© Warner
US-Update vom 19. Juli

Spin-Off von "Gossip Girl", Schluss für "S.H.I.E.L.D."

 

Sieben Jahre nach dem Ende von "Gossip Girl" gab's nun grünes Licht für ein Spin-Off der Serie, "Agents of S.H.I.E.L.D." endet nach sieben Staffeln, "A.P. Bio" wird überraschend wiederbelebt, Alicia Keys macht Musical-Serie und Ted Danson und Tina Fey eine neue Comedy

von Uwe Mantel
19.07.2019 - 12:00 Uhr

Gossip Girl© Warner Brothers
2012 endete "Gossip Girl" bei The CW nach sechs Staffeln - nun gab's grünes Licht für ein Spin-Off der Serie, die für den neuen Streamingdienst HBO Max von WarnerMedia produziert werden wird. Geplant ist zunächst eine zehnteilige erste Staffel. Geschrieben und produziert wird sie von Joshua Safran, der auch beim Original-"Gossip Girl" als Showrunner fungierte, die Serienschöpfer Josh Schwartz und Stephanie Savage sind ebenfalls als Executive Producer mit an Bord. Wie im echten Leben, so werden auch in der Serie acht Jahre vergangen sein. Das Spin-Off handelt dementsprechend von einer neuen Generation von Teenagern an einer New Yorker Privatschule, die zum ersten Mal in die soziale Überwachung durch Gossip Girl eingeführt werden. Die Serie soll sich auch damit befassen, wie sehr sich Social Media und New York an sich über diesen Zeitraum verändert haben. Ob einige Darsteller von damals wieder mit dabei wären, ist noch nicht bekannt.

Showtime© Showtime
Showtime hat eine neue Musical-Dramaserie in Auftrag gegeben, die zwar noch keinen Titel hat, dafür aber große Namen im Hintergrund: Produzieren werden nämlich Alicia Keys sowie Benj Pasek und Justin Paul, das Songwriting-Team hinter so großen Erfolgen wie "La La Land" und "The Greatest Showman". Die Serie soll eine generationenübergreifende und emotional komplexe Familiengeschichte erzählen, die das moderne Detroit mit dem Detroit aus dem Jahr 1959 verwebt. Im Mittelpunkt steht ein Geheimnis, das von einer jungen Musikerin aufgedeckt wird, die in ihr Elternhaus zurückkehrt. "Wir waren schon immer fasziniert von der Idee, eine Musicalserie bei shotwime zu machen - aber nur, wenn die Songs die Tiefe und Komplexität eines großen Charakter-Dramas noch verstärken könnten", sagt Showtime-Entertainment-Chef Gary Levine, der das mit dem neuen Projekt nun offenbar gefunden zu haben glaubt.

Ted Danson in The Good Place© NBC Universal
Tina Fey und Ted Danson sind zwei der bekanntesten NBC-Stars aus dem Comedy-Bereich - und nun machen sie gemeinsame Sache: Ted Danson wird in der noch namenlosen Serie einen reichen Geschäftsmann spielen, der als Bürgermeister von Los Angeles kandidiert - aber aus dem falschen Gründen. Nachdem er tatsächlich gewonnen hat, muss er erstmal herausfinden, wofür er eigentlich steht, den Respekt seiner Mitarbeiter gewinnen und wieder Kontakt mit seiner Teenager-Tochter aufnehmen - alles, während er gleichzeitig die Kojoten-Population kontrollieren muss. Tina Fey steht nicht vor der Kamera, wird aber gemeinsam mit Robert Carlock die Bücher schreiben udn produzieren. Ted Danson ist wieder frei, nachdem inzwischen klar ist, dass die im September startende vierte Staffel von "The Good Place" zugleich die letzte sein wird. Fey und Carlock haben zuletzt für Netflix "Unbreakable Kimmy Schmidt" prodziert - auch diese Serie ist inzwischen beendet. NBC ist von der neuen Produktion so überzeugt, dass man erst gar keinen Piloten produzieren lässt sondern direkt grünes Licht für die Serien-Produktion gab.

Amazon Prime Video© Amazon
Im letzten Herbst machte die Meldung die Runde, dass an einer Serien-Adaption von "Jack Reacher" gearbeitet wird - nur ohne Tom Cruise, der dem Autor der Buchvorlage schon immer zu klein für die Rolle war. Nun gibt es offenbar auch einen Abnehmer für die Serie: Amazon Prime Video ist an Bord und hat sie offiziell in Entwicklung geschickt. Als Showrunner ist Nick Santora an Bord, der einst die Serie "Scorpion" erfand. Produzieren werden Paramount Television, Skydance Television und Amazon Studios. Die gleiche Zusammenarbeit gibt's auch schon bei "Tom Clancy's Jack Ryan", dass auch Jack Reacher dort landen würde, lag also zumindest nahe.

Snoopy in Space© Apple
Apple hat einen First-Look-Trailer für die neue Serie "Snoopy in Space" veröffentlicht - passend zum Jubiläum der Mondlandung. In der Serie wird Snoopys Traum, Astronaut zu werden, wahr: Während er und Woodstock von der NASA für eine Elite-Mission im All ausgewählt werden, erhalten sie Unterstützung von Charlie Brown und der Peanuts-Gang, die Mission Control übernehmen. Zu sehen geben wird es die Serie bei Apple TV+, dem neuen Streaming-Dienst von Apple, der irgendwann im Herbst starten soll - ein genaues Datum ist bislang aber ebensowenig bekannt wie die Preisvorstellung. Produziert wird die Snoopy-Serie von DHX Media.

