© HD+
Sports-Update vom 22. Januar

Eurosport zeigt Buli in UHD, geht Hutton zu Facebook?

 

Anfang Februar wird Eurosport zusammen mit dem HD+-Sender UHD1 ein Bundesliga-Spiel in Ultra HD zeigen. Eurosport-CEO Peter Hutton steht indes vor einem Wechsel zu Facebook. Außerdem: Halmich bei Sport1, starke Quoten für Keller-Duell.

von Alexander Krei
22.01.2018 - 12:04 Uhr

HD+
© HD+
Während Sky inzwischen regelmäßig Bundesliga-Spiele in Ultra HD überträgt, wird sich nun auch Eurosport an der höheren Auflösung versuchen. Dafür arbeitet der Sender mit der Astra-Plattform HD+ zusammen, die ihren Kunden die Übertragung der Partie zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund am Freitag, den 2. Februar über die Sender UHD1 ermöglicht. Die Live-Übertragung beginnt um 19:30 Uhr mit der Vorberichterstattung. "4K ist eines der großen Zukunftsthemen für uns als Medienunternehmen", sagt Alberto Horta, stellvertretender Geschäftsführer und VP Strategy & Commercial Development bei Discovery Networks Deutschland. "Wir nutzen daher gerne die Gelegenheit, mit der Übertragung eines Bundesligaspiels in 4K wertvolle Erfahrungen über die gesamte Produktions- und Sendekette zu machen."

Peter Hutton
© Discovery
Es ist eine spannende Personalie, die belegt, dass Facebook wohl ernsthaft im Sportbereich Fuß fassen möchte. Der "Guardian" berichtet, dass Eurosport-CEO Peter Hutton zu Facebook wechseln soll, um für das soziale Netzwerk künftig die Verhandlungen über den Erwerb von Sportrechten zu führen. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, doch Hutton soll dem Bericht zufolge seinen neuen Job bereits nach den Olympsichen Winterspielen antreten. Die Rede ist zugleich von einem Interesse an der englischen Premier League, für die sich auch Amazon interessieren soll - zuletzt war allerdings zu hören, dass die anfängliche Begeisterung schon wieder nachgelassen hat. Facebook wäre mit seinen Milliarden allerdings ganz sicher ebenso wie Amazon in der Lage, den Sport-Markt aufzumischen. Mit dem Ende der Bieterrunde am 9. Februar wird man mehr wissen.

Regina Halmich
© Claudio di Lucia
Sport1 hat sich personelle Verstärkung für seine Box-Übertragungen gesichert. Die ehemalige Boxweltmeisterin Regina Halmich und Moderatorin Sarah Valentina Winkhaus, die ab sofort öffentlich unter dem Namen Sarah Valentina auftritt, sind die nächsten beiden Neuzugänge im Boxteam von Sport1, zu dem bereits Tobias Drews als Unit-Leiter und Kommentator sowie Experte Axel Schulz gehören. "Mit Sport1 bzw. dem Vorgänger DSF verbinde ich einen wunderschönen Anfang meiner Boxkarriere", so Halmich. "Damals habe ich mir die Basis für mein Boxpublikum geschaffen, das mich dann durch meine Laufbahn begleitet hat." Sport1-Chefredakteur Dirc Seemann kündigte indes an, das On-Air-Team in den kommenden Tagen "mit den höchsten hochkarätigen Personalien weiter ausbauen" zu wollen.

Sport1
© Sport1
Die im Herbst gegründete eSports-Unit von Sport1 will ihren Fokus künftig auf digitale Angebote lenken. Zugleich ist für das zweite Quartal 2018 ein Relaunch des eSports-Channels auf Sport1.de geplant. "Wir werden unser eSports-Engagement künftig weiter ausbauen - mit dem Ziel, das Thema in Deutschland in den Mainstream zu bringen. Dafür setzen wir auf ein digitales Produkt, das gezielt von Free-TV-Formaten begleitet wird", so Pascal Damm, COO Digital bei Sport1. Nach der Zusammenarbeit im Vorjahr setzen Sport1 und EA Sports darüber hinaus ihre Kooperation zur TAG Heuer Virtuellen Bundesliga (VBL) fort. Sport1 wird das Saisonfinale in EA Sports FIFA 18 am Samstag, den 31. März, und Sonntag, den 1. April, live im Free-TV und im Livestream auf seinen digitalen Plattformen übertragen.

