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US-Update vom 09. November

Film zu "Breaking Bad" und Sequel für "OITNB" geplant

 

"Orange is the new Black" wird 2019 zu Ende gehen - es gibt aber bereits Pläne für ein Sequel. Auch von "Breaking Bad" ist ein neuer Ableger geplant, diesmal in Form eines Films. Und aus "Kevin can wait" könnte die Sitcom-Satire "Kevin can f**k himself" entstehen

von Regine Pfaff / Uwe Mantel
09.11.2018 - 11:55 Uhr

Orange is the new Black
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Geht es mit den Frauen von Litchfield doch weiter? Aktuell gibt es angeblich Pläne von Lionsgate TV, dem Studio von Emmygewinner "Orange Is The New Black", für ein Sequel. Bei Netflix wird die Serie im nächsten Jahr nach sieben Staffeln zu Ende gehen, doch die Geschichte könnte in einem neuen Rahmen fortgeführt werden. Gegenüber dem "Hollywood Reporter" gab Lionsgate-Television-Chef Kevin Beggs bekannt, dass das Studio derzeit nach Wegen suche, um die Geschichte fortzuschreiben und dies dann zu einem gegebenen Zeitpunkt näher mit "OITNB"-Schöpferin Jenji Kohan besprechen möchte. Kohan selbst ist vertraglich mehrere Jahre mit dem Streamingdienst verbunden. Ein Ort für ein Sequel wäre womöglich daher auch Netflix - auch wenn über den Ort und die Art der Ausstrahlung bislang nichts offiziell bekannt ist.

Breaking Bad
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Viele Fragezeichen stehen hinter dem geplanten Film mit dem Arbeitstitel "Greenbrier" zu "Breaking Bad". Wird es ein Fernseh- oder Kinofilm geben? Führt Vince Gilligan neben seinen Tätigkeiten als Autor und ausführender Produzent auch Regie? Und vor allem: ist Bryan Cranston als Drogenkoch Walter White in irgendeiner Form mit dabei? Da der Film inhaltlich an das Ende der Serie anknüpfen will, könnte das bei einem Serientod eine Herausforderung werden. In jedem Fall erklärte Cranston, dass er, sofern Gilligan ihn frage, mit an Bord sei. Eine Sache wurde nun aber bekannt: der von Aaron Paul gespielte Jesse Pinkman, der am Ende des Finales entkommt, soll wohl im Zentrum des Films stehen. Seine Geschichte würde dann nicht im Prequel "Better Call Saul" erzählt, sondern in zwei Stunden Filmlänge. Einem Bericht zu Folge sollen die Dreharbeiten noch diesen Monat in New Mexico beginnen.

HBO Logo
© HBO
David Simon und HBO haben erneut gemeinsame Sache gemacht. Nachdem das historisch angelegte Drama "The Deuce" demnächst beim Home Box Office in die dritte Staffel gehen wird und Simon zusammen mit Ed Burns die wegweisende Serie "The Wire", sowie die "The Corner" und "Generation Kill" realisierte, folgt nun "The Plot Against America" - erneut eine Zusammenarbeit von Simon und Burns für HBO. Basieren wird die sechsteilige Miniserie auf dem gleichnamigen Buch von Philip Roth. Entworfen wird darin eine alternative Geschichtsschreibung: Franklin D. Roosevelt verliert die Präsidentschaftswahlen von 1940 gegen Charles Lindbergh, einem fremdenfeindlichen und populistischen Piloten. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht einer jüdischen Familie der Arbeiterklasse in New Jersey, die den nationalen Rechtsruck miterleben muss. So gesehen ein aktuelleres Thema denn je.

Kevin can wait
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Bücher, Filmklassiker, oder längst beerdigte Serien zu (neuem) Serienleben zu erwecken ist mehr denn je aktuell. Bei AMC versucht man nun aber mal einen Weg einzuschlagen, der eine etwas andere Richtung einschlägt. Rashida Jones und Will McCormack haben sich dran gemacht, eine von CBS nach zwei Staffeln beendete Sitcom zur Grundlage zu nehmen und diese einmal auf den Kopf zu stellen. Entstehen könnte ein Gegenentwurf zu "Kevin Can Wait", der aktuell auf den Arbeitstitel "Kevin Can F**k Himself" hört, klare Bezüge enthält und direkt eine Wertung mitliefert. Die Idee ist dabei, die Sichtweise umzudrehen und aus der Sicht der Sitcom-Frau zu erzählen, die oft schön ist, aber als nervtötend porträtiert wird und ihren Platz neben einem übergewichtigen, aber witzigen Ehemann hat. Die Sitcom-Satire mit dem weiblichen Blick auf die Dinge befindet sich aktuell in der Entwicklung.

Splitting up together
© ABC
Zwei Neustarts erhalten Nachschub von ABC. Die Polizei-Serie "The Rookie" mit Nathan Fillion erhält sieben weitere Folgen und zählt damit 20 Episoden bei der Auftaktstaffel. Neben der Drama-Serie wurde auch bei einem Comedy-Neustart grünes Licht für weitere Ausgaben gegeben. "The Kids Are Alright", eine Familiengeschichte in einem von Arbeitern geprägten Vorort von Los Angeles in den 1970er Jahren, wird ebenfalls aufgestockt. Durch neun neue Folgen umfasst die Premierenstaffel dann insgesamt 22 Folgen. Das sich bereits in der zweiten Staffel befindende "Splitting Up Together" bekommt auch mehr von ABC spendiert: in diesem Fall sind es fünf neue Episoden für eine dann 18 Folgen starke zweite Staffel. Auch bei The CW war man in Stimmung: "Charmed", "Legacies" und "All American" erhalten mehr Folgen. Bei der Hexenneuauflage "Charmed" sind es neun, bei den anderen beiden drei zusätzliche Folgen.

