
Mit weitem Vorsprung ging der Eurovision Song Contest am Samstagabend als meistgesehene Sendung des Tages hervor - für die Konkurrenz blieb da also nicht mehr viel übrig vom Quoten-Kuchen. Einzig das ZDF konnte der Musikshow etwas entgegensetzen und schaffte es sogar, ab 20:15 Uhr zumindest vorübergehend die Marktfüherschaft beim Gesamtpublikum einzufahren.
Möglich machte das die Krimireihe "Ein starkes Team", die mit einer neuen Folge von 5,85 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern gesehen wurde und dem Mainzer Sender damit einen hervorragenden Marktanteil von 25,0 Prozent bescherte. Auch das "heute-journal" war anschließend mit 3,53 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern noch erfolgreich - und selbst eine Wiederholung von "Der Staatsanwalt" hielt ab 22:00 Uhr noch 3,23 Millionen im Zweiten.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass junge Menschen kaum darunter waren: So erreichte "Ein starkes Team" gerade einmal 220.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren, sodass der Marktanteil bei nur 4,4 Prozent lag. Das "heute-journal" schaffte danach nur noch 3,6 Prozent, ehe "Der Staatsanwalt" auf 2,7 Prozent zurückfiel. Immerhin: Blickt man auf die 14- bis 59-Jährigen, dann brachte es "Ein starkes Team" um 20:15 Uhr schon auf deutlich bessere 11,4 Prozent.
Die Privatsender blieben indes allesamt komplett chancenlos gegen den ESC. Am besten schlug sich noch der Animationsfilm "Ratatouille", der in Sat.1 auf einen Marktanteil von 4,2 Prozent kam. RTL erreichte mit der Schnipselshow "Darüber lacht Deutschland" nur 3,9 Prozent, konnte insgesamt aber zumindest 1,03 Millionen Menschen zu sich locken, während ProSieben mit dem "A-Team" nur 530.000 Personen unterhielt. Hier lag der Marktanteil in der Zielgruppe bei 3,5 Prozent.
Noch schwerer tat sich Vox, wo der Spielfilm "Die Croods - Alles auf Anfang" zunächst lediglich 2,4 Prozent Marktanteil erzielte, ehe "Zorn der Titanen" auf klägliche 0,9 Prozent zurückfiel. RTLzwei wiederum erreichte mit "Jede Sekunde zählt - The Guardian" schon um 20:15 Uhr nur 1,9 Prozent in der klassischen Zielgruppe und auch die "FBI"-Serien bei Kabel Eins bewegten sich den gesamten Abend über bei weniger als zwei Prozent.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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