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US-Update vom 6. März

"The Last of Us" geht in Serie, Schluss für "Hawaii Five-0"

 

HBO will den Videospielhit "The Last of Us" zur Serie machen und bei CBS heißt es Abschied nehmen - dort wird "Hawaii Five-0" nach zehn Staffel enden, weil Hauptdarsteller Alex O'Laughlin über gesundheitliche Probleme klagt. Außerdem: Fox News siegt am Super Tuesday.

von Regine Pfaff / Kevin Hennings
06.03.2020 - 12:18 Uhr

Hawaii Five-0© 2017 CBS Broadcasting Inc.
CBS muss "ciao" zu "Hawaii Five-0" sagen. Dabei hätte der Sender sicherlich nichts dagegen, die Serie auch noch über die zehn Staffeln hinaus weiter fortzuführen. Jedoch hängt das Ende der Krimiserie hauptsächlich mit der Entscheidung eines Hauptdarstellers zusammen - und mit der Entscheidung des Senders den vakanten Posten nicht neu zu besetzen. Alex O'Laughlin berichtete seit Jahren über gesundheitliche Probleme und bereits vor zwei Jahren sah es danach aus, als ob er die Serie deswegen verlassen müsste. Die anhaltenden Rückenprobleme sind nun auch ausschlaggebend für das Ende seiner Figur und damit das Aus der Serie insgesamt. Das Serienfinale feiert CBS jedoch mit einem zweistündigen Finale. Für noch größere Urgesteine geht es unterdessen bei NBC weiter: Sowohl "Law & Order", als auch das "Chicago"-Franchise von Dick Wolf werden fortgesetzt. "Law & Order" erhält drei neue Staffeln und bringt es damit auf minimum 24 Staffeln. "Chicago Fire", "Chicago PD" und "Chicago Med" erhalten je drei weitere Staffeln.

HBO Logo© HBO
Das könnte für das nicht enden wollende "The Walking Dead" gefährlich werden: Der amerikanische Pay-TV-Sender HBO hat angekündigt, dass sie in Zusammenarbeit mit Sony den Videospielhit "The Last of Us" verfilmen werden. Das Spiel, in dem eine postapokalyptische Zukunft im Zentrum steht, in der die Welt von einem parasitären Pilz befallen wurde, der Menschen zu zombieartigen Wesen mutieren lässt, hat 2013 hohe Wellen geschlagen. Bei der Produktion der Serienadaption möchte man eng mit Neil Druckmann zusammenarbeiten, dem Autor von "The Last of Us". Als ausführenden Produzenten und Showrunner wurde Craig Mazin an Bord geholt, der zuletzt noch mit der Mini-Serie "Chernobyl" zeigte, wie viel man von seinen Inszenierungen erwarten kann. Die Adaption soll zunächst das erste Spiel umfassen, mit der Option, weitere Staffeln auf Basis des kommenden Spiele-Sequels als Quelle zu produzieren.

Judge Judy© Youtube / TheEllenShow
Hierzulande dürften einige den Namen von "Judge Judy" kennen, aber nicht zwingend ihren genauen Inhalt. Das liegt vor allem daran, dass die ehemalige Familienrichterin Judy Sheindlin mit ihrer über 25 Jahre laufenden CBS-Erfolgsshow lediglich im lokalen Landesfernsehen zu sehen war. Diese wurde nun eingestellt, Sheindlin möchte aber weiter machen. Deswegen hat sie sich mit dem CBS-Manager Scott Koondel zusammengetan, um "Judy Justice" zu produzieren. Der Inhalt wird ähnlich aufgebaut sein, wie bei "Judge Judy": Dort wurden in jeder der knapp 5.000 Episoden fiktive Fälle aus dem Bereich des Strafrechts präsentiert, über die Sheindlin richtete. Ihre neue CBS-Sendung soll jedoch großen Kabelanbietern und Streaming-Diensten vorgelegt werden, damit eine weltweite Ausstrahlung angestrebt werden kann. Zwei Staffeln sollen in jedem Fall produziert werden.

