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US-Update vom 26. Juli

Schluss für "Will & Grace", "The Orville" kommt später

 

Nach der kommenden elften Staffel ist wieder Schluss für "Will & Grace", weiter geht's hingegen für "Younger", "Fear the Walking Dead" und "NOS4A2". Außerdem: "The Orville" zieht um - und benötigt eine längere Pause. Und Picard trifft auf alte Bekannte

von Uwe Mantel
26.07.2019 - 11:30 Uhr

The Orville© Fox
Lange stand die Zukunft der SciFi-Serie "The Orville" bei Fox auf der Kippe - die Quoten der zweiten Staffel waren im linearen Fernsehen eher überschaubar. Künftig lastet womöglich etwas weniger Quotendruck auf der Serie - nun wurde nämlich bekannt gegeben, dass die dritte Staffel gar nicht mehr bei Fox laufen wird, sondern exklusiv zum Streamingdienst Hulu wechselt. Hintergrund ist, dass Produzent Seth MacFarlane aufgrund der aufwendigen Produktion wohl für die kommende Season überhaupt keine neuen Folgen hätte liefern können - was Fox nicht recht war. Streamingdienste sind da etwas flexibler - zumal Hulu ebenso wie die Produktionsfirma 20th Century Fox nun beide zu Disney gehören. Für Fans heißt das aber auch, dass sie Geduld mitbringen müssen. Wohl erst Ende 2020 ist nun mit der Fortsetzung zu rechnen.

Picard© CBS/Amazon Prime Video
Freunde von Raumschiff-Serien können sich ja damit trösten, dass es immer mehr davon gibt. So wächst insbesondere das Star-Trek-Universum immer weiter. Zuletzt gab's nun neue Details der Picard-Serie, die Trekkies in helle Aufregung versetzten: Neben Jean-Luc Picard werden aus den früheren Star-Trek-Serien auch Data (Brent Spiner) und Seven of Nine (Jeri Ryan) mit an Bord sein, wie man in einem Trailer verriet. Zu sehen gibt's das ganze in den USA bei CBS All Access, in Deutschland bei Prime Video. Ebenfalls bei CBS All Acces, hierzulande aber bei Netflix, ist "Star Trek: Discovery" beheimatet. Auch dort gab's nun Neuigkeiten: Zur dritten Staffel wird es nämlich einen gewaltigen Zeitsprung geben - sie spielt 1.000 Jahre nach dem Ende der zweiten Staffel - so weit, wie sich noch keine Star-Trek-Serie in die Zukunft bewegt hat.

Janelle Monáe in Hidden Figures© 20th Century Fox
Schon von vornherein stand fest, dass "Homecoming" mindestens zwei Staffeln bekommt - und genauso stand fest, dass Julia Roberts nur in der ersten die Hauptrolle übernehmen wird. Nun ist klar, wer stattdessen in der Fortsetzung vor der Kamera steht: Die Hauptrolle übernimmt Janelle Monáe, die man aus Filmen wie "Hidden Figures" und "Moonlight" kennt. Für Monáe ist es die erste Serien-Hauptrolle. Die Beschreibung ihrer Rolle gibt auch erste Hinweise, wie die zweite Staffel inhaltlich angelegt sein wird - denn klar ist, dass sie sich von der Podcast-Vorlage, auf der die erste Staffel noch basierte, lösen muss: Sie spielt eine Frau, die in einem Kanu treibend zu sich kommt, ohne sich zu erinnern, wer sie ist und wie sie dorthin gekommen ist. Wer vom Cast der ersten Staffel zurückkehren wird, ist noch nicht bekannt. "Deadline" berichtet, dass Bobby Cannavale, Stephan James, Hong Chau und womöglich Shea Whigham wieder dabei sein werden.

NBC Universal© NBC Universal
NBC Universal wird seinen Streaming-Dienst, der anders als die meisten Konkurrenten auf eine Werbefinanzierung setzt, voraussichtlich im April kommenden Jahres starten, ließ das Unternehmen in einem Analysten-Call verlauten. Auch die Streaming-Konkurrenz von WarnerMedia namens HBO Max hat einen Start fürs Frühjahr 2020 ins Auge gefasst, sich hier aber noch nicht näher festgelegt. Apple und Disney sind bereits in diesem Herbst an der Reihe. Spätestens zur Jahresmitte 2020 werden somit dann vier weitere große Player im Streaming-Geschäft mitmischen und sich der Markt neu sortieren - das kommende Jahr wird also auch für Netflix, Prime Video und Hulu spannend. Einstweilen läuft aber auch das klassische lineare Geschäft erstaunlich gut. Denn trotz massiv rückläufiger Reichweiten buchen die Werbekunden ungebrochen. NBC Universal hat nach den Upfronts Zusagen über Werbebuchungen in Höhe von 7 Milliarden US-Dollar, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Teil geht zwar auf die Übertragung der Olympischen Spiele zurück, auch ohne diesen Effekt gebe es aber ein Plus von 3 Prozent. Auch The CW, Fox und CBS hatten schon über Zuwächs im Werbemarkt nach den Upfronts berichtet.

Verlängert oder abgesetzt

Animal Kingdom: Die auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 2010 basierende Serie bleibt TNT noch mindestens ein weiteres Jahr erhalten: Es gab grünes Licht für eine fünfte Staffel. Die Quoten sind seit Staffel 1 erstaunlich stabil geblieben - und das ist in einer Zeit allgemein sinkender Reichweiten ja schon eine beachtliche Leistung.

