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US-Update vom 10. November

Disney plant "Star Wars"-Serie, Vorwürfe gegen Louis C.K.

 

Für seinen angekündigten Streamingdienst plant Disney Großes: Jetzt hat CEO Bob Iger unter anderem eine "Star Wars"-Serie in Aussicht gestellt. Der Comedian und Produzent Louis C.K. sieht sich derweil Belästigungsvorwürfen ausgesetzt.

von Regine Pfaff / Kevin Hennings / Alexander Krei
10.11.2017 - 12:30 Uhr

The Walt Disney Company
© Walt Disney
Länger wurde schon gemunkelt, dass sich Disney "Star Wars" vornimmt, um daraus eine Serie zu basteln. Dass es einen Schritt in diese Richtung geht, wurde nun vom CEO selbst verkündet. Für den geplanten Streaming-Dienst sollen nicht nur bekannte Filme und Serien ins Portfolio aufgenommen werden, sondern auch neue, eigenproduzierte Serien. Wie Disney-CEO Bob Iger erklärte, wird man dabei eben zunächst auf bekannte Marken setzen. Demnach ist laut Iger eine reelle Star-Wars-Serie in Planung. Worum es in dieser Serie gehen wird und wer zum Cast gehört, bleibt jedoch noch unbekannt. Man kann davon ausgehen, dass sich das Projekt in einem sehr frühen Stadium befindet. Entstehen soll übrigens zudem eine "Star Wars"-Trilogie von "Die letzten Jedi"-Regisseur Rian Johnson. Disney möchte neben Star Wars aber auch auf weitere Zugpferde setzen: So soll ebenfalls eine Marvel-Serie entstehen, eine Serie basierend auf dem Animationshit "Die Monster AG" und eine "High School Musical"-Serie. Der bisher noch namenlose Streaming-Dienst selbst geht laut Plan 2019 offiziell an den Start.

Shameless
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Eindrucksvoll verlief der Start der achten Staffel von "Shameless" bei Showtime am Sonntag. Nur die Premiere der dritten Staffel startete einst erfolgreicher. Mit diesem Rückenwind verwundert eine Nachricht nicht: die Serie mit William H. Macy und Emmy Rossum in den Hauptrollen erhält eine Fortsetzung um eine neunte Staffel. Gut möglich, dass auch danach noch nicht Schluss ist. Quotentechnisch schlecht schneidet die hingegen die Neuauflage "Dynasty" ab. Und trotzdem gab The CW grünes Licht für eine volle erste Staffel des 80er-Reboots. Auf die 13 fixen Folgen dürfen neun drauf addiert werden. Mehr Folgen gibt es auch für "The Mick" und "The Middle". Die Fox-Serie mit "It's Always Sunny in Philadelphia"-Star Kaitlin Olson bekommt drei Folgen mehr im Vergleich zur ersten Staffel spendiert - die Comedy "The Middle" erhält zum Abschluss der Serie angeblich zwei Folgen mehr, so dass sie es auf 24 Episoden mit der neunten Staffel bringt. ABC hat derweil einen Starttermin für das Comeback von "American Idol" bekanntgegeben: Ab dem 11. März 2018 kehrt die einst bei FOX gezeigte Castingshow zurück ins US-Fernsehen.

BBC
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Zwölf Nominierungen gab es für "The Night Manager" bei den letztjährigen Emmys - eine Nominierung in der Kategorie "Best Limited Series" inklusive. Für die Adaption des Werks von Schriftsteller John le Carré haben sich Ink Factory, die BBC und AMC zusammen getan, was nun mit einer weiteren Serie fortgesetzt werden soll. Auf dem Einkaufszettel steht "Little Drummer Girl", erneut eine serielle Verfilmung einer John-le-Carré-Schrift der drei Partner, die bereits 1983 mit Diane Keaton eine Aufarbeitung auf der Kinoleinwand fand. Sechs Folgen lang soll eine Schauspielerin (Florence Pugh) auf dem Weg nach oben begleitet werden, vor dem Hintergrund der wachsenden Spannungen der 70er Jahre im Nahen Osten. Die Geschichte einfangen soll "Oldboy"-Regisseur Park Chan-wook, der damit sein Debüt auf dem kleinen Bildschirm geben wird.

Netflix
© Netflix
Auch Rapper Drake will sich am Serienhype beteiligen und ist an der Rückkehr einer von ihm angeblich geschätzten Serie interessiert. Es handelt sich dabei um die britische Serie "Top Boy", die zwei Staffeln lang bei Channel 4 zu sehen war und vor allem drei mehr oder weniger in der Luft hängenden Charaktere im Londoner Stadtteil Hackney in den Fokus rückt. Gemeinsam mit der Produktionsfirma des Basketball-Stars LeBron James' und Netflix wird es nach sechs Jahren zu einer Fortsetzung mit einer dritten Staffel beim Streamingdienst kommen. Die Drogenwelt lockt darin weiter - das moralische Dilemma ist daher nicht weit entfernt. Weniger Straßengeruch könnte es bei Fox mit einem Musikdrama geben, hinter dem R'n'B-Sängerin Mary J. Blige steht. Diese entwickelt für den Sender eine Serie namens "8 Count". Im Zentrum steht das Leben und Arbeiten einer Choreografin. Ein Pilot wurde jedoch noch nicht bestellt.

