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US-Update vom 8. November

Aus für "BH90210", "Eine Liga für sich" kommt ins US-TV

 

Fox hat nach nur einer Staffel genug von der Neuauflage von "Beverly Hills, 90210". Wie nun bekannt wurde, geht die Serie nicht weiter. Dafür gab Apple grünes Licht für drei Serien-Verlängerungen. Außerdem: "A League Of Their Own" läuft bald bei CBS.

von Regine Pfaff / Alexander Krei
08.11.2019 - 12:21 Uhr

Amazon Prime Video© Amazon
Amazon Prime Video macht gemeinsame Sache mit dem Medienunternehmen Critical Role und der Webserie, die auf den gleichen Namen hört. 2015 ging es für "Critical Role" bei Twitch los, 2019 geht es bei Amazon mit zwei Staffeln, 24 Folgen und einem erweiterten Label weiter. Die Animationscomedy für Erwachsene mit dem Titel "Critical Role: The Legend of Vox Machina" fischt dabei im Teich der bereits bekannten Stimmen und Abenteuer des gelernten Universums. Gestartet war das Projekt "The Legend of Vox Machina" mit einer Kickstarter-Kampagne, die eine Rekordsumme erzielte. Geplant sind zudem weitere Kooperationen zwischen der Marke und Amazon. Bei Netflix gab es kürzlich Zuwachs für eine ebenfalls animierte Serie mit futuristischem Setting: Bestellt wurden acht Folgen von "Heaven's Forest" von Warren Ellis ("Castlevania"). Sie bezieht Inspiration aus der indischen Mythologie und dem Epos des Ramayana.

HBO Logo© HBO
Mit "House of the Dragon" wird bei HBO Max nach dem Start im Mai 2020 bekanntlich ein Spinoff zu "Game of Thrones" zum Abruf stehen. Die Geschichte spielt 300 Jahre vor den Ereignissen und skizziert die Geschichte des Hauses Targaryen. Bei einem anderen Prequel, welches offiziell noch namenlos war, intern aber unter "The Long Night" firmierte, hat HBO nun final eine Absage kommuniziert. Bereits Tage zuvor war über das Ende spekuliert worden. Das von Jane Goldman protegierte Prequel mit Naomi Watts und Miranda Richardson ist nun offiziell vom Tisch. In Sachen Show gibt es jedoch Nachschub bei HBO: "We're Here" stößt zum Programm hinzu. Darin werden Kleinstadtbewohner für eine Drag-Show vorbereitet, was in sechs ungescripteten Folgen bei HBO aufbereitet wird.

FX© FX
Weniger als eine Woche vor dem Start von Disney+ hat Disney-Chef Bob Iger weitere Streaming-Neuigkeiten verraten: Demnach soll der Sender FX im nächsten Jahr mit exklusiven Serien zu Hulukommen. "Ab März wird Hulu das offizielle Streaming-Zuhause von FX Networks" sagte Iger. FX werde "ein wichtiger Treiber", sagte Iger und kündigte an, vier neue Serien, die zuvor für FX produziert werden sollten, nun bei "FX on Hulu" zeigen zu wollen. Dazu gehören "Devs" von Alex Garland, "Mrs. America" mit Cate Blanchett, "A Teacher" mit Kate Mara und "The Old Man" mit Jeff Bridges, John Lithgow und Amy Brenneman. Bei Hulu dürfte Disney somit vor allem die erwachseneren Inhalte platzieren, während Disney+ vorwiegend familienfreundlich ausgerichtet sein wird.

