
In den frühen Morgenstunden mitteleuropäischer Zeit haben die USA Venezuela angegriffen und Diktator Nicolas Maduro sowie seine Frau festgenommen und außer Landes gebracht. Diese Entwicklungen sorgten auch hierzulande für ein gesteigerten Informationsbedürfnis, dem auch einige große Sender nachkamen. Allen voran Das Erste, das zur besten Sendezeit einen "Brennpunkt" eingeschoben hatte. 5,89 Millionen Menschen sahen sich diese Sendung an, exakt diese Reichweite hatte zuvor auch schon die "Tagesschau" erzielt.
Die beiden Info-Sendungen waren damit erfolgreicher als das Primetime-Programm: "Klein gegen Groß" erreichte 4,98 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Sowohl die "Tagesschau" als auch der "Brennpunkt" lagen insgesamt bei rund 25 Prozent Marktanteil. Beim jungen Publikum zwischen 14 und 49 Jahren wurden 23,0 und 24,7 Prozent gemessen.
Gefragt waren auch die Nachrichten im ZDF: Die "heute"-Ausgabe um 19 Uhr verzeichnete 4,08 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 20,9 Prozent Marktanteil. Ein "ZDFspezial" lag danach noch bei 3,94 Millionen und 19,5 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren 12,7 und 14,5 Prozent drin. RTL sendete unterdessen gegen den "Brennpunkt" im Ersten ein "RTL Aktuell Spezial", das auf 1,20 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer kam. Beim jungen Publikum wurden sehr gute 11,5 Prozent gemessen, "Fast & Furious 9" war im Anschluss in allen Belangen deutlich schlechter unterwegs. Am Vorabend informierte "RTL Aktuell" bereits 2,49 Millionen Menschen und kam so auf 21,2 Prozent (14-49).
Der Angriff der USA auf Venezuela war aber natürlich auch bei den Nachrichtensendern ein großes Thema. ntv erreichte am Samstag einen Tagesmarktanteil in Höhe von 2,3 Prozent und lag damit deutlich über den Normalwerten, Welt kam auf 1,7 Prozent. ntv lag vormittags teilweise bei mehr als 5 Prozent Marktanteil und auch im weiteren Verlauf des Tages war die Berichterstattung sehr gefragt. Als der Sender ab 17:40 Uhr ein Statement von Donald Trump live übertrug, sahen 690.000 Menschen zu, in der klassischen Zielgruppe wurden 7,5 Prozent gemessen. Bei Welt verfolgten 330.000 Personen das, was der US-Präsident zu sagen hatte. Das entsprach 3,1 Prozent beim jungen Publikum. Und auch in den Stunden davor erzielte Welt Quoten, die deutlich über dem Senderschnitt lagen.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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