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UK-Update vom 12. Dezember

Jessie J bei "Voice Kids", Zukunft von Sky News gesichert

 

ITV stockt im kommenden Jahr die Jury der Castingshow "The Voice Kids" um eine Person auf. Außerdem im UK-Update: Comcast sichert langfristigen Sendebetrieb von Sky News zu, Jodie Whittaker bleibt "Doctor Who" und "EastEnders" erhält einen neuen Executive Producer.

von Timo Niemeier
12.12.2018 - 12:20 Uhr

The Voice Kids UK© ITV

2019 kehrt die Castingshow "The Voice Kids" mit einer dritten Staffel ins ITV-Programm zurück, nun hat der Sender einige Details dazu bekanntgegeben. So wird die Jury um eine vierte Person erweitert. Neben Will.I.Am, Danny Jones und Pixie Lott nimmt auch Jessie J auf den drehenden Stühlen Platz und wird um die jungen Gesangstalente buhlen. Sie kennt sich mit dem Format bereits aus, war sie doch in der Vergangenheit auch schon Jurorin bei "The Voice" in Großbritannien und Australien. Neun Künstler dürfen die Jury-Mitglieder jeweils in ihre Teams holen. Erstmals können auch Duos an der Show teilnehmen, in dieser Woche beginnen die Dreharbeiten für die neuen Ausgaben der Show. Präsentiert wird "The Voice Kids", wie schon in den vergangenen beiden Jahren, von Emma Willis. Jessie J sagt über ihren neuen Job: "Ich liebe Kinder, ich singe gern und ich teile gerne alles, was ich über das Singen und Performen weiß. Die Idee, diese drei Dinge bei ‘The Voice Kids’ erneut zu kombinieren, ist für mich ein Traum, der wahr wird. Ich bin dankbar, wieder gefragt worden zu sein. Ich freue mich sehr, meine Erfahrungen mit den jungen Sängern in der Show zu teilen, die gerade erst anfangen, sich als Künstler zu entdecken." Wann genau "The Voice Kids" startet, ist derzeit noch nicht bekannt.

Sky News© Sky
Comcast hat einen langfristigen Betrieb des Nachrichtensenders Sky News zugesichert. Schon beim Übernahmeprozess machte Comcast einige Versprechungen, nun sind diese auch rechtlich bindend fixiert. So haben sich Sky und Comcast darauf geeinigt, Sky News für die kommenden zehn Jahre weiter zu finanzieren. Außerdem haben die Unternehmen das Sky News Board geschaffen, das über die redaktionelle Unabhängigkeit sowie die Finanzierungszusagen wachen soll. Dem Board gehören Nigel Baker (Thomson Foundation) als Chairman, Sue Inglish (Disasters Emergency Committee), Chris Banatvala (ehemaliger Ofcom-Director) und Mark Astaire (Barclays) an. Der Vereinbarung nach müssen die Mitglieder des Boards unabhängig sein und über Erfahrung im britischen Mediensektor verfügen. Sky-CEO Jeremy Darroch sagt: "Wir haben in Sky News investiert, seit es vor fast dreißig Jahren gestartet ist. Und wir freuen uns, dass Comcast seine Zusagen erweitert hat, um die Zukunft von Sky News für die nächsten zehn Jahre zu sichern." Sky News war in der Bieterschlacht rund um Sky das Zünglein an der Waage. Vor allem aufgrund des Nachrichtensenders verweigerten die britischen Medienregulierer und Aufsichtsbehörden 21st Century Fox lange den Zuschlag, sie befürchteten, dass Rupert Murdoch bei einer Übernahme zu viel Macht auf dem britischen Markt erhalten würde und dass die Medien-Pluralität leiden könnte. Zu Murdochs Imperium gehören noch einige britische Zeitungen ("The Sun", "Times of London"). Durch das Zögern wurde der Weg frei für Comcast, das Sky schließlich übernahm.