Netflix© Netflix
Ein Oscar-Preisträger mehr in den Reihen von Netflix: Taika Waitiki, der zuletzt mit "Jojo Rabbit" die Kinomassen begeisterte, wurde nun von dem Streamingdienst verpflichtet, um gleich zwei Serien in die Wege zu leiten. Dabei handelt es sich um zwei animierte Produktionen über "Charlie und die Schokoladenfabrik". Knapp 15 Jahre ist es her, dass Tim Burton und Johnny Depp den Spielfilm-Klassiker veröffentlicht haben. Die beiden neuen Serien basieren auf dem 1964 erschienenen Kinderroman von Roald Dahl über die Abenteuer des jungen Charlie Bucket in der Schokoladenfabrik von Willy Wonka. Das zweite Projekt handelt von den Umpa Lumpas, den kleinen Menschen, die in Loompaland gejagt wurden, bevor Wonka sie zur Arbeit in seiner Fabrik einlud. Sie werden mit Kakaobahnen bezahlt und sind schelmisch, lieben Witze und singen Lieder. Außerdem bestellt Netflix eine Tanz-Show vom "The Circle"-Produzenten Studio Lambert. Laut des Konzepts sollen aufstrebende Choreografen allerlei Herausforderungen meistern, gegeneinander antreten und mit professionellen Tänzern ikonicshe Tanzsequenzen kreieren.

Syfy Logo 2017© Syfy
Ins Filmarchiv zieht es in dieser Woche Syfy. Herausgekramt wurde der Film "Day of the Dead" von George A. Romero, der 1985 über die Leinwand lief und 2008 nochmals eine Neuauflage erfuhr. Da sich Syfy weiter ins Horrorgenre vorwagen möchte, passt die serielle Neuauflage eines Zombie-Films ganz gut. Bestellt hat der Sender die Serie "Day Of The Dead" zudem direkt, also ohne vorab einen Piloten produzieren zu lassen. Im Mittelpunkt stehen sechs sich fremde Menschen, die die ersten 24 Stunden einer Zombie-Invasion gemeinsam erleben und sich gegen die Fleischfresser stemmen, was mehr verbindet als vieles anderes. In der ebenfalls von Syfy bestellten Produktion "The Surrealtor" geht es um den Makler Nick Roman und sein Team. Diese fixen Häuser und Besitztümer, um sie erfolgreich auf dem Markt anpreisen zu können. Dabei sind es solche Immobilien, die als verflucht oder verhext gelten. Bei Amazon nimmt man sich einer ganz anderen Thematik an: in der Entwicklung befindet sich dort eine Serie über das Jugendbuch "The Inheritance Games" von Jennifer Lynn Barnes. Ein Milliardär stirbt und vermacht sein Vermögen einer Teenagerin. Aber keiner weiß, warum. Die Suche nach Antworten soll sich durch die Folgen ziehen, sofern eine Bestellung getätigt wird.

Pop© Pop
Durch zahlreiche Nominierungen für "Schitt's Creek" bei den Primetime Emmy Awards im letzten Jahr bekam auch der Sender Pop mehr Aufmerksamkeit. Mit der sechsten Staffel steht nun jedoch das Ende der Serie mit Eugene Levy und Catherine O'Hara bevor, wie bereits bekannt war. Und dann war da noch die Serie "Florida Girls", in der die "New York Times" einen weiteren Grund sah, den kleinen Sender in der Programmwüste finden zu wollen. "Florida Girls" wird nun jedoch ebenso wie "Flack" abgesägt, obwohl beide Serien bereits um eine zweite Staffel verlängert wurden. Besonders eigentümlich: die zweite Staffel von "Flack" sollte eigentlich ab dem 13. März weitergehen. Die Produktion von "Florida Girls" lief bereits und die Produktion für die Auftaktstaffel von "Best Intentions" stand bevor. Die Entscheidung komme dabei nicht von den Zuständigen des Senders, es sei stattdessen eine Management-Entscheidung von ViacomCBS. Dazu meint ViacomCBS-Chef Bob Bakish: "Bei unserer Content-Strategie geht es nicht darum, mehr auszugeben." Vor allem sollen Synergien besser genutzt werden und die Abhängigkeit von nicht zum eigenen Haus gehörenden Studios abgebaut werden.