Archer: 2016 hatte FX gleich drei neue Staffeln von "Archer" bestellt - in diesem Jahr stand nun also erstmals wieder die Entscheidung über eine Fortsetzung an. Und sie fiel positiv aus: Staffel 11 wird im kommenden Jahr auf den Bildschirm kommen. Anders als zuletzt bindet man sich aber nicht gleich wieder über mehrere Jahre.

Doom Patrol: Die erste Staffel der DC-Serie "Doom Patrol" erhielt hervorragende Kritiken und in der Folge nun auch grünes Licht für eine Fortsetzung - und die dürfte wohl noch deutlich mehr Zuschauer finden. Während die erste Staffel nur bei DC Universe zu sehen war, wird Staffel 2 auch beim neuen Warner-Streamingdienst HBO Max zu sehen sein. Pünktlich zur Veröffentlichung der neuen Folgen werden dort auch alle Episoden aus Staffel 1 zugänglich gemacht.

Fear the Walking Dead© AMC/Amazon
Fear The Walking Dead: Die zweite Hälfte der fünften Staffel des "Walking Dead"-Spinoffs steht gerade in den Startlöchern, da ist schon klar: Es wird auch eine sechste Staffel geben. Damit ist klar: Es wird im kommenden Jahr gleich drei Zombie-Serien bei AMC geben: Dann startet noch ein weiterer Ableger, der die erste Generation an Kindern, die nach der Zombie-Apokalypse aufwächst, in den Mittelpunkt stellen wird.

NOS4A2: Der Horror geht weiter: AMC hat noch vor dem Finale der ersten Staffel grünes Licht für eine Fortsetzung der Serie gegeben. Im kommenden Jahr wird's somit zehn neue Folgen geben.

The Boys: Heute feiert gerade erst die erste Staffel der Superhelden-Serie "The Boys" ihre Premiere bei Amazon Prime Video - im Vorfeld schon mit allerhand Vorschusslorbeeren bedacht. Dass der Streamingdienst an die Produktion glaubt, macht auch die Bestellung einer zweiten Staffel deutlich noch ehe eine einzige Folge öffentlich zu sehen war.

The Code: Nach den sukzessive immer weiter fallenden Quoten der spät in der Saison erst Anfang April gestarteten Serie "The Code" kommt diese Entscheidung nun nicht wirklich überraschend: Es wird keine Fortsetzung geben. Zuletzt hatten nicht mal mehr drei Millionen Zuschauer eingeschaltet.

Will & Grace© 2017 Universal Television LLC.
Will & Grace: Die kommende elfte Staffel von "Will & Grace" wird die letzte sein. Die ursprünglich 1998 gestartete Serie beendete ihren ersten Lauf nach acht Staffeln im Jahr 2006, elf Jahre später gab's dann nochmal eine Fortführung. Das sorgte zunächst in den USA für tolle Quoten, die aber längst wieder Vergangenheit sind. Die Entscheidung sei aber nicht aus Quotengründen gefällt worden, sondern gehe von den Produzenten aus. "51 sind nicht genug, 53 wären zu viele", ließen diese wissen und machen daher nach 52 Folgen im kommenden Jahr Schluss.

Younger: Auf Rekordkurs: TV Land hat die Sitcom "Younger" um eine siebte Staffel verlängert - was sie zur langlebigsten Produktion in der Geschichte des Senders macht. Diesen Titel hielt bislang "Hot in Cleveland". Die Entscheidung lag nahe, weil "Younger" bei den jungen Frauen die erfolgreichste Sitcom im US-Kabelfernsehen überhaupt ist.

US-Quoten-Update

Fox News© FNC
Die Aussage von Sonderermittler Robert Mueller vor dem US-Kongress brachte zwar keine neuen Erkenntnisse in Sachen Trump, lockte aber trotzdem fast 13 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme - und half aus Quotensicht am meisten Trumps Lieblingssender Fox News. Allein dort sahen zwischen 8:15 Uhr morgens und 15:45 Uhr am Nachmittag knapp über drei Millionen Zuschauer zu - damit wurde der stärkste Konkurrent MSNBC um über 25 Prozent übertroffen. CNN musste sich sogar mit wenig mehr als halb so vielen Zuschauern zufrieden geben und landete damit noch hinter ABC, NBC und CBS, die allesamt knapp über oder unter zwei Millionen Zuschauer im Schnitt erreichten. 13 Millionen Zuschauer sind eine beachtliche Zahl, mehr als jedes Primetime-Programm in den letzten Wochen erreichte - als der inzwischen inhaftierte Ex-Trump-Anwalt Michel Cohen vor dem Kongress aussagte, waren aber noch 16 Millionen dabei, bei Brett Kavanaughs Anhörung im Vorfeld seiner Berufung zum Obersten Gerichtshof der USA waren es sogar 20 Millionen.

Big Little Lies© HBO
Die zweite Staffel von "Big Little Lies" erwies sich für HBO als voller Erfolg. Die lineare Erstausstrahlung des Staffelfinales verfolgten knapp zwei Millionen Zuschauer - neuer Rekord für die Serie. Nun ist die lineare Ausstrahlung ja bekanntlich inzwischen insbesondere im Pay-TV nur noch ein kleiner Teil der Gesamt-Nutzung. Doch auch da sieht es gut aus: Im Schnitt 12 Millionen Zuschauer erreichten die Folgen der zweiten Staffel, deutlich mehr als die 8,5 Millionen während der ersten Staffel. Trotzdem sollten sich Fans der Serie übrigens nicht zu viele Hoffnung auf eine Fortsetzung machen. Der HBO-Boss gab zwar die Devise aus "Sag niemals nie", er halte es aber für sehr unwahrscheinlich, dass es eine dritte Staffel geben werde. Das liege aber allein in der Hand des Kreativ-Teams und der Darsteller - HBO wäre bereit für eine Fortsetzung.

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