© Sport1
Sports-Update vom 7. Oktober

Sport1 will mehr Legendenspiele, DAZN die CL komplett

 

Sport1 will mit den neu gegründeten All-Stars des DFB eine neue Programmfarbe etablieren. Außerdem: DAZN-Chef de Buhr will die Champions League komplett, ESPN zeigt die Bundesliga in den USA und die DTM lief am Wochenende etwas besser als zuletzt.

von Alexander Krei / Timo Niemeier
07.10.2019 - 11:15 Uhr

Legendenspiel© GettyImages
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die DFB-All-Stars gegründet und lässt sie erstmals an diesem Montag ab 17:30 Uhr gegen Italien auflaufen. In Fürth werden für Deutschland unter anderem die Weltmeister Jürgen Klinsmann, Guido Buchwald, Thomas Berthold, Thomas Helmer und Torsten Frings spielen, für die Italiener treten unter anderem Francesco Totti, Andrea Pirlo, Gennaro Gattuso und Luca Toni dabei. Sport1 wird das Spiel live übertragen - und das soll erst der Anfang sein. "Wir freuen uns sehr, das erste Match der neuen DFB-All-Stars zu übertragen", sagt Daniel von Busse, COO TV und Mitglied der Geschäftsleitung von Sport1, gegenüber DWDL.de. "Gemeinsam mit unserem Partner DFB haben wir das Event vorher auf unseren Plattformen gepusht." Weiteren Ideen und Kooperationen stehe man offen gegenüber.

Daniel von Busse© Sport1/Nadine Rupp
Das Kalkül des Spartensenders ist klar: "Legendenspiele geben uns die Chance, die Stars von früher zum Anfassen zu präsentieren, den Zuschauern - auch abseits des Platzes mit Interviews - neue Einblicke zu gewähren", so von Busse weiter. "Unser Plan ist es mit diesen All Star Games seriell eine neue Programmfarbe auf Sport1 zu etablieren." Generell habe Sport1 bereits eine lange Historie bei Legenden- und Abschiedsspielen. "Bei uns und den Fans schwingt bei all diesen großen Namen von früher ein Schuss Nostalgie mit genauso wie die Frage: Was macht mein Idol heute? Oder im Fall des Benefizspiels von Dirk Nowitzki: Wie schlägt sich dieser Basketballer, Rennfahrer oder Eishockey-Profi auf dem Fußballplatz?"

DAZN© DAZN
DAZN-Chef Thomas de Buhr hat der "FAZ" ein Interview gegeben und darin auch über die kommenden Ausschreibungen der Bundesliga- und Champions-League-Rechte gesprochen. "Wir wollen so viele Rechte für so wenig Geld wie möglich", fasst er die Pläne des Streaminganbieters zusammen. Bis Jahresende steht wahrscheinlich schon fest, an wen die Champions League geht - im Frühjahr folgt schließlich die Bundesliga. "Da die Vergaben nicht exakt zeitgleich sind, könnte die Champions League ein Stück weit die Richtung für die Bundesliga vorgeben", so de Buhr. Bei der Champions League favorisiert der DAZN-Chef ein Modell wie bei der Europa League - hier hält DAZN die Rechte an allen Spielen, eine Partie läuft pro Spieltag zudem im Free.TV. Derzeit liege man mit dem vorhandenen Champions-League-Paket "über dem Business-Plan". Dieser sehe auch vor, "dass wir perspektivisch aus der reinen Investmentphase herauskommen". Einen genauen Zeitraum, wann das passieren soll, nennt de Buhr aber nicht.

ESPN© ESPN
Der US-Sportsender ESPN hat sich die Übertragungsrechte an der Bundesliga ab 2020/21 gesichert. DFL-Verantwortliche bezeichneten den Deal als "wegweisend". Wohl auch wegen der neuen Dimensionen im Bereich der Einnahmen: Laut verschiedenen Medienberichten soll die Liga ihre Einnahmen damit künftig vervierfachen. Wie der Branchendienst "Sponsors" berichtet, zahlt ESPN 35 Millionen Euro pro Saison. Angeboten werden die Spiele vor allem über die Streamingplattform ESPN+. Der Vertrag zwischen Sender und Liga läuft sechs Jahre lang, ist also sehr langfristig ausgelegt. Der aktuelle Vertrag mit Fox läuft zum Ende der aktuellen Saison aus. 

Sport in Zahlen

Sat.1© Sat.1
Sat.1 hat am Wochenende mit den beiden DTM-Rennen aus Hockenheim bessere Quoten eingefahren als mit vergleichbaren Übertragungen der letzten Wochen. Am Samstag sahen 680.000 Menschen zu, am Sonntag waren sogar 1,02 Millionen Menschen mit dabei. In der Zielgruppe wurden am Samstag 7,9 Prozent Marktanteil gemessen, einen Tag später waren es immerhin noch 7,4 Prozent. Auf solche Werte kommt die DTM in Sat.1 nur selten. Countdown und Highlights blieben aber gewohnt schwach. 

Bundesliga© DFL
Sky ist mit den Sonntags-Spielen der Bundesliga nicht ganz so gut gefahren wie üblich. Vor allem das Match um 15:30 Uhr machte Probleme, hier standen Union Berlin und der VfL Wolfsburg auf dem Platz. Nur 520.000 Zuschauer sahen sich das Spiel an, der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen lag damit bei 2,7 Prozent. Das ist der niedrigste Wert, den Sky mit einem Sonntagsspiel um 15:30 Uhr seit fast drei Jahren eingefahren hat. Das Abendspiel zwischen Frankfurt und Bremen lief mit 650.000 Zuschauern und 3,3 Prozent ebenfalls unterdurchschnittlich. Die Zweitliga-Konferenz um 13:30 Uhr hatte 290.000 Zuschauer und holte damit 2,5 Prozent für Sky. Richtig gut sah es dagegen für die Bundesliga-Konferenz am Samstag aus, die es auf 17,9 Prozent Marktanteil brachte. 1,71 Millionen Menschen schalteten um 15:30 Uhr ein. 

ProSieben Maxx - Follow Your Instinct© ProSieben Maxx
Für ProSieben Maxx lief der Sonntag dank der NFL mal wieder fantastisch, mit 3,8 Prozent Tagesmarktanteil (14-49) war man mit Abstand der erfolgreichste Nischensender. Das Aufeinandertreffen der Chicago Bears und der Oakland Raiders kam auf bis zu 5,1 Prozent, das späte Spiel zwischen den Green Bay Packers und den Dallas Cowboys war nach Mitternacht sogar zweistellig unterwegs. 

Was noch zu sagen wäre…

 

Teilen

Kommentarbereich anzeigen