Amazon Prime© Amazon
Die "Der Herr der Ringe"-Serie von Amazon bekommt den nächsten Darsteller: Maxim Baldry, der zuletzt in der BBC/HBO-Produktion "Years and Years" zu sehen war, wird laut Vernon Sanders, Amazons Co-Head of TV, eine zentrale Rolle einnehmen. Es müssen zudem noch einige weitere "Schlüsselrollen" vergeben werden. Jessica Alba wird zudem Teil von Disney+. Für die Doku-Serie "Parenting Without Borders" reist Alba um die Welt und erkundet verschiedene Arten der Kindererziehung. Der "Silicon Valley"-Star Thomas Middleditch wird indes Chuck Lorres neue CBS-Comedy "B Positive" anführen. Er wird Drew verkörpern, einen kürzlich geschiedenen Vater, der eine Nierenspende benötigt. Etwas gruseliger wird es für Courteney Cox in der Horror-Comedy "Shining Vale". Das ehemalige Ensemble-Mitglied von "Friends" wird in der Starz-Produktion Patricia "Pat" Phelps zu sehen sein, die mit ihrer Familie in eine Kleinstadt zieht, in der schreckliche Gräueltaten geschehen. Noch eine weibliche Hauptrolle geht an Gina Torres ("Suits"). Sie wird in dem Soap-Drama "The Brides" auflaufen, wo es um die drei Ehefrauen von Dracula geht. Auf männlicher Seite darf sich Brett Gelman ("Fleabag") zudem freuen, in die Protagonisten-Riege von "Stranger Things" aufzusteigen. Nachdem er bereits in Staffel zwei und drei für wichtige Momente gesorgt hat, bekommt er in der kommenden vierten Staffel noch mehr Sendezeit. Für America Ferrera ist die Sendezeit bei "Superstore" währenddessen ausgelaufen. Sie verabschiedet sich nach fünf Staffeln von der NBC-Comedy.

Quibi© Quibi
Quibi, der Streamingdienst für Kurzformate, wird in genau einem Monat in den Vereinigten Staaten online gehen. Die Vorfreude darauf wird weiterhin mit allerlei Nachrichten geschürt. So wurden laut eines Medienberichts weitere 750 Millionen Dollar als Finanzierungszuschuss eingesammelt. Insgesamt hat Quibi damit 1,75 Milliarden Dollar von Investoren erhalten. Neben der eindrucksvollen Geldspritze verkündet der Streamingdienst zudem, Usher für die geplante Tanzwettbewerb-Show "The Sauce" gewonnen zu haben. Der R&B-Künstler wird als Jurymitglied und Produzent vertreten sein. Neben bekannten Namen wird außerdem James Veitch seine eigene Show bekommen. Der Comedian wird in "Q Talks"  Kollegen und Kolleginnen einladen, die Vorträge halten müssen – über Themen, von denen sie vorher noch nie etwas gehört haben und mithilfe von Skripten, die sie erst kurz vorher in die Hände gedrückt bekommen. Quibis Faible für Stand-Up wird auch in "Hot Off The Mic" ausgelebt. Die täglich erscheinende Comedy wird "etablierte und aufstrebende Comedians" auflaufen lassen, die ihre Meinung zu den neuesten Schlagzeilen kundgeben. Gelacht wird wohl auch bei der japanischen Game-Show "Let's Go Atsuko!". Gastgeberin Atsuko Okatsuka wird jeweils zwei Kandidaten durch das "surreale Universum im Kühlschrank ihrer Großmutter" führen. Neben all der Comedy bekommen zudem zwei Doku-Serien grünes Licht für die Produktion: Zum einen "How We Met", in der Liebesbeziehungen aufgedröselt werden, und "Sex Next Door", wo das Leben von Sexarbeitern beleuchtet wird.

