Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Bereits am Donnerstag waren die deutschen Handballer mit sehr hohen Quoten in die laufende Europameisterschaft gestartet (DWDL.de berichtete). Das zweite Spiel des Teams konnte da nun sogar noch eine Schippe drauflegen. 5,66 Millionen Menschen sahen am Samstagabend, wie die Nationalmannschaft gegen Serbien verlor und so den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde verpasste. Das Erste konnte sich damit über die höchste Reichweite in der Primetime freuen, der Marktanteil lag bei starken 23,8 Prozent. 

Die Handballer setzten sich auch deutlich vor die Fußball-Übertragung bei RTL. Bei den Kölnern war zur besten Sendezeit das Zweitligaspiel zwischen Hertha und Schalke zu sehen, das kam aber nur auf rund 1,15 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Und auch beim jungen Publikum war es eine klare Sache: Das EM-Spiel im Ersten erzielte 31,7 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, das Fußballspiel bei RTL blieb bei einstelligen Werten hängen. Hertha und Schalke sorgten nur für 7,7 (erste Halbzeit) und 8,7 Prozent (zweite Halbzeit). 

Die gute Nachricht für RTL: Im weiteren Verlauf des Abends zogen die Quoten dank der NFL deutlich an. Geholfen hat dabei sicherlich auch der nahezu nahtlose Übergang zwischen Fußball- und Football-Übertragung. Das Spiel zwischen den Buffalo Bills und den Denver Broncos verfolgten bis weit nach Mitternacht noch mehr als eine halbe Million Personen. Während im ersten Viertel nur 7,5 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe drin war, stieg dieser Wert schon im zweiten Viertel auf 12,9 Prozent. Nach Mitternacht waren dann sogar 15,1 und 22,8 Prozent drin. In der erweiterten Zielgruppe (14-59) wurden in der Spitze 18,2 Prozent gemessen. 

Dass RTL trotzdem nur bei einem Tagesmarktanteil (14-49) in Höhe von 7,2 Prozent hängen blieb, ist einerseits auf die Primetime, aber auch auf die zu weiten Teilen sehr schwache Daytime zurückzuführen. Das Erste kam auf 12,1 Prozent und war damit der erfolgreichste Sender. Geschafft hat man diesen Wert übrigens nicht nur mit den deutschen Handballern. Am Vorabend erzielte auch die "Sportschau" schon sehr gute 18,9 Prozent, 3,64 Millionen Menschen schalteten ein. Und auch die Handball-Doku "Generation Goldjungs" erzielte im Anschluss an das EM-Spiel noch gute 9,9 Prozent, wenngleich der Absturz natürlich enorm war. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;