Diese Telegeschichte beginnt am 2. Juli 1946 im CBS Radio Theater #3 in New York. Es ist ein Dienstagabend, acht Uhr. Der bekannte Moderator Arthur Godfrey betritt die Bühne und begrüßt zur ersten Ausgabe seiner neuen Sendung. Es ist die Zeit der legendären Variety Shows im Radio, die aus großen Studios und vor einem Livepublikum übertragen werden. In der kommenden halben Stunde lässt er fünf bislang unbekannte Talente auftreten, die ihm von sogenannten Scouts empfohlen wurden. Entsprechend trägt sein Programm den naheliegenden Titel „Arthur Godfrey’s Talent Scouts“.
Nach den fünf Darbietungen wendet sich Godfrey an die Menschen im Saal und bittet sie zu entscheiden, welche Vorführung ihnen am besten gefallen hat. Dafür sollen sie nacheinander für ihre Favoriten applaudieren. Die Nummer mit dem größten Beifall gewinnt. Kurz vor der Abstimmung erwähnt Godfrey ein kleines Gerät, das über den Ausgang entscheiden wird. Er nennt es den „Audience Reaction Indicator“, der den jeweiligen Grad der Zustimmung ermittelt. Tatsächlich handelt es sich lediglich um ein Messinstrument für Lautstärke. Das wirkt rückwirkend banal, markiert aber einen frühen Moment, in dem die Beteiligung des Publikums mithilfe einer technischen Vorrichtung umgesetzt wird.
Die Talentsuche ist bald derart populär, dass sie ab Dezember 1948 in unveränderter Form in das neue Fernsehprogramm von CBS übernommen wird – samt Audience Reaction Indicator.
"Toi, Toi, Toi" - Applaudieren Sie jetzt!
Ein paar Jahre später brachte Gastgeber Peter Frankenfeld eine ähnliche Talentsuche ins deutsche Fernsehen. „Toi, Toi, Toi - Der erste Schritt ins Rampenlicht“ hieß die Sendung, die ab 1958 maßgeblich zur Etablierung des Fernsehfunks in Deutschland beigetragen hat. In ihr konnten die Zuschauenden vor Ort ähnlich wie bei Arthur Godfrey über den Ausgang des Wettbewerbs mitentscheiden.
Nach jeder Aufführung wurde die Zustimmung in einem zweistufigen System bewertet. Den ersten Teil der Punktevergabe übernahm eine siebenköpfige Jury aus Vertretern (hier ist kein Gendern nötig) des Rundfunks, der Schallplattenindustrie, einer Konzertdirektion sowie einer Artistenagentur. Die Experten zeigten ihre Bewertungen mithilfe kleiner Nummernkarten an. Die Skala reichte von einem bis fünf Punkten, wobei die Fünf der Bestnote entsprach. Maximal waren somit 35 Jurypunkte möglich, die auf einer Tafel am Bühnenrand von einer Assistentin notiert wurden.
Den anderen Teil der Punkte vergab das Publikum durch die Intensität seines Applauses. Dafür war auf der Bühne ein Board installiert, auf dem mehrere elektrische Lämpchen in drei Reihen je nach Lautstärke in einem etwas undurchsichtigen Muster aufleuchteten. Ein Mitarbeiter protokollierte die Ausschläge und rechnete sie in Punkte um, bevor sie zu den Jury-Zählern addiert wurden. Da die ermittelte Spannbreite häufig zwischen 100 und 300 Punkten lag, wogen die Publikumsstimmen deutlich schwerer als die Bewertung der fachkundigen Jury und konnten diese im Zweifel überstimmen. Das Fernsehen inszenierte sich hier schon früh als Medium für das Volk. Einer der ersten Stars, die Frankenfeld auf diese Weise entdeckte, war übrigens der spätere Moderator Dieter Thomas Heck.
In vergleichbarer Form tauchte dieses Applausometer danach immer wieder in deutschen Fernsehsendungen auf. Nicht zuletzt in der Show „Gaudimax“ vom Bayerischen Rundfunk, in der drei Kandidat:innen im Wettbewerb Witze erzählten und der „Witzekönig“ mithilfe des „Lachometers“ ermittelt wurde.
