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US-Update vom 27. Juli

"Modern Family"-Ensemble verklagt Produktionsfirma

 

Der Gehaltsstreit bei "Modern Family" spitzt sich zu: Die Ensemble-Mitglieder reichten nun Klage gegen die Produktionsfirma ein, erstmals kam es auch zu Verzögerungen bei der Produktion. Außerdem: The CW mit neuem Claim, Sheen stoppt Quoten-Rückgang

von Uwe Mantel
27.07.2012 - 12:46 Uhr

  • Modern Family
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    Der Streit zwischen dem Ensemble von "Modern Family" und der Produktionsfirma 20th Century Fox Television spitzt sich zu. Angesichts des großen Erfolgs der Comedyserie fordern die Darsteller Ty Burrell, Julie Bowen, Jesse Tyler Ferguson, Eric Stonestreet, Sofia Vergara und Ed O'Neill schon seit geraumer Zeit eine Anhebung ihrer Gage. O'Neill soll derzeit rund 100.000 Dollar pro Folge erhalten, die anderen rund 65.000 Dollar. Sie fordern aber gemeinsam, ein Gehalts-Niveau ähnlich dem von "The Big Bang Theory", was etwa 200.000 Dollar pro Folge bedeuten würde. Nachdem auch nach monatelangen Verhandlungen keine Einigung erzielt wurde, eskaliert die Situation nun: Die Darsteller reichten Klage gegen die Produktionsfirma ein. Gegen die Höhe ihrer Gage können sie natürlich schlecht klagen, also versucht man es über den Umweg der Vertragsdauer. Die Verträge laufen derzeit bis einschließlich der siebten Staffel. Damit wird die rechtlich erlaubte Vertragshöchst-Dauer von sieben Jahren aber womöglich überschritten. Die Darsteller argumentieren, dass die Verträge bereits mit Produktion der Pilotfolge begonnen haben, demnach wären bei Ende von Staffel 7 über sieben Jahre vergangen, die Verträge wären hinfällig und müssten neu verhandelt werden. In dieser Woche hatte der Streit nun erstmals auch Auswirkungen auf die Produktion. Weil sich andeutete, dass die Darsteller ohnehin nicht erscheinen würden, blies 20th Century Fox den "Table Read" - also die gemeinsame Leseprobe - zum Produktionsauftakt ab. Am Donnerstagmorgen konnte dieser Termin nun nachgeholt werden - doch deutlich gemacht hat man in jedem Fall, dass man sich nicht mehr lange hinhalten lassen will.
  • FOX Logo
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    Zoff hinter den Kulissen gab's auch bei der NBC-Sitcom "Community". Serien-Erfinder und Showrunner Dan Harmon wurde für die vierte Staffel kurzerhand vor die Tür gesetzt. Womöglich bleibt er aber nicht lange arbeitslos. "TV Guide" berichtet, dass FOX bereits in ersten Verhandlungen mit Harmon über eine neue Multi-Camera-Comedy ist. Details dazu wurden allerdings noch nicht bekannt. Unterdessen will man bei NBC von einem nahenden Ende für "Community" nach der Verschiebung der neuen Staffel auf den allgemein als Todeszone verschrienen Freitagabend nichts wissen. NBC-Chef Greenblatt sagte bei der TCA Summer Press Tour, er wünsche sich nichts mehr als dass die Serie am Freitag ihr Publikum finde und hoffe auf weitere Staffeln.
  • Comedy Central USA
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    Für "The Daily Show with Jon Stewart" und den "Colbert Report" ist kein Ende Sicht. Jon Stewart und Stephen Colbert verlängerten gerade ihre Verträge. Colbert bleibt bis mindestens Ende 2014, Stewart bis mindestens Mitte 2015 bei Comedy Central on air. Comedy Central dürfte nicht nur aus Prestige-, sondern auch aus Quotensicht daran gelegen sein, die beiden zu halten. Die Daily-Show erreichte bis Ende Juni im Schnitt 1,3 Millionen werberelevante Zuschauer - das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr und auch mehr als die Konkurrenten Jay Leno und David Letterman auf den großen Networks. Zudem sind beide Formate auch im Web ein echter Hit. Im Schnitt wird die "Daily Show" 390.000 Mal pro Episode abgerufen.
  • MTV Logo
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    MTV
    hat die Comedy "Awkward" um eine dritte Staffel verlängert - und die wird deutlich länger werden als die beiden bisherigen. Statt zwölf wird die dritte Staffel satte 20 Folgen umfassen. Auch bei "Teen Wolf" hat MTV gerade die Folgen-Anzahl für die neue Staffel kräftig angehoben. Mit VH1 hat noch ein weiterer Viacom-Sender eine Serien-Bestellung getätigt. Dort starten im kommenden Jahr die Dreharbeiten für "Bounce", kreiert von James LaRosa. Im Mittelpunkt stehen hier die "Los Angeles Devil Girls", die Tänzerinnen des Basketball-Teams "Los Angeles Devils". Für VH1 ist es erst die zweite einstündige fiktionale Serie.
  • FOX Logo
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    FOX
    verstärkt seine Aktivitäten, neuen kleinen Formaten eine Plattform zu geben. Am späten Samstagabend testet man künftig bereits animierte Sitcoms, nun hat man mit der "Short-Com Comedy Hour" auch ein Format für "reale" Serien geschaffen. Im Sommer kommenden Jahres sollen innerhalb dieser Sitcom-Stunde jeweils vier kurze Comedy-Formate präsentiert werden. Je nachdem, wie diese ankommen und ob sie sich für ein eigenes Format eignen, könnte aus diesen dann eine eigene Serie entstehen. Als eigene Serie gibt's womöglich bald auch "Sleepy Hollow. FOX hat Interesse an der Serienadaption von "The Legend of Sleepy Hollow" von den beiden "Fringe"-Autoren Alex Kurtzman und Roberto Orci angemeldet. 
  • lifetime
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    Weitere Pilotierungen: Lifetime hat grünes Licht für die unter anderem von Renée Zellweger entwickelte Serie "Cinnamon Girl" gegeben. Die Serie handelt von vier jungen Frauen, die im Los Angeles der späten 60er/frühen 70er erwachsen werden. Inspiriert wurde der Plot von Zellwegers eigener Geschichte. HBO hat bei Stephen Merchant, neben Ricky Gervais einem der Erfinder der britischen "Ur-Version" von "The Office", einen neuen Comedy-Piloten in Auftrag gegeben. In "Hello Ladies" geht es um einen Engländer, der in Los Angeles auf der Suche nach der Liebe ist. Merchant wird die Serie nicht nur schreiben und produzieren, sondern auch als Hauptdarsteller fungieren.
  • Pretty Little Liars
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    Am Sonntag vergangener Woche wurden die diesjährigen "Teen Choice Awards" vergeben. Die zur Wahl aufgerufenen 13- bis 19-Jährigen wählten dabei "Pretty Little Liars" zu ihrer Lieblings-Dramaserie. Als beste Fantasy/Sci-Fi-Serie wurde "Vampire Diaries" ausgezeichnet, beste Action-Serie wurde "CSI: Miami", beste Comedyserie "Glee", beste animierte Serie "The Simpsons". In der Kategorie Comeptition-Show setzte sich "X Factor" gegen "Idol" und "The Voice" durch. Zur kompletten Liste der Preisträger.
  • TheCW
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    The CW, das aus Quotensicht stark unter Druck stehende kleinste der US-Networks, gibt sich zur neuen Season einen neuen Claim. Aus "TV to Talk/Text/Tweet about" wurde schlicht "TV Now". In den Trailern spielt man zudem mit Ajektiven zusammen mit dem Kürzel TV. Neue Serien werden beispielsweise als "provocaTV" oder "SuggesTV" angekündigt. Den Claim-Wechsel begründete CW-Marketingchef Haskins damit, dass man Fernsehen für eine Generation mache, die sage "Ich weiß, was ich will, wann ich es will, wie ich es will - und ich will es jetzt". Das bedeute nicht, dass man weniger Wert auf Social Media legen würde, man kommuniziere das künftig aber auf subtilerem Weg. Den Trailer zur Relaunch-Kampagne gibt's bei YouTube.
  • NBC Logo
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    NBC Universal hat nun Werbung für mehr als eine Milliarde US-Dollar im Umfeld der Übertragungen der Olympischen Spiele verkauft. Das sind jetzt bereits 150 Millionen mehr als vor vier Jahren bei den Spielen in Peking. Die Einnahmen umfassen dabei alle Kanäle, also NBC, NBC Sports Network, MSNBC, CNBC, Bravo, Telemundo, sowie das Online-Angebot NBCOlympics.com, die mobilen Apps, ebenso wie den 3D-Kanal.

