© Sky/A+E
UK-Update vom 26. Februar

Aus History wird Sky History, kein ESC-Vorentscheid

 

Aus dem britischen History-Sender von A+E Networks wird bald Sky History. Außerdem: Die BBC verzichtet in diesem Jahr auf einen Vorentscheid zum ESC und Prime Video ist der am schnellsten wachsende Streamingdienst auf der Insel.

von Timo Niemeier
26.02.2020 - 11:19 Uhr

Sky History© Sky/A+E
A+E Networks und Sky arbeiten in Großbritannien künftig noch enger zusammen. Aus dem A+E-Kanal History wird so noch im Frühjahr das neue Sky History. Die beiden Unternehmen haben angekündigt, dass der Sender nach einem Zuschaueranstieg in 2019 in diesem Jahr noch weiter in lokale Eigenproduktionen investieren soll. Sky History soll zudem der neue "Flaggschiff-Sender" von A+E Networks UK werden. Zur Sendergruppe gehören auch noch Crime+Investigation, Sky History 2 (früher History2), Lifetime und Blaze. Die inhaltliche Ausrichtung von Sky History verantwortet auch künftig A+E. Sky baut sein Angebot an eigenen linearen TV-Kanälen damit weiter aus: Erst vor wenigen Wochen hatte man den Start von Sky Nature und Sky Documentaries in Aussicht gestellt. In Deutschland ist mit einer Umbenennung indes nicht zu rechnen: Hierzulande gehört History zu Hearst.

Geldscheine© Chobe / photocase.com
Im Januar unterlag die BBC vor Gericht in einem Prozess gegen eine ihrer Moderatorinnen (DWDL.de berichtete). Samira Ahmed klagte gegen ihren Arbeitgeber, weil dieser sie nicht bezahlte wie Männer in vergleichbaren Positionen - sie bekam Recht. Nun hat sich die BBC dazu entschlossen, auf eine Berufung zu verzichten. Damit erkennt die BBC die Forderung von Ahmed an, die vom Sender unter anderem eine Nachzahlung von 700.000 Pfund gefordert hatte. Wie viel Ahmed nun tatsächlich von der BBC erhält, ist nicht klar. Der Sender bestätigte lediglich, dass man sich mit der Moderatorin geeinigt habe. Die Nachricht, dass die BBC nun nachgibt ist auch eine gute Nachricht für alle Frauen, die sich mit der BBC noch in rechtlichen Auseinandersetzungen wegen ähnlicher Fälle befinden. 

Eurovision: You Decide© BBC
In Sachen Eurovision Song Contest hat sich die BBC nun anscheinend den NDR zum Vorbild genommen. Der Sender hat nun nämlich entschieden, auf seinen nationalen Vorentscheid "Eurovision - You Decide" zu verzichten und selbst einen Künstler auszuwählen, der das Land im Mai in Rotterdam vertritt. Das macht man zusammen mit dem Musikverlag BMG. Am Donnerstag soll bekanntgegeben werden, welcher Act für Großbritannien an der Show teilnimmt. Der Grund für die Entscheidung der BBC ist schnell gefunden: Ähnlich wie Deutschland schnitt Großbritannien in den vergangenen Jahren meist ziemlich schlecht ab, 2019 landete das Vereinigte Königreich auf dem letzten Platz. Dass die BBC den ESC-Teilnehmer in Eigenregie auswählt, ist übrigens nicht neu: Schon zwischen 2011 und 2015 gab es keinen Vorentscheid, doch auch damit belegte man meist einen der hinteren Plätze. 

Doctor Who Jodie Whittaker© BBC
Die zwölfte Staffel des Dauerbrenners "Doctor Who" kommt bei vielen Fans nicht allzu gut an - zuletzt musste die Serie massive Zuschauerverluste hinnehmen. BBC-Dramachef Piers Wenger hat jetzt jedoch ein baldiges Ende ausgeschlossen. "Es ist eine unglaublich wichtige für ein junges Publikum", sagte Wenger laut "Deadline" auf einer Veranstaltung in London. "Doctor Who" werde "immer eine wichtige Show für uns sein und wir sind weit davon entfernt, sie pausieren zu lassen." Die zwölfte Staffel endet am kommenden Wochenende bei BBC One und BBC America. Die vorletzte Folge verzeichnete am vergangenen Sonntag nur 3,7 Millionen Zuschauer in den Overnight-Ratings. 

BBC© BBC
Nach 40 Jahren und mehr als 1.000 Ausgaben der Konsumentenschutz-Sendung "Watchdog" hat sich die BBC dazu entschlossen, das Programm radikal umzubauen. So wird es das Format in Zukunft in seiner bisherigen Form nicht mehr geben. Stattdessen wird "Watchdog" demnächst nur noch ein Teil der Late-Sendung "The One Show" sein. Matt Allwright und Nikki Fox sollen die Sendung auch in ihrer neuen Umgebung moderieren. Von der BBC heißt es, man stelle dadurch sicher, dass die Sendung mit ihren Themen das ganze Jahr über sichtbar sei. Bislang gab es zwei Staffeln pro Jahr. 

Amazon Prime Video© Amazon
Amazon Prime Video ist Ende 2019 der am stärksten wachsende Streamingdienst in Großbritannien. Laut dem Broadcasters Audience Research Board (BARB) kam der Dienst Ende des Jahres auf 7,14 Millionen Abonnenten, das waren 35 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2018. Aber auch Netflix wächst weiterhin stark und verzeichnete auf Jahresbasis ein Plus von fast 20 Prozent, außerdem bleibt Netflix mit 12,35 Millionen Abonnenten der größte Streaminganbieter. Dass Prime Video gegen Ende des Jahres besonders stark wuchs, ist keine Überraschung, schließlich übertrug man da etliche Spiele der Premier League

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