Jodie Whittaker, Doctor Who© BBC
Jodie Whittaker bleibt als "Doctor Who" an Bord, das hat die Schauspielerin nun verraten. Sie wird also auch in der nächsten Staffel als weiblicher Doktor zu sehen sein - auf diese müssen sich die Fans der Serie allerdings noch gedulden. Wie die Macher nun nämlich bekanntgegeben haben, werden die neuen "Doctor Who"-Folgen nicht im kommenden Jahr zu sehen sein, sondern erst 2020. Zuletzt gab es 2016 keine neue Staffel der BBC-Serie, davor kamen eigentlich immer jedes Jahr neue Folgen. Die jüngste Staffel ist in Großbritannien erst vor wenigen Tagen zu Ende gegangen, an Neujahr steht zudem noch ein Special auf dem Plan.

Im A Celebrity Get Me Out Of Here© ITV
"I’m A Celebrity…Get Me Out Of Here "hat ITV in den vergangenen Wochen wahrlich starke Quoten beschert. Zur Erinnerung: Das britische Dschungelcamp legte Mitte November den besten Start seiner Geschichte hin (DWDL.de berichtete). Das Finale erzielte nun ebenfalls sehr gute Quoten: Im Schnitt sahen sich 10,9 Millionen Briten die letzte Ausgabe an, der Marktanteil lag bei 48,2 Prozent. Das waren 1,7 Millionen Zuschauer mehr als 2017. In der Spitze kam die Show sogar auf 12,1 Millionen Zuschauer, zu diesem Zeitpunkt wurden 56 Prozent Marktanteil gemessen. Es war zudem das beste Dschungel-Finale seit 2013. Im Schnitt kam "I’m A Celebrity…Get Me Out Of Here" in den vergangenen Wochen auf durchschnittlich 9,1 Millionen Zuschauer und 44 Prozent Marktanteil. Produziert wird das Format in Großbritannien, wie übrigens auch in Deutschland, von ITV Studios.

Question Time© BBC
Die Spekulationen rund um die künftige "Question Time"-Moderation sind vorbei. Die BBC hat bestätigt, dass Fiona Bruce die Polit-Talkshow ab dem kommenden Jahr präsentieren wird, zuvor hatten bereits mehrere Medien die Personalie gemeldet (DWDL.de berichtete). Bruce hat ihre Premiere am 10. Januar. "Question Time" ist seit rund 40 Jahren auf Sendung und hatte in all der Zeit stets männliche Moderatoren, noch bis Jahresende wird das Format von David Dimbleby präsentiert. Weil er mittlerweile 80 Jahre alt ist, hat Dimbleby entschieden aufzuhören. Bruce präsentierte bei der BBC bereits seit 1999 die "News at Six" und die "News at Ten", hinzu kommen diverse andere Formate, für die sie vor der Kamera stand. "Es ist eine Ehre, eines der besten politischen Programme der BBC zu moderieren", so Bruce. "Viele Jahre wurde ‘Question Time’ von einem meiner Fernsehhelden moderiert, ich freue mich, in seine Fußstapfen zu treten. Ich schaue das Format schon seit ich denken kann und ich kann kaum abwarten, dass es losgeht."

EastEnders© BBC
Der BBC-Dauerbrenner "EastEnders" erhält einen neuen Executive Producer, das hat der Sender nun bekanntgegeben. So wird Jon Sen die Soap künftig verantworten. Sen arbeitet bereits seit rund 15 Jahren als Autor, Regisseur und Produzent, zuletzt für die Serie "Casualty", die die BBC ebenfalls schon seit 1986 im Programm hat - ein Jahr zuvor startete "EastEnders". Kate Oates, Senior Executive Producer bei BBC Studios, sagt: "Jons Hintergrund in Sachen Schreiben, Regie und Story-Produktion macht ihn für ‘EastEnders’ sehr spannend. Ich freue mich darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten, um in Walford ein einzigartiges Drama zu schaffen." Die Soap ist eines der Flaggschiff-Programme der BBC und läuft viermal in der Woche und hat bereits neun Bafta Awards und diverse andere Preise gewonnen.

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