Formel 1
© RTL / Lukas Gorys
Die Formel 1 wird in Italien womöglich nicht mehr im Free-TV zu sehen sein: Wer die Königsklasse des Motorsports sehen möchte, braucht fortan ein Abo bei Sky Italia. Zuletzt musste sich Sky noch die Rechte mit dem öffentlich-rechtlichen Sender Rai teilen, der die Hälfte der Rennen übertrug. Offenbar herrschten unterschiedliche finanzielle Vorstellungen, sodass nun also Sky zum Zug kommt. Spekuliert wird allerdings noch darüber, ob der zu Sky gehörende Free-TV-Sender TV8 zumindest eine Handvoll Rennen zeigen wird. Darüber hinaus hat Liberty Media die Formel-1-Rechte in Spanien bis 2020 an Movistar+ verkauft, wo die Rennen schon seit 2014 gezeigt werden. In Südamerika gibt's die Übertragungen bis 2022 - mit Ausnahme von Brasilien - bei Fox Sports zu sehen.

Formel 1
© Formel 1
Erst vor wenigen Wochen hat die Formel 1 im Rahmen des Saison-Finals in Abu Dhabi ihr neues Logo präsentiert, da gibt es auch schon den ersten Ärger. Der amerikanische Mischkonzern 3M hat nämlich erstaunliche Parallelen zu dem Logo seines Produkts "Futuro" erkannt und verweist nun einem Bericht des "Telegraph" zufolge darauf, sein Markenzeichen früher eingetragen zu haben. Unter Fans und Fahrern hatte das neue Formel-1-Logo, das an eine Rennstrecke erinnern soll, zuvor wenig Begeisterung ausgelöst. "Ich verstehe nicht, warum wir ein neues Logo brauchen", sagte Weltmeister Lewis Hamilton und auch Ferrari-Pilot Sebastian Vettel äußerte seine Meinung klar und deutlich: "Mir hat das alte Logo besser gefallen."

Sport in Zahlen

Australian Open
© Australian Open
Die Australien Open sorgen derzeit für überzeugende Quoten bei Eurosport. Am frühen Samstagvormittag zähle der Sender mit seiner Live-Übertragung zwischenzeitlich 200.000 Zuschauer und einen Marktanteil von 4,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Nach 9 Uhr, als Angelique Kerber auf dem Platz stand, waren sogar 240.000 Zuschauer dabei. Auch am Sonntag lief es wieder überzeugend: Hier wurden ab kurz nach 11 Uhr mit verschiedenen Spielen noch 260.000 Zuschauer erreicht, die den Marktanteil in der Zielgruppe auf sehr gute 2,1 Prozent trieben. Punkten konnte der Sender zudem am Samstagmittag mit der "Streif": 230.000 Zuschauer verfolgten die Übertragung aus Kitzbühel. Im Ersten waren knapp drei Millionen Zuschauer dabei.

Bundesliga
© DFL
Fast eine Million Zuschauer haben das Keller-Duell zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln gesehen: Genau genommen zählte Sky auf linearem Wege am Samstag 900.000 Zuschauer, in der Zielgruppe lag der Marktanteil bei überzeugenden 5,2 Prozent. Zuvor hatten Einzelspiele und Konferenz im Schnitt 1,12 Millionen Zuschauer gezählt, der Marktanteil fiel mit 10,0 Prozent vergleichsweise gering aus - das lag jedoch wohl auch daran, dass sowohl Borussia Dortmund als auch der FC Bayern nicht um 15:30 Uhr spielten. Das Bayern-Spiel gegen Bremen verfolgten am Sonntag übrigens 1,17 Millionen Zuschauer bei Sky, sodass der Marktanteil auf sehr gute 8,4 Prozent in der Zielgruppe anzog. Starke Quoten gab's zudem am Vormittag für den "Doppelpass", der 1,07 Millionen Zuschauer zu Sport1 lockte. "Wontorra" kam bei Sky Sport News HD auf 170.000 Zuschauer, in der Zielgruppe lag der Marktanteil bei 1,9 Prozent.

Über den Autor

Alexander Krei ist seit 2009 Redakteur beim Medienmagazin DWDL.de. Liebt die große Fernsehshow ebenso wie das kleine Kammerspiel. Analysiert neue Formate und die Quoten am Morgen danach. Sport mag er am liebsten, wenn er in der Glotze läuft.

Teilen

Kommentarbereich anzeigen