"Dalli Dalli" - Drücken Sie jetzt!
Ab Mitte der 60er-Jahre wurden vor allem in den USA verschiedene Systeme zum sogenannten „Audience Response“ entwickelt. Sie waren eigentlich gar nicht für Fernsehshows gedacht, sondern dienten zunächst in akademischen Vorlesungen, später auch bei Konzerten oder Verkaufsveranstaltungen dazu, unmittelbare Rückmeldungen aus dem Auditorium zu erhalten. Dafür wurde jeder Sitzplatz mit einem elektronischen Kontakt ausgestattet. Je nach Anbieter handelte es sich um einen simplen Klicker, ein Gerät mit mehreren Knöpfen oder um einen kleinen Hebel, der sogar abgestufte Rückmeldungen erlaubte. Die Eingaben konnten dann unmittelbar in Echtzeit ausgewertet werden.
Ein solches System kam ab 1976 in der ZDF-Reihe „Dalli Dalli“ mit Hans Rosenthal zum Einsatz. Sie war ein populäres Quiz, in dem Prominente und Nicht-Prominente in schnellen Rate- und Aktionsspielen antraten und dabei Geld für einen guten Zweck sammelten. Ab der 53. Ausgabe wurde das Berliner Studio um ein einfaches Response-System erweitert. Auf den Rängen wurden Knöpfe installiert, die die Zuschauenden drücken konnten, wenn sie bei einem Spiel von einer Leistung besonders begeistert waren. Wurde eine kritische Anzahl erreicht, löste ein Alarm aus. Er veranlasste Moderator Hans Rosenthal zu seinem legendären Ausruf „Sie sind der Meinung, das war Spitze!“ und zur Vergabe eines Extrapunkts für das spielende Team.
Als in Rudi Carrells Samstagabend-Hit „Lass Dich überraschen“ Nachwuchssänger:innen ihre Idole imitierten, durfte das Studiopublikum am Ende jeder Episode darüber bestimmen, welcher Auftritt der beste war. Hierfür setzte man ein ähnliches System wie bei „Dalli Dalli“ ein. Und der Publikumsjoker bei „Wer wird Millionär?“ basiert bis heute auf demselben Prinzip.
"Nase vorn" - Leuchten Sie jetzt!
Eine andere Lösung, die Menschen im Saal in Entscheidungen einzubeziehen, nutzte Frank Elstner im Jahr 1988 für seine krisengebeutelte Samstagabendshow „Nase vorn“. Dort verteilte man jedes Mal rund 1.000 Taschenlampen an die Anwesenden, die sie im Verlauf der Sendung stets griffbereit halten mussten. Mehrfach wandte sich Elstner an das Publikum und forderte es zu einer Abstimmung auf. Wer zustimmte, sollte seine Lampe einschalten und auf die Bühne richten. Da das Hallenlicht abgedunkelt wurde, entstand so ein visuell eindrucksvolles Stimmungsbild. Anschließend wurden die Lichtimpulse erfasst und in einen Prozentsatz umgerechnet, der auf eine Nachkommastelle genau auf dem Fernsehbildschirm erschien.
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Bei der Premiere wurde auf diese Weise ermittelt, welcher Vortrag von vier Nachwuchs-Nachrichtensprecherinnen am besten gefallen hatte. Die Methode ließ sich jederzeit spontan in den Ablauf integrieren. So konnte Elstner beispielsweise mitten in einem Talk nachfragen, wer dem Gast Günther Jauch für seine nächste Sendung viel Glück wünschte. Das Ergebnis fiel mit 100 Prozent eindeutig aus. Am Samstagabend ging es damals noch sehr höflich zu.
"ZDF Hitparade" - Schreiben Sie jetzt!
Bei den bisher beschriebenen Verfahren ging es stets darum, die Menschen vor Ort in das Geschehen auf der Bühne einzubinden und ihnen eine Möglichkeit zur Abstimmung zu geben. Doch die eigentliche Zielgruppe des Fernsehens saß natürlich zu Hause vor den TV-Apparaten, über das ganze Land verstreut. Um sie einzubeziehen, brauchte es andere Lösungen, denn nicht jedes Wohnzimmer ließ sich mit einem Klicker ausstatten.
