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US-Update vom 1. Dezember

"Jersey Shore" kehrt zurück, "Suits" verliert Prinzessin

 

MTV vereint den einstigen "Jersey-Shore"-Cast nach Jahren wieder vor der Kamera. CBS stoppt "Wisdom of the Crowd", CBS bestellt zwei neue Serien und bei "Suits" muss man nach der royalen Verlobung künftig auf Meghan Markle verzichten.

von Regine Pfaff / Uwe Mantel
01.12.2017 - 12:00 Uhr

Wisdom of the Crowd
© CBS
Das "Big Bang"-Prequel "Young Sheldon" bekam von CBS grünes Licht für eine volle erste Stafffel, ebenso die Neuauflage von "S.W.A.T" und "SEAL Team". Die Ampel rot bleibt hingegen beim schlechtesten Neustart des Senders, "Wisdom of the Crowd". Nach 13 Folgen ist Schluss für die Serie über den Tech-Visionär Jeffrey Tanner, der von Jeremy Piven verkörpert wird. Dieser sieht sich derzeit Belästigungsvorwürfen ausgesetzt, die auf die Zeit seines "Entourage"-Engagements 2009 zurückreichen. Alles zusammen genommen womöglich zu viel für eine Fortführung. Aufgefüllt werden könnte der frei gewordene Platz mit der CBS-Serie "Elementary". Dort gab es nun acht Folgen mehr für die sechste Staffel. Damit kommt sie zwar nicht wie sonst auf 24 Folgen, aber durch die zusätzliche Order immerhin auf 21. Aufgestockt wurde auch bei zwei Comedy-Serien, die bei CBS beheimatet sind. "Man with a Plan" und "Superior Donuts" bekommen je acht Folgen für ihren Zweitling spendiert. Damit zählen die zweiten Staffeln beider Serien ebenfalls jeweils 21 Episoden.

SMILF
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Das Debüt von "SMILF" verlief für Showtime sehr erfreulich. Seit 2012 hatte keine Comedy-Serie mehr eine so starke Start-Woche hingelegt. So ist es wenig überraschend, dass die Geschichte von Frankie Shaw über die alleinerziehende junge Mutter Bridgette Bird aus Boston, die ihr Privat- und Liebesleben sowie ihre Karriere mit der Erziehung in Einklang bringen muss, um eine zweite Staffel verlängert wurde. In eine zweite Runde gehen wird auch die filmisch erzählte Netflix-Serie "Mindhunter" von David Fincher. Holden Ford und Bill Tench dürfen also weiter in die Gedächtniswelt und Gedankenstrukturen von Serienkillern einsteigen. Mehr zu sehen gibt es auch von "Ghosted" mit Craig Robinson und Adam Scott. Der Comedy-Neustart über die Aufklärer übernatürlicher Vorkommnisse ist die am zweitbesten gestartete Network-Comedy und erhält sechs zusätzliche Folgen. Eine Änderung gibt es auf dem Posten des Showrunners. Dort nimmt Paul Lieberstein statt Kevin Etten Platz. Dieser kennt Robinson noch aus gemeinsamen "The Office"-Tagen.

Kürzlich wurden Anschuldigungen laut, der ausführende Produzent Andrew Kreisberg der DC-Comic inspirierten Superhelden-Serien "Arrow", "The Flash", "Supergirl" und "Legends of Tomorrow" habe frühere und derzeitige Kollegen sexuell belästigt. Um genauer zu sein haben 19 Personen von unangemessenem Verhalten am Arbeitsplatz berichtet. Von ungefragtem Küssen und Massagewünschen am Schauplatz der The-CW-Serien war dort unter anderem die Rede. Daraufhin hat Warner Bros. Television eine Untersuchung durchgeführt und Kreisberg zunächst von seinen Aufgaben entbunden. Nun hat WBTV den Showrunner von "Arrow" und "The Flash" entlassen, ihn aller Posten enthoben und jegliche Verbindung mit ihm gelöst. Der Hauptproduzent der Serien, Greg Berlanti, wird zunächst seine Aufgaben übernehmen. Seinen Posten als Showrunner verlässt unterdessen ein anderer mit großem Namen. Bryan Fuller hört bei der Starz-Serie "American Gods" gemeinsam mit Michael Green auf. Zusammen fungierten diese als Masterminds für die Adaption des Romans von Neil Gaiman.