SXSW© Jochen Voß
Die MIPTV in Cannes wurde abgesagt, zahlreiche weitere Events stehen auf der Kippe. Na danke, Coronavirus! Doch nicht nur in Europa müssen Konsequenzen gezogen werden, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Auch Übersee stehen immer mehr große Veranstaltungen vor der Entscheidung, es für dieses Jahr lieber sein zu lassen. Ganz bitter läuft es derzeit für die Technik-Messe South by Southwest (SXSW) in Austin, Texas. Diese soll in der nächsten Woche starten, musste aber schon Absagen von Apple, Facebook, Twitter und Vevo entgegennehmen. Eine Liste mit betroffenen Events wurde von Deadline hier zusammengestellt.

Verlängert oder Abgesetzt

"Almost Family": Viel aus dem Vorlauf durch "The Masked Singer" konnte "Almost Family" nicht machen. Die auf dem australischen Original "Sisters" basierende Serie bekommt ein rotes Licht von Fox gezeigt. Nach der Premierenstaffel geht es nicht weiter mit dem Familiendrama mit Brittany Snow und Timothy Hutton.

"Ragnarök": Rund einen Monat ist es her, dass "Ragnarök" bei Netflix Premiere feiern durfte. Nun wurde der Zuschlag für den weiteren Aufschlag erteilt. Die norwegische Serie über die nordischen Götter erhält eine Fortsetzung - der Streamingdienst hat eine zweite Staffel bestellt.

"The Magicians": Kein April-Scherz wird sein, dass "The Magicians" nach dem 1. April nicht weitergehen wird. Denn da findet das Staffel- und zugleich Serienfinale der Fantasy-Serie statt. Nach fünf Staffeln trennt sich Sender Syfy von der von John McNamara und Sera Gamble geschaffenen Serie.

"The Rook": Nicht weitergehen wird es für die übernatürliche Drama-Serie "The Rook" bei Starz. Nach lediglich einer Staffel ist Schluss für die Sci-Fi-Serie mit Emma Greenwell und Olivia Munn.

US-Quoten-Update

Foto: Photocase.com© Photocase.com
Der Super Tuesday ist bei den TV-Zuschauern in den USA auf großes Interesse gestoßen - rund 20 Millionen Zuschauer zählten die Live-Sendungen im Schnitt. Ganz vorne lag in der Gunst des Publikums bei der Wahlberichterstattung aber kein klassisches Network, sondern Fox News: 4,17 Millionen Zuschauer erreichte die dortige Sondersendung. Damit lag der Sender noch vor MSNBC, das knapp vier Millionen Zuschauer erreichte. Eine Million weniger waren wiederum bei NBC dabei, gefolgt von CNN, ABC und CBS. Dass Fox nicht auf Politik setzte, sondern sein klassisches Serienprogramm zeigte, half indes der Quote: Mit 4,82 Millionen Zuschauern markierte "The Resident" ein neues Staffel-Hoch, der Marktanteil lag in der Zielgruppe bei vier Prozent. "Empire" konnte den starken Vorlauf aber nicht für sich nutzen und kam zur Rückkehr aus der Winterpause nicht über 2,43 Millionen Zuschauer hinaus. 

The Voice© NBC
"The Voice" hat das starke Quoten-Niveau des Staffel-Auftakts halten können und am Montagabend wieder neun Millionen Zuschauer bei NBC vor den Fernseher gelockt. In der Zielgruppe überzeugte die Musikshow mit einem Marktanteil von sieben Prozent. Gefragt war auch wieder "the Bachelor" bei ABC: Parallel zu "The Voice" brachte es die Kuppelshow mit dem Special "The Women Tell All" auf 6,36 Millionen Zuschauer – bei den 18- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei neun Prozent. Am Freitagabend setzte sich unterdessen "Hawaii Five-0" an die Spitze: 6,81 Millionen Zuschauer sahen eine neue Folge der CBS-Serie, deren Absetzung inzwischen ja beschlossene Sache ist. In der Zielgruppe war zum Start ins Wochenende nur "SmackDown" bei Fox erfolgreicher.

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Top10 Zielgruppe 18-49 Jahre

Meistgesehene Sendungen vom 24.06. - 30.06.

Rating
America's Got Talent 1,2 %
Celebrity Family Feud 0,8 %
World of Dance 0,8 %
60 Minutes 0,7 %
The Titan Games 0,7 %
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Don't 0,7 %
Holey Moley 0,7 %
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