Zunächst griff man dafür auf die Postkarte zurück. Ein frühes Beispiel dafür war die „ZDF Hitparade“, in der ab 1969 achtmal im Jahr neue deutschsprachige Musiktitel von Stars wie Rex Gildo, Howard Carpendale, Vicky Leandros oder Roy Black vorgestellt wurden. Am Ende jeder Ausgabe forderte der Moderator Dieter Thomas Heck die Fernsehzuschauenden auf, ihren Favoriten auf einer Postkarte einzusenden. Das Ergebnis verkündete er sechs Wochen später in der nächsten Sendung.
Das System erwies sich als äußerst aufwendig. Pro Folge gingen Zehntausende Postkarten in der Redaktion ein, die händisch ausgewertet werden mussten. Damit nicht genug. Die Praktik zeigte sich zugleich als manipulationsanfällig. Bald kam der Verdacht auf, dass einige Interpret:innen selbst zahlreiche Karten mit ihrem Namen einsandten. Die Sängerin Susan Aviles etwa soll jede Autogrammanfrage mit 20 frankierten Postkarten und einer kurzen Notiz beantwortet haben: „Vielleicht haben Sie Freunde, die mir helfen könnten, mit ihrer Stimme in die nächste ‚Hitparade‘ zu kommen.“
Besonders verdächtig war das Ergebnis des Sängers und späteren Dschungelcamp-Teilnehmers Peter Orloff im Frühjahr 1970. Bei der Auszählung der Einsendungen für seinen Beitrag mit dem Titel „Baby dadamda“ fiel auf, dass 11.307 Postkarten in identischer Handschrift eingegangen waren. Zwar stammten die Absender aus ganz Deutschland, doch die Karten wurden ausnahmslos bei drei Kölner Postämtern eingeworfen. Rein zufällig ausgerechnet an Peter Orloffs Wohnort. Der Titel wurde daraufhin disqualifiziert. Der Sänger bestritt die Vorwürfe und sah sich als Opfer einer Intrige. Zum fraglichen Zeitpunkt sei er gar nicht in Deutschland gewesen. Zugleich räumte er ein, rund 300 treue Fanclubs zu haben, die alles für ihn tun würden.
Die Redaktion reagierte schließlich auf diese Vorfälle und führte spezielle Abstimmungskarten ein, die beim Sender angefordert werden mussten und nur in begrenzter Zahl ausgegeben wurden. Das machte den Prozess zwar sicherer, aber auch aufwendiger und unflexibler.
"Wünsch Dir was" - Schalten Sie jetzt das Licht ein!
Während die „ZDF Hitparade“ mit der immensen Postflut kämpfte, setzte die skandalträchtige Samstagabendshow „Wünsch Dir was“ (ebenfalls ZDF) ab Dezember 1969 auf ein gänzlich anderes Verfahren. In jeder Ausgabe traten bei Dietmar Schönherr und Vivi Bach drei Familien in verschiedenen Spielen und Mutproben gegeneinander an. In einer Runde entschied einzig das Fernsehpublikum über die Punktvergabe, indem es beurteilen sollte, wer eine herausfordernde Situation besser gemeistert hatte. Etwa das Führen einer vierminütigen Diskussion mit der umstrittenen Autorin Esther Vilar über das Thema „Emanzipation der Frau“. Why not?
Um das Ergebnis der Abstimmung direkt nach dem Spiel zu ermitteln, führte das Team den sogenannten „Lichttest“ ein. Dafür wurden die Einwohner:innen einer bestimmten, wechselnden Stadt oder Region aufgefordert, für die eine oder andere Kandidatenfamilie alle Lichtquellen in ihren Zimmern einzuschalten. Parallel war ein Mitarbeiter (auch hier ist kein Gendern nötig) des örtlichen Elektrizitätswerks zugeschaltet, der den jeweiligen Lastenzuwachs im Stromnetz ermittelte. Es gewann die Familie, bei der der Stromverbrauch am stärksten anstieg. Je nach Sehbeteiligung und Region wurden damals Verbrauchsspitzen von bis zu 100 Megawatt gemessen. Dies entsprach einer Million zusätzlich eingeschalteter Glühlampen.
