Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Das ZDF war am Freitag nicht nur beim Gesamtpublikum klarer Tagesmarktführer mit einem Marktanteil von 15,3 Prozent, sondern lag auch in den jüngeren Altersgruppen vorn. 12,5 Prozent betrug der Tagesmarktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, das waren 3,4 Prozentpunkte mehr als RTL erreichte. 12,6 Prozent waren es bei den 14- bis 59-Jährigen, hier betrug der Vorprung auf RTL sogar 3,7 Prozentpunkte.

Die Überlegenheit des ZDF begann schon am Nachmittag: Als um 16 Uhr die Biathletinnen zu sehen waren, waren 2,71 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor dem Fernseher mit dabei. Das trieb den Marktanteil auf 26,0 Prozent beim Gesamtpublikum, bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 23,1 Prozent kaum schlechter aus. Die nachfolgende Reportage "Biathlon Nation" hielt dann vor allem beim jungen Publikum den Marktanteil bei sehr guten 16,8 Prozent, insgesamt blieben 1,58 Millionen dran, was 12,9 Prozent beim Gesamtpublikum entsprach.

Danach übertrug das ZDF dann die Gruppenauslosung für die WM 2026 - bis es allerdings wirklich dazu kam, hatte die FIFA eine große Show gezimmert, für die FIFA-Präsident Gianni Infantino extra einen FIFA-Friedenspreis für Donald Trump samt überdimensionalem Pokal und riesiger Urkunde erfunden hat. Ab 17:54 sahen zunächst 1,99 Millionen zu, nach einer kurzen "heute"-Ausgabe waren es ab 18:53 Uhr dann 2,89 Millionen. Das ZDF war damit auch hier vor allem beim jungen Publikum erfolgreicher als sonst: Ab 18:53 Uhr lag der Marktanteil insgesamt bei 15,0 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es für 15,7 Prozent.

Da die FIFA-Show länger dauerte als erwartet, verschob sich der Beginn der Krimis in der Primetime um fast 20 Minuten. Und einige, die um 20:15 Uhr auf der Suche nach ebendiesen Krimis eingeschaltet hatten, entschieden sich dann mit Blick auf das geänderte Programm um. Jedenfalls fiel die Reichweite von "Jenseits der Spree" dann mit 3,83 Millionen so gering aus wie noch nie. Dass zuvor ungewohnt viele Jüngere das ZDF eingeschaltet hatten, machte sich aber ebenso bemerkbar: Bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte der Marktanteil mit 9,6 Prozent gleichzeitig einen neuen Allzeit-Rekord. Auch die "SOKO Leipzig" war bei den 14- bis 49-Jährigen mit 9,0 Prozent so stark wie lange nicht, insgesamt sahen hier 3,88 Millionen zu.

Womöglich gelang es der ARD, durch die Verzögerung im ZDF so manchen zusätzlichen Zuschauer zu sich zu locken. Jedenfalls war "Mit Herz und Hilde" der gefragteste Freitagabend-Film seit dem Frühjahr: 3,76 Millionen Personen sahen insgesamt zu, was 17,1 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum entsprach. Bei den 14- bis 49-Jährigen holte der Film solide 7,6 Prozent Marktanteil.

Doch zurück zum ZDF: Dass sich auch im weiteren Verlauf des Abends der Start der Sendungen um fast 20 Minuten verzögerte, tat dem Erfolg keinen Abburch. Die "heute-show" erreichte sogar fast eine viertel Million Menschen mehr als in der vergangenen Woche: 3,38 Millionen sahen insgesamt im Schnitt zu, die Marktanteile lagen mit 20,8 Prozent beim Gesamtpublikum und 24,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen auf hervorragendem Niveau. Das "ZDF Magazin Royale" markierte mit 1,67 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern dann einen Jahres-Bestwert bei der Gesamt-Reichweite. Und nachdem in der vergangenen Woche der Marktanteil beim jungen Publikum schon auf einen neuen Allzeit-Rekord gestiegen war, legte Böhmermann diese Woche sogar noch einen ganzen Prozentpunkt obendrauf und holte 21,9 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum.

Marktanteils-Trend: ZDF Magazin Royale

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Quelle: DWDL.de-Recherche
dwdl.de/zahlenzentrale
ab 3 Jahren
14-49 Jahre

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;