
Die Fans von Joko und Klaas sind traditionell jünger - zumindest wenn man die Maßstäbe des Fernsehens heranzieht. Die Shows mit den Entertainern sind daher ganz besonders vom sich wandelnden Mediennutzungsverhalten dieser Zielgruppe betroffen. Exemplarisch lässt sich das an "Joko & Klaas gegen ProSieben" ablesen. Zum letzten Mal erreichte die Show am 1. Januar 2025 in den Overnight-Quoten mehr als eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer - früher eine Selbstverständlichkeit.
An diesem Mittwoch setzte es nun das nächste Reichweiten-Tief - und so langsam geht es in einen Bereich, in dem sich sonst normalerweise RTLzwei aufhält. Die neueste Ausgabe der Spielshow wurde nur noch von 570.000 Menschen gesehen. Das große Glück für ProSieben ist die Tatsache, dass ein Großteil des Publikums relativ jung ist. 370.000 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen jetzt aus der Altersklasse der 14- bis 49-Jährigen, was hier zu sehr guten 12,7 Prozent Marktanteil führte.
Damit holten Joko und Klaas beim jungen Publikum sogar den Primetime-Sieg noch vor RTL. Dort kam man mit dem Gehaltsranking im Rahmen von "Was verdient Deutschland?" auf gute 10 Prozent Marktanteil, 300.000 junge Zuschauerinnen und Zuschauer waren mit dabei. Insgesamt lag die Reichweite bei 1,30 Millionen, RTL hatte also mehr als doppelt so viel Publikum wie ProSieben. Und auch in der erweiterten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen lag RTL (9,0 Prozent) vor ProSieben (8,2 Prozent).
In der Früh musste RTL dagegen ein bitteres Tief hinnehmen. "Deutschland am Morgen" kam am Mittwoch nur auf 140.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, davon waren 20.000 zwischen 14 und 49 Jahren alt. Das führte zu einem Zielgruppen-Marktanteil in Höhe von 4,4 Prozent - schlechter lief es bislang bei RTL noch nie. Hinzu kommen noch die Personen, die das Format bei ntv gesehen haben. "Punkt 12" erreichte bei RTL später rund eine halbe Million Menschen und kam so auf 10,7 Prozent.
Bei RTLzwei unterhielten zwei Ausgaben von "Kampf der Realitystars" in der Primetime unterdessen 540.000 und 570.000 Menschen - sie lagen also auf dem Niveau, das auch Joko und Klaas bei ProSieben hatten. Weil beim Realityformat aber deutlich weniger Publikum aus der klassischen Zielgruppe kam, reichte es hier nur zu 5,5 und 5,0 Prozent. Das sind Werte, mit denen man beim Sender gut leben kann - vor allem, weil das Format auch bei RTL+ sehr gut funktioniert.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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