Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Der SC Paderborn hat es tatsächlich geschafft. Im Relegations-Rückspiel der Fußball Bundesliga setzte sich der Verein knapp mit 2:1 gegen den VfL Wolfsburg durch, der damit den Gang in die Zweite Liga antritt. Das entscheidende Tor für die Ostwestfalen fiel in der 100. Minute, nach einem Unentschieden musste das Match also in die Verlängerung. Der äußerst knappe Ausgang des Spiels hat naturgemäß Sat.1 in die Karten gespielt, wo die Relegation zu sehen war.

2,99 Millionen Menschen hatten sich die erste Halbzeit angesehen, Halbzeit zwei sowie die anschließende Verlängerung kamen dann sogar auf 4,61 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Damit erzielte Sat.1 die höchste Reichweite des Tages, nicht einmal Das Erste oder das ZDF kamen da heran. Es lief auch deutlich besser als beim Hinspiel, als auch in Halbzeit zwei noch weniger als dreieinhalb Millionen Fans mit dabei waren. Am Montag lagen die Marktanteile beim Gesamtpublikum bei sehr starken 14,4 und 24,3 Prozent. 

Noch besser lief es in den jungen Zielgruppen. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 24,7 und 35,7 Prozent gemessen, auch damit ist Sat.1 am Montag nicht zu schlagen gewesen. Halbzeit zwei fesselte 1,40 Millionen Menschen in diesem Alter vor den TV-Geräten - solche Werte sind inzwischen sehr selten geworden, vor allem für Sat.1. Und auch in der erweiterten Zielgruppe (14-59) wurden hervorragende 19,1 und 29,3 Prozent gemessen. 

Zur Nachberichterstattung blieben noch 1,55 Millionen Fans dran, in der klassischen Zielgruppe sorgte das weiterhin für sehr gute 26,0 Prozent Marktanteil. Schon die Vorberichte kamen auf 13,2 Prozent, hier sahen 1,23 Millionen zu. Am Ende konnte man sich beim Sender über einen sehr hohen Tagesmarktanteil von 16,5 Prozent freuen, kein anderer Sender war erfolgreicher. Und auch bei den 14- bis 59-Jährigen war man mit 11,4 Prozent Marktführer. 

ProSieben musste dagegen kleinere Brötchen backen und kam in der klassischen Zielgruppe (14-49) lediglich auf 4,6 Prozent Tagesmarktanteil. So lief es tagsüber nicht rund und abends hatte man mit der Eishockey-WM gegen die übermächtige Bundesliga-Relegation keine Chance. Das Spiel zwischen Deutschland und Großbritannien kam im zweiten Drittel auf 650.000 Zuschauerinnen und Zuschauer - das war aber schon das höchste der Gefühle. In der Zielgruppe waren maximal 5,2 Prozent drin. Gegen Spielende reichte es im letzten Drittel nur noch zu 4,0 Prozent. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;