Da diese starken Peaks das Stromnetz zeitweise in Bedrängnis brachten, griff man später ebenso auf eine Abstimmung via Wasserverbrauch zurück, bei der die Zuschauenden auf Kommando ihre Klospülungen betätigten.
Obwohl der Lichttest eng mit „Wünsch Dir was“ verbunden ist, fand er dort nicht erstmals statt. Wenige Monate zuvor traten in der ORF-/SR-Produktion „Servus Zürich – Grüezi Wien“ Vertreter:innen beider Städte in Rate- und Mitmachspielen gegeneinander an. Am Ende sollten die Menschen vor den Fernsehern ihre Sympathie für die eine oder andere Stadt kundtun. Anders als im ZDF wurden sie jedoch gebeten, ihre Elektrogeräte und das Licht nicht ein- , sondern auszuschalten, weil man den Minderverbrauch messen wollte.
Der Tele-Dialog - Rufen Sie jetzt an!
Eine Dauerlösung konnte diese Stromverschwendung nicht sein. Es musste auch anders gehen, dachte sich wohl der ZDF-Ingenieur Manfred Denninger, als er ein Verfahren erfand, das Abstimmungen per Telefon ermöglichte. Eigentlich war er für die Visualisierung von Daten aus Umfragen zuständig, etwa für Hochrechnungen bei Wahlen. Doch gemeinsam mit dem Redakteur Horst Schättle und in Zusammenarbeit mit dem Fernmeldetechnischen Zentralamt der damaligen Deutschen Bundespost bastelte der Tüftler eine besondere Schaltung aus acht Telefonleitungen zusammen. Mit ihr wurde bei einem Anruf ein Impuls auf der jeweiligen Datenleitung ausgelöst. Ein Mikroprozessor überwachte alle Leitungen gleichzeitig, addierte die Impulse und gab sie als maschinenlesbare Summen aus. Dieser Prozessor wiederum war an einen gigantischen ZDF-Rechner angeschlossen, den Denninger sonst für Wahlgrafiken nutzte. Er programmierte ihn so, dass die Daten mithilfe einer Semigrafikkarte in einfache, fernsehtaugliche Darstellungen übersetzt werden konnten. Dieser Aufbau erhielt den Namen „Tele-Dialog“, kurz „TED“.
Seinen ersten Test erlebte TED im Jahr 1979 auf der Internationalen Funkausstellung im Rahmen der Sondersendung „Schauplatz Berlin“. Dort standen verschiedene Musikkünstler:innen auf der Bühne, über deren Darbietungen am Ende das Publikum entscheiden konnte. Schon wieder. Der Ansatz erinnerte stark an die beliebte „ZDF Hitparade“ und wurde daher folgerichtig von Dieter Thomas Heck präsentiert. Schon wieder.
Bei dieser Feuertaufe erzwang das Telefonnetz noch eine strenge Limitierung der Nutzung. Zuerst durften lediglich 600 ausgewählte Menschen aus Westberlin anrufen. Trotzdem zeigte sich schnell, welche Begeisterung TED auslöste. Die Stimmen waren meist schon nach wenigen Sekunden abgegeben.
© ZDF
In den Anfangsjahren blieb die Teilnahme am Tele-Dialog auf 1.200 ausgewählte Zuschauende beschränkt, diesmal wenigstens aus dem gesamten Bundesgebiet. Erst technische Weiterentwicklungen und der Ausbau des Telefonnetzes ermöglichten eine deutliche Kapazitätssteigerung, sodass irgendwann alle Interessierten teilnehmen und sogar mehrfach anrufen konnten.