CBS
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Bei CBS hat man zudem Ersatz gefunden für die eingestellte Sommer-Serie "Zoo". Zur zweiten Staffel von "Salvation" hinzu stoßen wird "Blood and Treasure" von den Machern von "Limitless". 13 Folgen wurden direkt in Serie geschickt. Und worum geht's in der als Action geladenen Abenteuerserie? Ein begabter Antiquitätenhändler und ein gerissener Kunstdieb schließen sich zusammen, um einen Terroristen zu jagen. Dieser finanziert seine Attacken durch den Raub von Kunstschätzen. Bei ihrer Jagd rund um den Globus geraten sie in einen 2000 Jahre alten Streit über die Wiege der Zivilisation. Der Schöpfer von "Dawson's Creek" und Autor der Teenie-Horrorreihen "Scream" oder "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast", Kevin Williamson, hat in CBS All Access einen neuen Abnehmer gefunden. Der Dienst hat "Tell Me a Story" zu sich ins Portfolio aufgenommen, das auf einem spanischen Format basiert. "Die drei kleinen Schweinchen", "Rotkäppchen" und "Hans und die Bohnenranke" werden in "Tell Me a Story" miteinander verwoben und im modernen New York als dunkler Psychothriller neu erzählt.

Meghan Markle als Rachel Zane
© USA Network
Nun ist es also offiziell: Prinz Harry hat um die Hand von Meghan Markle angehalten - und sie hat ja gesagt. Im kommenden Jahr steht dann also die nächste royale Hochzeit auf dem Programm. Und während aus aller Welt Glückwünsche auf das Paar einprasseln, dürften einige "Suits"-Fans auch mit einem weinenden Auge auf die Verlobung blicken. Die Prinzessin-in-spe steht damit für eine weitere Staffel der Anwaltsserie nämlich erwartungsgemäß nicht mehr zur Verfügung, wie USA Network nun auch offiziell bestätigte. Sie verlässt die Serie zum Ende der siebten Staffel. Generell müsste eine mögliche achte Staffel - die dem vernehmen nach nicht unwahrscheinlich sein soll - neu aufgestellt werden, denn auch ihr Serien-Verlobter Patrick J. Adams (Mike Ross) wird nach Ende von Staffel 7 die Serie verlassen. Aller Voraussicht nach wird in den letzten Folgen der siebten Staffel in der Serie noch die Hochzeit der beiden zu sehen sein - Meghan Markle kann sich also schonmal auf die 2018 bevorstehende richtige Hochzeit einstimmen.

ESPN
© ESPN
Bei ESPN zittern die Mitarbeiter vor der nächsten Entlassungswelle. Weitere 150 Mitarbeiter mussten in der jüngsten Runde nun gehen. Die Disney-Tochter reagiert damit auf die Tatsache, dass das klassische Pay-TV-Geschäft inzwischen merklich Probleme bereitet. Von den 100 Millionen Abonnenten aus dem Jahr 2010 sind inzwischen nur noch 88 Millionen übrig. Die Medienkonzerne müssen sich also neu aufstellen, stärker in Sachen Streaming aktiv werden. Auch ESPN plant mit ESPN+ einen entsprechenden Service im kommenden Jahr. Abgebaut werden soll in dieser Runde vor allem in den Bereichen Studioproduktion, Digital Content und Technologie, auf der anderen Seite werden für neue Projekte in den kommenden Monaten auch wieder Neueinstellungen erwartet.