Eine Liga für sich - Buschis Sechserkette© Sky/Willi Weber
"Late Late Show"-Moderator James Corden bringt eine neue Show bei CBS unter. Dabei handelt es sich um die Sport-Comedyshow "A League Of Their Own", die seit vielen Jahren im britischen Fernsehen bei Sky läuft. In Deutschland ist die Show unter dem Titel "Eine Liga für sich - Buschis Sechserkette" mit Frank Buschmann zu sehen. Die amerikanische Version wird unter dem Titel "Game On!" laufen und von Keegan-Michael Key präsentiert werden. Tennis-Star Venus Williams und Super-Bowl-Champion Rob Gronkowski fungieren als Teamkapitäne. Hinter der Adaption stehen Eye Productions und Cordens Fulwell 73 Productions in Zusammenarbeit mit CPL Productions von Red Arrow Studios

The Morning Show© Apple
Der noch junge Streamingdienst Apple TV+ durfte an Allerheiligen Premiere feiern. Eine weitere, vergleichsweise nicht ganz so spektakuläre Premiere folgt nun: Der Dienst mit dem Apfel hat offiziell seine ersten drei Serien-Verlängerungen verkündet. "The Morning Show" bekam bereits bei der Serienbestellung 2017 das Go für zwei Staffeln mit insgesamt 20 Folgen - es folgen "See", "For All Mankind" und "Dickinson", womit das Quartett aus Eigenproduktionen vollständig ist und minimum zwei Staffeln aufweisen wird. Dies überrascht jedoch wenig, weil bereits über alle drei Serienverlängerungen spekuliert wurde. Die Produktion der zweiten Staffel von "Dickinson" läuft dem "Hollywood Reporter" zufolge bereits seit Monaten in New York, die Produktion für den Fortgang von "For All Mankind" angeblich seit einem Monat. Ähnlich verhält es sich mit "See": Auch das wurde ebenfalls heimlich, still und leise bereits verlängert. Doch nun hat der Streamingdienst es eben offiziell gemacht.

Reese Witherspoon© NBC
Reese Witherspoon ist derzeit nicht nur bei der "Morning Show" bei Apple TV+ zu sehen, sondern ist auch hinter der Kamera weiterhin als Produzentin fleißig. An der Reihe ist Netflix, das die auf dem gleichnamigen autobiografischen Buch von Tembi Locke basierende Mini-Serie "From Scratch" bestellt hat. Zum Einstieg gibt es dort ein wenig Dolce Vita, allerdings kippt dies dann recht schnell und die Leichtigkeit schwindet. Konkret: eine Studentin lernt bei ihrem Austausch in Sizilien den Mann ihres Leben kennen und reist mit ihm in die USA. Allerdings erkrankt er und stirbt. Fortan muss die nun Alleinerziehende Wege finden, mit der Trauer umzugehen und das gemeinsame Kind so erziehen, wie sie es sich beide gewünscht hätten. Das Thema Erziehung wird bei "American Housewife" ganz anders aufgegriffen. Die ABC-Sitcom befindet sich zudem bereits in der vierten Staffel. Dort gibt es nun mehr Folgen, und zwar gleich sechs. Um die gleiche Zahl aufgestockt wird zudem die zweite Staffel der ABC-Serie "Bless This Mess". Bereits zuvor bekamen die ABC-Serien "Mixed-Ish", "Stumptown" und "The Rookie" mehr Folgen für die laufenden Staffeln.

Weeds© Showtime
"Kleine Deals unter Nachbarn" - so klang der deutsche Untertitel der Serie "Weeds". Die nach kurzer Zeit und acht Staffeln bei Showtime gar nicht mehr so kleinen Deals von Mary Louise-Parker alias Nancy Botwin könnten nochmals weiter erzählt werden. Starz arbeitet an einem Sequel mit besagter Schauspielerin. Eine Neuauflage könnte es auch für "Revenge" bei ABC geben. Dort bestehen Bestrebungen, dem Rache-Drama nochmals neues Leben einzuhauchen. Dem Thema Coming-of-Age hat sich Ben Stiller als Produzent angenommen. Bei The CW befindet sich eine Serie über vier Freundinnen Anfang 20 in der Entwicklung. Bei CBS könnte es unterdessen eine Bühne für Queen Latifah geben. Eine Neuinterpretation von "The Equalizer", was nach einer Serienvorlage vor ein paar Jahren prominent mit Denzel Washington auf der großen Leinwand verarbeitet wurde, steht dort zur Debatte. Bestellt wurde bereits ein Pilot von und mit Queen Latifah.