Nach der offiziellen Einführung bei „Wetten, dass..?“ verbreitete sich TED rasch in anderen Unterhaltungsformaten. Ab 1982 übernahm ihn auch Dieter Thomas Heck in seine „Hitparade“. Er konnte nun direkt am Ende bekannt geben, welche drei Künstler:innen beim nächsten Mal wieder dabei sein durften.
Mit dem Aufkommen von Reality- und Castingshows um die Jahrtausendwende erreichte das Prinzip von TED, das mittlerweile technisch anders umgesetzt wurde, neue Dimensionen. Die Telefonabstimmungen beschränkten sich nun nicht mehr auf ein Urteil über einzelne Auftritte oder Spielrunden. Vielmehr griff sie direkt in die Dramaturgie der Formate ein — etwa durch das Nominieren oder Herauswählen von Teilnehmenden. Durch die Einbindung von Telefondienstleistern, kostenpflichtigen Sondernummern und SMS-Diensten wurde aus der früheren Tüftleridee ein lukratives Geschäftsmodell, das den Kanälen erhebliche Zusatzeinnahmen bescherte. Der finanzielle Zugewinn war zeitweise so hoch, dass ganze Sendekonzepte einzig um solche Telefon-Votings herum gestrickt wurden.
"Keep Your Light Shining" - Wischen Sie jetzt!
Im Mai 2015 schickte der Sender ProSieben in jeder Folge seiner neuen Musikshow „Keep Your Light Shining“ neun Nachwuchs-Künstler:innen in einen direkten Gesangsvergleich. Die Menschen vor den Fernsehern bewerteten, wer die schwächste Leistung zeigte und den Wettbewerb verlassen musste. So weit, so oft gesehen. Der besondere Clou dieser Variante bestand nun darin, dass die Abstimmung nicht mehr nach dem Auftritt stattfand. Sie erfolgte noch während die Interpret:innen auf der Bühne standen. Und sie spürten das Ergebnis unmittelbar, wenn ihnen bei zu wenigen Stimmen ihr Licht ausgeknipst wurde. Möglich wurde dies durch den Einsatz einer App anstelle eines Telefonvotings. Über einen Touch in der „ProSieben Connect“-App konnte die Rückmeldung direkt ins Studio übertragen werden.
In „Rising Star“ baute Konkurrent RTL rund vier Monate später ebenfalls einen Musik-Contest konsequent um ein App-Voting herum auf. Hier standen die Sänger:innen zu Beginn ihres Auftritts hinter einer großen LED-Wand, die sich erst hob und den Blick auf das jubelnde Studio freigab, wenn genügend Stimmen über die „RTL Inside“-App eingingen. Bei beiden Formaten blieb die Resonanz jedoch gering. Hauptkritikpunkt war, dass die Konzepte abseits ihres innovativen Abstimmungsverfahrens wenig unterhaltsam und insgesamt zu redundant gerieten. Das App-Voting aber überlebte diese Rückschläge. Es wird bis heute unter anderem bei „The Masked Singer“ eingesetzt.
Wenige Tage bevor bei bei ProSieben über das Licht der Kandidat:innen entschieden wurde, setzte Das Erste bereits beim „Quizduell“ auf die Einbindung einer App. Mit ihr konnten die Nutzenden die von Jörg Pilawa im Studio gestellten Fragen von zu Hause beantworten. In den ersten Tagen funktionierte ironischerweise ausgerechnet die Beteiligung per App nicht, sodass stattdessen das Publikum im Studio über ein traditionelles Audience-Response-System einspringen musste.
Abseits dieses technischen Ausfalls, der viel Häme auslöste, war bemerkenswert, dass die Zuschauenden über die App direkt beim TV-Quiz mitraten konnten. Damit setzte die Produktion auf eine andere Form der Beteiligung. Es ging nicht um simple Abstimmungen. Es ging um ein Mitspielen bei einer TV-Show. Das war nicht das erste Mal, dass dieses Ziel verfolgt wurde. Im Laufe seiner Geschichte bot das deutsche Fernsehen dafür bereits viele kreative Umsetzungen. Das allerdings ist eine ganz andere Telegeschichte,... die in der nächsten Ausgabe schon am Ostermontag erzählt wird.
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