Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Einen Tag nach dem quotenstarken Champions-League-Finale hat das ZDF schon die nächste Fußball-Übertragung ins Programm genommen. Und auch wenn es beim Länderspiel zwischen Deutschland und Finnland streng genommen um nichts ging, war das Interesse wenige Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft groß: 8,32 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen die Begegnung und trieben den Marktanteil auf starke 36,7 Prozent.

Noch ein ganzes Stück besser lief es allerdings beim jungen Publikum: 2,39 Millionen 14- bis 49-Jährige trieben den Marktanteil in dieser Altersgruppe auf hervorragende 48,1 Prozent - fast jeder Zweite, der um 20:45 Uhr vor dem Fernseher saß, entschied sich also für das Spiel. Starke fielen zudem die Quoten des "heute-journals" aus, das in der Halbzeitpause mit 42,3 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen überzeugte und insgesamt 7,08 Millionen Menschen bei der Stange hielt.

Die Vor- und Nachberichte zum Spiel sahen indes immerhin noch 3,61 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, die 22,4 Prozent Marktanteil entsprachen. Auch hier fiel das Interesse beim jungen Publikum angesichts eines Marktanteils von 30,4 Prozent noch ein ganzes Stück höher aus. Im Windschatten des Länderspiels fand am späten Abend schließlich auch noch die WM-Doku "World Cup - mit Tommi Schmitt" ihr Publikum. Trotz der Sendezeit gegen Mitternacht blieben noch 580.000 Menschen dran, bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es für schöne 14,1 Prozent Marktanteil.

Während das ZDF also mit dem Länderspiel abräumte, tat sich ProSieben mit dem Finale der Eishockey-WM - wo Finnland im Gegensatz zum Fußball gewann - ungleich schwerer. Nur rund 600.000 Fans sahen die ersten beiden Drittel des Endspiels gegen die Schweiz, erst im letzten Drittel zog die Reichweite noch einmal auf immerhin 810.000 Zuschauerinnen und Zuschauer an. Die Marktanteile blieben gleichwohl überschaubar und bewegten sich zwischen 2,8 und 4,8 Prozent.

Das Spiel um Platz 3 erreichte ohne starke Fußball-Konkurrenz am Nachmittag etwas höhere Marktanteile, kam aber dennoch nicht über 7,3 Prozent in der Spitze hinaus. Ohne gutes Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft war für das Turnier hierzulande wohl einfach nicht mehr drin.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;