Trolljäger
© Netflix
Nachdem Guillermo Del Toros "Trolljäger"-Serie, die er mit DreamWorks Animation eigens für Netflix inszeniert hat, nach nur wenigen Monaten Anfang des Jahres um eine zweite Staffel verlängert wurde, können sich Fans jetzt auf noch mehr freuen. Wie nun nämlich verkündet wurde, wird das Universum um "Trolljäger" um zwei weitere Spin-Off-Ableger ergänzt. Die Trilogie, die dadurch entsteht, soll auf den Namen "Geschichten aus Arkadien" hören, wie Del Toro bei einem Screening zu den ersten Folgen der zweiten Staffel von "Trolljäger" bestätigte. "Die Idee war, drei zusammenhängende Serien zu erschaffen, die die gleiche Mythologie in sich tragen", erklärte der "Hellboy"-Regisseur. Weiter erläutert er, dass bereits in der ersten Staffel der Originalserie viele Charaktere eingeführt wurden, bei denen die Zuschauer noch keine Ahnung hätten, wie wichtig diese für die kommenden Serien werden. Übrigens: Mark Hamill stößt zum Cast und wird die Rolle des Blinky übernehmen. Bereits während der Arbeiten zu den ersten Folgen musste das Projekt verschmerzen, dass Anton Yelchin verstorben war. 

Louis CK Live at the Beacon Theater
© louisck.net
Der Comedian, Schauspieler und Produzent Louis C.K. sieht sich durch einen Bericht der "New York Times" am Donnerstag ebenfalls Belästigungsvorwürfen ausgesetzt. Konkret werden in dem Artikel fünf Frauen zitiert, vor denen C.K. angeblich masturbieren wollte, oder sich vor diesen selbst befriedigt hat. Der Artikel selbst beginnt mit einer Schilderung des Comedy-Duos Dana Min Goodman und Julia Wolov, die im Jahr 2002 gemeinsam auf dem U.S. Comedy Arts Festival in Aspen aufgetreten sind und anschließend mit C.K. in seinem Hotel-Zimmern feiern wollten. Kaum angekommen und noch in Winterkleidung, fragte der heute 50-Jährige, ob er seinen Penis auspacken könne. Was die beiden zunächst als Scherz ansahen, wurde angeblich direkt Realität. Im Anschluss stand er laut Aussage der beiden nackt vor ihnen und begann zu masturbieren. C.K. reagierte bislang nicht mit einem Statement auf die Anschuldigungen, die angeblich schon Jahre in der Comedy-Branche die Runde machen. Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: die für Donnerstag angesetzte Premiere seines neuen Films "Daddy, I Love You" wurde gestrichen - selbst abgesagt hat er einen Auftritt bei Stephen Colberts "Late Show" am Abend der Veröffentlichung der Vorwürfe. Außerdem wurde er bereits aus dem HBO-Special "Night of Too Many Stars" am 18. November gestrichen. Bei FX, der Heimat von "Louie" und weiteren Serien, bei denen C.K. beteiligt ist, sei man beunruhigt. Man wolle jedoch nicht vorschnell agieren und die Sache genauer prüfen. Aktuell gibt es "Deadline Hollywood" zufolge keine Pläne, Serien mit Beteiligung C.K.s als Produzent aus dem Programm zu nehmen.

Emmy Statue
© AOTVAS
Der steile Talfahrt des Harvey Weinstein nimmt kein Ende. Nachdem sich bereits zahlreiche Persönlichkeiten und Organisationen von dem mit zahlreichen Vorwürfen der sexuellen Belästigung konfrontierten US-Filmproduzenten distanziert haben, folgt nun auch die Television Academy, die ihn bis zu seinem Lebensende nicht mehr in den Verband aufnehmen wird. Damit ist die einstige Hollywoodgröße kein Teil der Organisation mehr, die den begehrten Emmy Award verleiht. Weiter verkündete die Television Academy, dass man nun den Verhaltenskodex für Mitglieder überprüfe um sicher zu gehen, dass es klare Regeln für ein respektvolles Verhalten am Arbeitsplatz gebe. Apropos Verhaltensbestrafung in Hollywood: Nachdem Disney die gesamte "L.A. Times" von zukünftigen Filmscreenings ausschloss, da sich ein Kritiker negativ über das Disneyland äußerte, musste der Weltkonzern anschließend mit nicht einkalkulierten Konsequenzen rechnen. Nach einer völligen Farce von Fehlentscheidung, kündigten nämlich allerhand große Namen an, ebenfalls nicht mehr an Screenings von Disney teilzunehmen. Dazu gehörten unter anderem "The Washington Post", "The New York Times" und "The A.V. Club". Nun knickte Disney ein: "Wir hatten eine produktive Diskussion mit der neuen Führung der Los Angeles Times darüber, wie unsere Sorgen aussehen. Das Ergebnis ist, dass wir zugestimmt haben, ihnen wieder einen vorläufigen Zutritt zu unseren Screenings zu geben", erläutert Disney in ihrem Statement. 

