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Sports-Update vom 20. April

Formel 1 diskutiert über Doppelpacks, Spahn macht Hoffnung

 

Ab Juli könnte die Formel 1 wieder Fahrt aufnahmen - vor leeren Rängen, aber möglicherweise mit gleich zwei Grand Prix auf einer Strecke. Die DFL hofft indes darauf, ab dem 9. Mai wieder spielen zu können. Außerdem: Das "Sportstudio" pausiert.

von Alexander Krei
20.04.2020 - 10:38 Uhr

Sebastian VettelNeun der geplanten 22 Saisonrennen sind bereits abgesagt worden, doch nun zeichnet sich womöglich ein Formel-1-Doppelpack in England ab. Die Veranstalter des Rennens in Silverstone können sich jedenfalls vorstellen, zwei aufeinander folgende Grand Prix auf ihrer Strecke auszutragen. Wie Geschäftsführer Stuart Pringle dem "Guardian" sagte, hätten bereits Gespräche mit der Formel-1-Führung stattgefunden. "Wir haben alle Arten der Umsetzung diskutiert, einschließlich der Ausrichtung von zwei Rennen an einem Wochenende und zwei Rennen an aufeinanderfolgenden Wochenenden." Nach derzeitigen Planungen soll das Rennen in Silverstone am 19. Juli stattfinden. Bislang sind alle Termine bis Ende Juni abgesagt. Nach jetzigem Stand könnte ab Anfang Juli in Österreich wieder gefahren werden. Nicht ausgeschlossen, dass auch dort ein zusätzliches Rennen stattfindet. Auf Zuschauer vor Ort müssen die Veranstalter aber wohl in jedem Fall verzichten.


BundesligaBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Fans Hoffnung gemacht, demnächst wieder Fußball sehen zu können. Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, soll sich Spahn intern für Geisterspiele ausgesprochen haben - allerdings nur unter sehr strikten Hygieneauflagen. Spahn hält diese demnach für "möglich und auch wichtig für die Millionen Fußballfans angesichts der sonstigen Entbehrungen". Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hofft darauf, die Saison ab dem 9. Mai fortsetzen zu können. Bis Ende Juni könnte um die deutsche Meisterschaft gespielt werden. Mit dem Pay-TV-Sender Sky soll die Liga bereite eine grundsätzliche Einigung über die noch ausstehende Auszahlung der letzten Rate erzielt haben. Laut "Bild" bezahlt Sky etwas weniger als ursprünglich vereinbart, dafür soll das Geld offenbar schnell überwiesen werden (DWDL.de berichtete)

Das aktuelle SportstudioDas ZDF hat seine regelmäßigen Sportsendungen erst mal aus dem Programm genommen. Wo eigentlich "Das aktuelle Sportstudio" hätte laufen sollen, war am vergangenen Wochenende der Spielfilm "Mission Impossible" zu sehen. Am kommenden Samstag folgt die Fortsetzung "Mission Impossible 2". Für den nächsten Sonntag steht allerdings wie geplant eine Ausgabe der "ZDF-Sportreportage" an, eine Woche später soll gemäß der aktuellen Programmplanung auch das "Sportstudio" wieder auf Sendung gehen. 

FernseherSeit Wochen steht die Sportwelt im Zuge der Corona-Krise still. Doch was machen eigentlich all jene, die sonst viel Zeit damit verbringen, Live-Sport im Fernsehen zu schauen? Der US-Dienstleister Nielsen hat nun entsprechende Zahlen veröffentlicht, die ein wenig Aufschluss daürber geben. Dafür wurden laut "Hollywood Reporter" auf dem amerikanischen Fernsehmarkt die Daten des ersten mit denen des letzten März-Wochenendes miteinander verglichen. Die Nutzung von Spielfilmen stieg in dieser Zuschauergruppe von 12,5 auf 17 Prozent an. Gleichzeitig machten SVoD-Inhalte durchschnittlich sieben Prozent der Nutzungszeit aus, was einem Plus von 3,5 Prozentpunkten entspricht. Interessant ist allerdings, Sport-Fans trotzdem etwa zehn Prozent ihrer Zeit damit, sich sportbezogene Programme anzusehen, also vor allem Wiederholungen oder virtuelle Sportübertragungen.

Sport in Zahlen

SportschauEigentlich sollte seit diesem Wochenende die verlängerte Sonntags-"Sportschau" im Ersten zu sehen sein. Doch durch die Sportpause wurde um 18:30 Uhr eine Dokumentation gezeigt, die allerdings beim Publikum nicht so recht zündete. Lediglich 860.000 Zuschauer wollten eine Antwort auf die Frage: "Wo sind die neuen Klopps?". Der Marktanteil lag bei desolaten 3,6 Prozent und auch bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 3,2 Prozent ziemlich mau aus. Besser schlug sich am Tag zuvor die Wiederholung des WM-Klassikers zwischen Deutschland und Argentinien aus dem Jahr 2006. Immerhin 1,50 Millionen Zuschauer wollten das Spiel noch einmal sehen, der Marktanteil lag bei 6,7 Prozent.

Was noch zu sagen wäre...

"Diese Frage hat mir auch noch keiner beantworten können, warum in einem Stadion wie der Allianz Arena, wo 70.000 Leute reinkommen, warum man da nicht 20.000 reinstecken kann."
Hobby-Virologe Jens Lehmann im Sport1-"Doppelpass"

Über den Autor

Alexander Krei ist seit 2009 Redakteur beim Medienmagazin DWDL.de. Liebt die große Fernsehshow ebenso wie das kleine Kammerspiel. Analysiert neue Formate und die Quoten am Morgen danach. Ist Sesselsportler, von Bundesliga bis Darts-WM.

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