Abgesetzt oder Verlängert?

"Another Life": Was tun, wenn ein Alien-Artefakt auf der Erde landet? Man muss der Sache auf den Grund gehen und ins Weltall aufbrechen. Dies geschah in der ersten Staffel von "Another Life" bei Netflix. Diese Mission wird fortgesetzt, denn der Streamingdienst hat Interesse an einer Fortführung bekundet und zehn weitere Folgen für einen Zweitling bestellt.

BH90210© Fox
"BH90210": Das war ein verhältnismäßig kurzes Wiedersehen für die einstigen Stars der Teenie-Serie "Beverly Hills, 90210". Die Quasi-Neuauflage der Serie mit Metaebene endet nach nur einer Staffel. In "BH90210" trafen sich für sechs Folgen Shannen Doherty, Jason Priestley, Jennie Garth, Tori Spelling, Ian Ziering, Brian Austin Green und Gebrielle Carteris vor der Kamera wieder, um eine überspitzte Version ihrer selbst zu spielen und ein Comeback der Originalserie voran zu treiben. Ein stark nachlassendes Interesse, sowie Ärger hinter den Kulissen brachten erleichterten für Fox wohl die Entscheidung, sich von dem Projekt zu verabschieden.

"Creepshow": Ein riesiger Erfolg ist die Horror-Anthologie "Creepshow" für den zu AMC gehörenden Streamingdienst Shudder. Die erste einstündige Eigenproduktion des Dienstes basiert auf dem gleichnamigen Film aus den 1980er Jahren, für den Stephen King das Drehbuch lieferte. Von Fans und der Kritik auf Händen getragen, wurde eine zweite Staffel in den Warenkorb gelegt. Bei der Produktion mit an Bord ist Greg Nicotero, dessen Spezialgebiet Special-Effects sind und der auch bei der AMC-Serie "The Walking Dead" beteiligt ist.

"Eastsiders": Die für einen Emmy nominierte LGBTQ-Serie "Eastsiders" geht in eine letzte Runde bei Netflix. Auch Dank einer Kickstarter-Kampagne, die 140.000 US-Dollar erzielte, gab es grünes Licht für eine vierte Staffel. Diese besteht aus sechs Folgen und markiert den Abschluss der Geschichte. Los geht es am 1. Dezember.

"Lodge 49": Auch wenn die Serie eine starke Fanbasis hat und einen hohen Score bei Rotten Tomatoes, AMC setzt die Serie dennoch nach zwei Staffeln ab. Der allzeit optimistische Ex-Surfer Dud musste bei "Lodge 49" den Tod seines Vaters verkraften, sowie den Zusammenbruch des Familienunternehmens. Allerdings könnte es sein, dass die Produktion von Paul Giamatti noch einen anderen Abnehmer für einen Fortgang der Handlung findet. Die Fühler sind bereits ausgestreckt.

"Mayans M.C.": Erst diese Woche feierte die zweite Staffel des Spinoffs zu "Sons of Anarchy" das Finale der zweiten Staffel. Noch bevor der Startschuss dazu fiel, gab es den Zuschlag für eine dritte Staffel von FX. Das Gewächs aus den Händen von Kurt Sutter wird dann von einem anderen Showrunner betreut. Mitschöpfer Elgin James übernimmt, weil Sutter vor ein paar Wochen aufgrund unangebrachten Verhaltens am Set entlassen wurde.

Jessica Pearson in Suits© USA Network
"Pearson": Das war ein kurzes Gastspiel für das Spinoff von "Suits" und Gina Torres in der Hauptrolle. USA Network distanziert sich nach nur einer Staffel von der Geschichte der Top-Anwältin Jessica Pearson über ihren Neuanfang in Chicago und die Verstrickung in die Politik.