Der Kampf um gleiche Chancen und zur Verhinderung sexueller Diskriminierung am Arbeitsplatz wurde von den weiblichen Protagonisten in der Amazon-Serie "Good Girls Revolt" in Angriff genommen. In einem Klima des Patriarchats mit einem männlich geprägten Machtgefüge versuchten sie sich in der ersten Staffel zu vereinen, allerdings wurde den Zuschauern verwehrt, die Anstrengungen nach zehn Folgen weiterhin zu begleiten, denn Amazon verhinderte eine Fortsetzung um eine zweite Staffel - und das, obwohl die Kritiker sie goutierten, wie auch die Resonanz beim weiblichen Publikum hoch war. Angeblich hatte der damalige Verantwortliche Roy Price laut amerikanischen Branchendiensten keine einzige Folge gesehen, aber die Absetzung verantwortet. Dieser verließ Amazon bekanntlich nach Belästigungsvorwürfen. Fast ein Jahr nach der Absetzung besteht aufgrund der wachsenden Bedeutung nun wieder Interesse an einem Comeback der Serie. Sony Pictures TV Studios ist angeblich dabei, die Serie bei einem Sender oder Streamingdienst unterzubringen. Auf der Liste möglicher Abnehmer steht dabei wohl auch Amazon.

AMC
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"Good Wife"-Vorzeigegesicht Julianna Margulies hat ein neues Serienengangement. Sie wird Teil der zunächst zehnteiligen, 2018 Premiere feiernden AMC-Serie "Dietland" von Martin Noxon. Als überehrgeizige Herausgeberin eines Magazin muss sie sich mit einer feministischen Gruppe auseinandersetzen. Die von Netflix und der BBC angekündigten Dramaserie "Wanderlust" wird sich um die kontroverse Frage drehen, ob lebenslange Monogamie möglich bzw. überhaupt erstrebenswert ist. Nun ist bekannt, dass die australische Emmy-Preisträgerin Toni Collette ("The Sixth Sense") als Therapeutin Joy Richards ein Teil der Antwortfindung sein wird. Ihre Figur versucht in der Serie die Ehe zu ihrem Mann aufrechtzuerhalten. Nachdem dieser einen Radfahrunfall hatte, steht deren Beziehung nämlich unter neuen Vorzeichen. Ebenfalls zu einer Netflix-Serie stoßen wird Josh Groban. Der Sänger und Schauspieler, der unter anderem schon mal in "The Office" zu sehen war, wird in "Good Cop" den Sohn von Tony Sr. (gespielt von Tony Danza) verkörpern, einem unehrenhaft entlassenen NYPD-Polizisten. Sich etwas aus der Serienwelt zurückziehen möchte sich unterdessen "Prison Break"-Star Wentworth Miller. In einem Statement gibt er bekannt, dass er "DC's Legends of Tomorrow" und "The Flash" verlassen wird. "Ich drehe derzeit die letzten Episoden als Captain Cold/Leonard Snart", schreibt er auf Instagram. "Ich danke den talentierten Casts und hart arbeitenden Crews für alles. Ich hatte eine tolle Zeit mit diesen Charakteren - es war eine Gelegenheit, Schule und ein gottverdammter Spaß."

US-Quoten-Update

This is us
© NBC
Die zuletzt so erfolgsverwöhnte NBC-Serie "This is us" hat sich vom Tiefpunkt der Vorwoche wieder spürbar erholt. 9,89 Millionen Zuschauer schalteten am Dienstagabend ein, um eine neue Folge zu sehen – gegenüber der Vorwoche gewann "This is us" somit rund eineinhalb Millionen Zuschauer zurück. Noch gefragter war zur selben Zeit allerdings die CBS-Serie "Bull", die sogar von 10,77 Millionen Zuschauern gesehen wurde, beim jungen Publikum mit einem Marktanteil von fünf Prozent gegenüber den neun Prozent von "This is us" jedoch das Nachsehen hatte. "NCIS" hatte sich zuvor mit 13,47 Millionen Zuschauern in gewohnter Form präsentiert.

Criminal Minds
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Für eine andere CBS-Serie musste dagegen in dieser Woche ein neues Tief hinnehmen: Mit 5,50 Millionen Zuschauern lief es für "Criminal Minds" so schlecht wie noch nie. Auch "Empire" erreichte mit 5,20 Millionen Zuschauern am Donnerstagabend einen neuen Tiefstwert. Die Rückschläge lassen sich allerdings mit den Country Music Awards erklären, die über drei Stunden hinweg bei ABC zu sehen waren. Mit 14,29 Millionen Zuschauern war die Show ungleich gefragter als vor einem Jahr, als man jedoch auch gegen das World Series Game anzutreten hatte. Das Plus betrug fast zwei Millionen Zuschauer. In der Zielgruppe belief sich der Marktanteil auf starke 12 Prozent.

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