Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Am Donnerstag standen bei RTL wieder gleich zwei Fußball-Übertragungen auf dem Programm - oder besser gesagt: Bei RTL und Nitro. Seit RTL "Die Stefan Raab Show" auf den späten Donnerstagabend geschoben hat, ist dort ja bekanntlich kein Platz mehr für die Nachberichterstattung, die dafür zu Nitro abgeschoben wurde, wo nun der gesamte Fußball-Abend parallel läuft. Vorweg gesagt: Diese Taktik ist erneut nicht gut aufgegangen. Doch erstmal zu den guten Nachrichten.

Das Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Porto sorgte am Vorabend für richtig gute Quoten Bei RTL schauten ab 18:48 Uhr 1,68 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die erste Halbzeit, weitere 360.000 waren bei Nitro dabei, insgesamt also im Schnitt 2,04 Millionen. Das bescherte RTL schon starke Marktanteile von 9,5 Prozent insgesamt, 12,7 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen und sogar 17,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Nimmt man dann noch Nitro dazu, dann erhöhen sich diese Werte auf 11,5 (ab 3), 15,9 (14-59) und 21,7 Prozent.

Die zweite Hälfte der Partie kam dann bei RTL und Nitro in Summe sogar auf im Schnitt 2,45 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Da die Übertragung dann in die Primetime hineinragte, fielen die Marktanteile zwar etwas niedriger aus, lagen mit in Summe 10,9 (ab 3), 14,2 (14-59) und 18,5 Prozent (14-49) aber weiter auf einem starken Niveau. RTL allein kam auf 15,8 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe und 12,2 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen.

Das Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem KRC Genk, interessierte in der Primetime dann allerdings schon deutlich weniger Leute. In Summe waren es bei RTL und Nitro zusammen im Schnitt 1,69 Millionen während der ersten und 1,59 Millionen während der zweiten Hälfte. RTL selbst kam in der ersten Halbzeit bei den 14- bis 49-Jährigen nur auf 9,4 Prozent - und weil bei Nitro nur wenige dazu kamen, reichte es selbst zusammengenommen nur für einen einstelligen Marktanteil von 9,9 Prozent. In der erweiterten Zielgruppe 14-59 waren es bei RTL 7,4 Prozent, gemeinsam mit Nitro 8,2 Prozent Marktanteil. Die zweite Hälfte lag dann bei in Summe 8,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und 9,2 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen.

Richtig bitter wurde es dann wieder am späten Abend. RTL zeigte die Highlights-Sendung nur in den ersten Minuten und erreichte damit schon nur noch 490.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, mehr als 4,0 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 4,3 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen waren damit nicht drin. In diesem Umfeld fiel dann auch "Die Stefan Raab Show" nach zuletzt leicht positiver Tendenz wieder zurück und kam nicht über miserable 3,9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 4,2 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen hinaus. 390.000 Zuschauerinnen und Zuschauer wurden insgesamt gezählt.

Gleichzeitig funktionierte es auch nicht, dass die Highlights-Sendung in kompletter Länge bei Nitro punkten konnte. Dort sahen im Schnitt nur 140.000 Personen zu, die Marktanteile lagen bei 1,2 Prozent in der klassischen Zielgruppe und sogar nur 0,8 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen. Und es gilt wie schon bei der letzten Parallel-Übertragungen: Nitro musste den größten Teil der Primetime über Marktanteile unter 1 Prozent hinnehmen - mit seinem Regelprogramm wäre der Sender besser gefahren.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;