"Pennyworth": Einer der berühmtesten Butler neben Butler James aus "Dinner for One" in der Geschichte des Fernsehens dürfte wohl Butler Alfred sein. Dieser darf Bruce Wayne bedienen und Batman ein Gehilfe sein. In "Pennyworth" bekam der britische Butler Alfred Pennyworth dann jüngst eine eigene Bühne bei Epix. Das verläuft für den Sender so erfolgreich, dass Pennyworth zusammen mit Milliardär Thomas Wayne, seines Zeichens der Vater von Bruce, in einer weiteren Staffel zu sehen sein wird.

"The InBetween": Schlecht in Sachen Zuschauerinteresse lief es für die Sommerserie "The InBetween". Daher überrascht es wenig, dass die Serie über die mysteriöse junge Frau mit hellseherischen Fähigkeiten keine zweite Staffel erhält. NBC hat sie nach nur einer Staffel für beendet erklärt. In die entgegen gesetzte Richtung läuft es für "Superstore" beim Sender mit dem Pfauenlogo. Dort wurde die fünfte Staffel aufgestockt: sie bekommt vier Folgen mehr und bringt es damit auf 22 Episoden.

US-Quoten-Update

The Masked Singer© Fox
Nach einer kurzen Pause hat sich "The Masked Singer" am Mittwochabend mit starken Quoten zurückgemeldet. 7,10 Millionen Zuschauer sahen eine neue Folge der Fox-Show und damit ähnlich viele wie zuletzt im Oktober. In der Zielgruppe war "The Masked Singer" mit einem Marktanteil von zehn Prozent mit großem Vorsprung die Nummer eins. Die höchste Gesamt-Reichweite verbuchte am Mittwoch übrigens die NBC-Serie "Chicago Med": 8,09 Millionen Zuschauer entschieden sich hier, beim beim jungen Publikum lag der Marktanteil allerdings bei nur fünf Prozent. Für ähnliche Zuschauerzahlen sorgte im Anschluss auch "Chicago Fire". Bei "Chicago P.D." waren am späten Abend noch 6,44 Millionen Zuschauer dabei.

ABC© ABC
30 Jahre ist es inzwischen her, dass "Arielle, die Meerjungfrau" in die Kinos kam. Anlässlich des Jubiläums strahlte ABC am Dienstagabend eine Live-Musical-Adaption des Disney-Klassikers aus - und wurde dafür vom Publikum mit hervorragenden Quoten belohnt. 9,01 Millionen Zuschauer zählte "Disney Presents: The Little Mermaid Live!" zur besten Sendezeit, bei den 18- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei fantastischen zwölf Prozent. Da konnte auch "The Voice" nicht mithalten, auch wenn die Musikshow bei NBC mit 8,15 Millionen Zuschauern eine etwas höhere Reichweite als in der Vorwoche verbuchte. Beim Gesamtpublikum hieß die meistgesehene Sendung des Tages "NCIS": 10,88 Millionen Zuschauer verfolgten die Serie bei CBS.

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Top10 Zuschauer gesamt

Meistgesehene Sendungen vom 27.11. - 03.12.

Thursday Night Football 20,81 Mio.
60 Minutes 12,53 Mio.
Young Sheldon (Wdh) 8,97 Mio.
60 Minutes 8,30 Mio.
The Voice 8,03 Mio.
NCIS (Wdh) 7,18 Mio.
9-1-1 6,81 Mio.
Survivor 6,48 Mio.
The Voice 6,44 Mio.
NCIS: Los Angeles 6,42 Mio.

Top10 Zielgruppe 18-49 Jahre

Meistgesehene Sendungen vom 27.11. - 03.12.

Rating Share
Thursday Night Football 6,1 29 %
Young Sheldon (Wdh) 2,2 10 %
60 Minutes 1,9 8 %
9-1-1 1,4 6 %
Rudolph the Red-Nosed Reindeer 1,2 5 %
A Charlie Brown Thanksgiving 1,2 7 %
The Voice 1,1 5 %
Survivor 1,1 6 %
Dr. Seuss' How the Grich Stole 1,1 6 %
The Voice 1,0 5 %