Netflix© Netflix
Nachdem Netflix mit "Our Planet" ganz groß ins Genre der Naturdokumentationen eingestiegen ist, steht nun das nächste Großprojekt vor der Tür: James Honeyborne, der schon die hochkarätige Dokureihe "Blue Planet II" verantwortete, produziert für Netflix "Oceans". Jede Episode soll sich dabei einem anderen Ozean widmen. Anfang des Jahres hatte Netflix einen mehrjährigen Exklusiv-Deal mit Freeborne abgeschlossen, in dessen Rahmen mehrere Big-Budget-Naturdokus entstehen sollen. "Oceans" ist nun das erste dieser Projekte, das konkret angekündigt wird. Die Produktion soll im weiteren Jahresverlauf starten, einen Ausstrahlungs-Zeitraum nennt Netflix noch nicht.

Abgesetzt oder Verlängert

A.P. Bio© NBC
A.P. Bio: Knapp zwei Monate, nachdem NBC seiner Comedyserie "A.P. Bio" (die hierzulande bei ProSieben als "Mr. Griffin - Kein Bock auf Schule" gezeigt wurde) den Laufpass gegeben hat, kommt es nun überraschend zu einer Wiederauferstehung: Wie "The Hollywood Reporter" berichtet soll nun doch eine dritte Staffel produziert werden, die dann aber nicht bei NBC, sondern auf dem noch namenlosen neuen Streamingdienst von NBC Universal zu sehen sein soll.

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.: Aktuell läuft noch die sechste Staffel der Marvel-Serie bei ABC, eine siebte Staffel ist auch bereits bestellt - doch damit wird es ABC dann auch bewenden lassen, eine achte Staffel wird es nicht geben. Aus Quotensicht kommt das nicht überraschend, die sind schon seit Jahren nicht mehr wirklich gut - weshalb die Serie jetzt auch nur noch im Sommerprogramm am Freitagabend gezeigt wird. Angesichts dessen war eher die frühzeitige Verlängerung um eine siebte Staffel erstaunlich.

She's Gotta Have It: Nach zweit Staffeln macht Netflix Schluss mit der Serien-Adaption von "She's Gotta Have It". Die Serien-Adaption von Spike Lee basierte auf seinem ersten Kinofilm aus dem Jahr 1986. Auch wenn mit der Serie Schluss ist, bleibt Netflix aber auch weiter mit Spike Lee im Geschäft: Aktuell arbeitet er für Netflix am Film "Da 5 Bloods".

SpongeBob SquarePants: Seit 17 Jahren ist "SpongeBob" schon die erfoglreichste animierte Serie für Kinder im US-Fernsehen - und sie wird es wohl auch noch eine Weile bleiben: Nickelodeon hat nun eine 13-teilige 13. Staffel in Auftrag gegeben.

US-Quoten-Update

Die Bachelorette© RTL / Armanda Claro
Die "Bachelorette" geht bei ABC langsam in den Endspurt über und hat sich nach einem etwas schwächeren Beginn der Staffel richtig gut entwickelt. In dieser Woche wurden neue Staffelbestwerte erreicht: Knapp sechseinhalb Millionen Zuschauer sahen zu, der Marktanteil in der Zielgruppe zog auf 1,7/8 Prozent (Rating/Share). Damit war es bei den jüngeren Zuschauern die erfolgreichste Sendung der letzten Tage noch vor "America's Got Talent", das in diesem Jahr ein Stück weit hinter den Vorjahreserfolgen zurück bleibt. Das machte "Love Island" bei CBS das Leben noch ein Stück weit schwerer, am Montag sank die Zuschauerzahl sogar knapp unter die 2-Millionen-Marke. Davon hat sich die Kuppel-Reality inzwischen zwar wieder ein Stück weit erholt, die zweite Woche liegt mit Zielgruppen-Marktanteilen von 0,5/3 Prozent aber trotzdem noch leicht unter dem Quotenniveau der Auftakt-Woche und kann CBS damit nicht zufrieden stellen.

TheCW© TheCW
Bei The CW ging unterdessen "The Outpost" in die zweite Staffel. Die Serie wird eigentlich für die internationalen Syfy-Sender produziert, für The CW ist sie also erheblich günstiger als eine Eigenproduktion. Nur so lässt sich erklären, wieso es überhaupt eine zweite Staffel gibt, nachdem die Quoten in der werberelevanten Zielgruppe schon in Staffel 1 kaum messbar waren. Daran hat sich auch jetzt nichts geändert: 0,1/1 Prozent werden bei den 18- bis 49-Jährigen ausgewiesen, insgesamt 610.000 Zuschauer  schalteten ein. Doch auch mit der neuen Science-Fiction-Serie "Pandora", die am Dienstag an den Start ging, ist The CW kaum erfolgreicher: 720.000 Zuschauer stehen hier insgesamt zu Buche, in der Zielgruppe liegt auch hier der Marktanteil mit 0,1/1 Prozent nah am im US-Quotensystem nicht mehr abbildbaren Bereich.

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