Jeopardy! Watson
© Screenshot Jeopardy
Das umgekehrte Spiel "Finde die richtige Frage zur passenden Antwort" geht in den USA weiter. Das Quiz "Jeopardy" wurde um drei Jahre verlängert und wird damit in die Staffeln 37 bis 39 gehen. Noch mehr auf dem Buckel hat im Vergleich dazu das "Glücksrad". Und auch hierbei haben sich Sony Pictures Television und CBS Television Distribution geeinigt und die Glücks- und Rateshow um weitere drei Jahre in die Verlängerung geschickt. Damit kommt die Show mindestens auf 40 Staffeln. Beide werden weiterhin auf zahlreichen ABC-Sendern zu sehen, so auch in den Metropolen New York, Los Angeles, Chicago und Philadelphia - und das bis minimum 2023.

Alec Baldwin
© DWDL.de
Acht Jahre, nachdem NBC mit der "Jay Leno Show" eine Bruchlandung bei dem Versuch hingelegt hatte, eine Talkshow außerhalb der Late-Night-Schiene zu etablieren, musste ABC nun die gleiche Erfahrung mit Alec Baldwin machen. Zuletzt sahen nur rund eineinhalb Millionen Zuschauer zu, wenn Alec Baldwin am Sonntagabend um 22 Uhr zum Talk lud, der Zielgruppen-Marktanteil lag bei 0,3/1 Prozent. Da bei solchen Formaten auch die zeitversetzte Nutzung, auf die man in diesen Tagen ja gerne verweist, überschaubar ist, zog ABC nun nach vier Folgen Konsquenzen. Die weiteren geplanten Ausgaben wird es zwar geben, allerdings am Samstagabend - gemeinhein ein völlig unbedeutender Abend für die Networks und in erster Linie als Abklingbecken für bereits gescheiterte Formate.

Verlängert

Divorce
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"Divorce": Die Trennungsgeschichte von Frances und Robert Dufresne geht weiter. Bestellt wurde eine dritte Staffel mit Sarah Jessica Parker und Thomas Haden Church als Ex-Ehepaar, die jedoch kürzer ausfallen wird. HBO hat sechs Folgen bestellt und damit zwei Episoden weniger als bei der zweiten Staffel. Gestartet war man im Herbst 2016 noch mit zehn Folgen.

"The Purge": Zwölf Stunden Gesetze übertreten - Mord inklusive. Das ist die Geschichte des Horrorfilm-Franchise "The Purge" und der gleichnamigen Serie bei USA Network. Die Premierenstaffel fand erst kürzlich ihren Abschluss, doch für Nachschub ist bereits gesorgt. Eine zweite Staffel liegt bereits in dem Warenkorb. 

Abgesetzt

"Alone Together": Die Lonely-Island-Produktion, an der unter anderem Andy Samberg beteiligt ist, geht zu Ende. Zusammen konnten sich Esther und Benji durch das glamouröse Los Angeles navigieren - immer mit einem verächtlichen Blick darauf und ab und an auch aufeinander. Dennoch waren sie beste Freunde, auch, weil sie mehr gemeinsam hatten als ihnen lieb war und die anderen ihnen noch komischer erschienen. Doch die Serie kommt an ihr Ende: nach zwei Staffeln werden keine Lichter mehr angehen.

Good Behavior Staffel Zwei
© TNT Serie
"Good Bahvior": Bei TNT ist die Freude an gutem Verhalten zu Ende gegangen. Die Serie mit Michelle Dockery in der Hauptrolle mit devianten und daher nicht immer ganz so guten Verhaltenszügen wird nach zwei Staffeln nicht fortgeführt. Die Trickdiebin mit Lust an der Grenzüberschreitung muss ihr Handwerk daher einstellen.


"Reverie"
: Nicht mehr auf Start wird bei der Virtual-Reality-Geschichte bei NBC gedrückt. Nach nur einer Staffel ist Schluss für die Sommerserie "Reverie". Zu Ende ging diese im August.

US-Quoten-Update

The Walking Dead
© AMC
Nachdem es von "The Walking Dead" eine ganze Weile nur Meldungen über fallende Quoten gab, ging es zuletzt zwei Mal in Folge bergauf - wenn auch nur leicht. Die Abschieds-Episode für Andrew Lincoln sorgte für ein Zielgruppen-Rating von 2,1 Prozent, 0,1 mehr als noch die Woche zuvor. 5,41 Millionen Zuschauer hatten insgesamt am Sonntagabend bei AMC zugesehen. Von den einst so herausragenden Quoten ist "The Walkind Dead" damit inzwischen zwar weit entfernt, zumindest was die lineare Ausstrahlung angeht - doch es bleibt trotzdem ein Jammern auf weiterhin hohem Niveau. Blickt man auf die Networks, dann schaffte zuletzt nur "The Big Bang Theory" einen ebenso hohen Marktanteil in der Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen.

Manifest
© NBC
Zu Beginn der Season lag auch mal "Manifest" auf diesem Niveau - doch der erfolgreichste Drama-Neustart dieser Saison kämpft auch in der sechsten Wochen weiterhin mit rückläufigen Quoten. Die horizontal erzählte Geschichte verlor in dieser Woche nochmal eine Million Zuschauer, übrig waren nun noch 6,3 Millionen, etwa vier Millionen weniger als bei der Auftakt-Folge im September. In der Zielgruppe hat sich der Marktanteil mit 1,2/5 Prozent (Rating/Share) im Vergleich zum Auftakt mittlerweile mehr als halbiert. Hier gilt allerdings ähnliches wie bei "The Walking Dead". Im Vergleich zu anderen Produktionen steht "Manifest" selbst damit noch ziemlich ordentlich da.

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