Robert Greenblatt
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NBC Universals Entertainment-Chef Bob Greenblatt, der mit NBC immerhin eines der größten werbefinanzierten Networks verantwortet, sparte auf einer Konferenz zum aktuellen Stand des TV- und Video-Businesses nicht mit deutlichen Worten. Probleme sieht er trotz sinkender Reichweiten weniger auf Seiten der Inhalte, als auf Seiten der Werbung. "Konsumenten hassen Werbung. Die Leute rennen in Scharen vor Werbung davon - und das ist der Kern des Problems. Wie können wir das aufhalten? Wir müssen Wege finden, die Unterbrechungen im Programm deutlich angenehmer, deutlich unterhaltender zu machen, oder die Leute werden weiterhin gehen und gehen und gehen." Trotz seiner drastischen Worte schickte er allerdings noch hinterher, dass das Network-Geschäft weiterhin relativ gut laufe, auch wenn die Live-Reichweiten immer weiter abnehmen.

Jersey Shore
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Bei MTV wird man nostalgisch und nahm dafür einen der größten Erfolge des Senders in den Blick. "Jersey Shore", Sinnbild für Trash-TV-Kultur und weltweites Vorbild für Reality-Formate mit viel nackter Haut und Gesprächen jenseits von Feuilleton-Niveau lief von 2009 und 2012 sechs Staffeln lang beim Musiksender in den USA über den Schirm. Mit Spinoffs wurde die Kuh weiter gemolken. 2011 erreichte "Jersey Shore" gar ihren Zenit mit im Schnitt 9 Millionen Zuschauern pro Folge. Verfolgt wurde dabei eine Gruppe partywilliger Freunde bei ihrem Sommerurlaub. Nun gibt es eine Rückkehr des Hit-Formats. "Jersey Shore Family Vacation" wird im nächsten bei MTV zu sehen sein. Dabei wird mit Ausnahme von Sammi Giancola auf die Originalbesetzung gesetzt: Jenni "JWOWW" Farley, Vinny Guadagnino, Deena Nicole Cortese, Paul "Pauly D" Delvecchio, Ronnie Ortiz-Magro, Nicole "Snooki" Polizzi und Mike "The Situation" Sorrentino werden hingegen Champagner-Korken knallen lassen und "whoo hoo" schreien.

US-Quoten-Update

Supergirl
© Warner Bros. / CBS
Die nicht ganz neue Idee, seine Helden des DC-Universums mal wieder in einer übergreifenden Geschichte zu vereinen, hat sich für The CW erneut ausgezahlt. Am Montag und Dienstag liefen die vier DC-Helden-Serien des Senders als Crossover und zumindest drei davon haben deutlich profitiert. "Supergirl" startete etwa am Montag mit 2,7 Millionen Zuschauern und 0,9/3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe ins Vierfach-Crossover. Zum Vergleich: Eine Woche zuvor wurden noch 1,9 Millionen Zuschauer und 05/2 Prozent in der Zielgruppe gezählt. "Arrow" lief außerplanmäßig direkt im Anschluss und erreichte dort 2,5 Millionen Zuschauer - eine Verdoppelung im Vergleich zu den letzten Wochen. In ähnlichen Regionen bewegten sich am Dienstag dann auch die Reichweiten von "The Flash" und "Legends of Tomorrow". Während das für "Legends of Tomorrow" ein Zugewinn von weit über einer Million Zuschauern im Vergleich zum Normalniveau war, machte sich das Crossover für "The Flash" nicht weiter bemerkbar: Letztlich zog "The Flash" als stärkste der DC-Serien schlicht alle anderen auf das eigene Niveau nach oben.

Young Sheldon
© Warner Bros.
Gute Nachrichten kommen von "Young Sheldon": Der "Big-Bang-Theory"-Ableger konnte in der vergangenen Woche den besten Wert seit dem Wechsel auf den Donnerstagabend erzielen. 11,4 Millionen Zuschauer sahen zu, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 2,6/11 Prozent. Das ist natürlich ein ganzes Stück weg von den 17 Millionen Zuschauern, die die Premiere Ende September verfolgt hatten, doch mit diesem Quotenniveau dürfte man sich bei CBS überaus glücklich schätzen, zumal man mit der Entscheidung, das Spin-Off als Single-Camera-Sitcom und somit gänzlich anders anzulegen als "The Big Bang Theory" ein nicht unerhebliches Risiko eingegangen war.

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