recht gut verlief der Abend bei ProSieben Maxx, wo mal wieder die NFL zu sehen war. Zu Beginn der Partie Green Bay Packers gegen die Minnesota Vikings waren schon 290.000 Menschen mit dabei, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 2,5 Prozent. Die Reichweite hielt sich im Verlauf des Spiels recht konstant, der Marktanteil schwankte nach dem sehr guten Auftakt zwischen 1,7 und 2,2 Prozent. Für das Abend-Spiel zwischen Pittsburgh und Kansas sah es besser auf: Die ersten zwei Viertel kamen auf 360.000 Zuschauer sowie 3,0 und 3,6 Prozent Marktanteil. Später stieg dieser Wert noch bis auf 4,4 Prozent.

Sport1
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Am Samstag hat Sport1 erstmals ein Rennen der Drone Racing League gezeigt - aus Quotensicht lief es aber schlecht. Nur 50.000 Menschen sahen sich die eineinhalbstündige Übertragung an, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 0,3 Prozent. Nicht viel besser lief es später für die fast dreieinhalbstündige Übertragung des College-Football-Spiels zwischen Indiana und Michigan, das nur von 70.000 Menschen gesehen wurde und auf 0,5 Prozent Marktanteil bei jungen Publikum kam.

Was noch zu sagen wäre…

Es wäre nicht schlimm gewesen, wenn der Marathon nach fünf Kilometern zu Ende gewesen wäre.

"Tagesschau"-Sprecher Thorsten Schröder nach seiner erfolgreichen Ironman-Teilnahme auf Hawaii.

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