US-Quoten-Update

  • Anger Management
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    Aufatmen bei Charlie Sheen, FX - und wohl auch bei Vox, das sich schon vor dem Start für Deutschland die Ausstrahlungsrechte an der Sitcom "Anger Management" gesichert hatte. Nachdem die Zuschauerzahlen in den ersten Wochen rapide von zunächst 5,7 auf 2,4 Millionen abgesackt waren, gab es in Woche 4 erstmals ein Ende der Talfahrt. Die Zuschauerzahl zog leicht auf 2,65 Millionen an, das Zielgruppen-Rating lag bei 1,1. Ob das reicht, um die geplante Verlängerung von 10 auf 100 Folgen zu erreichen, ist nicht klar. FX hat einen bestimmten Zielwert ausgegeben, diesen aber nicht veröffentlicht. Sollten sich die Quoten nun auf diesem Niveau halten, stehen die Chancen aber nicht schlecht.
  • ABC
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    Am Sonntag ging die achte Staffel der Kuppelshow "The Bachelorette" mit starken Quoten zu Ende. Knapp 8,9 Millionen Zuschauer sahen das Finale. Das waren zwar etwas weniger als im Vorjahr, dafür lag das Zielgruppen-Rating mit 3,1 deutlich höher als noch 2011. Zudem blieben fast alle Zuschauer auch im Anschluss noch bei der Sendung "After the Final Rose" dran. Während ABC damit sehr zufrieden sein dürfte, legte am Montag dann die zweite Staffel von "Bachelor Pad", in der Ex-Kandidaten von "Bachelor" und "Bachelorette" eine zweite Chance kriegen, einen enttäuschenden Start hin. 4,69 Millionen Zuschauer sahen nur zu. Die erste Staffel hatte im Schnitt noch sechseinhalb Millionen Zuschauer erreicht. Im Anschluss setzte der "Big Brother"-Klon "The Glass House" seinen Niedergang weiter fort. Inzwischen sind nur noch 2,2 Millionen Zuschauer übrig.

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