Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sind am Sonntag auch bundesweit auf großes Interesse gestoßen - kein Wunder angesichts der anhaltenden Debatte um den Bundeskanzler. Die höchsten Quoten erzielte dabei die Wahlsendung im Ersten, die ab 17:39 Uhr im Schnitt 3,10 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Fernseher lockte. Während der Gesamt-Marktanteil bei 17,1 Prozent lag, fiel er bei den 14- bis 49-Jährigen mit 19,6 Prozent noch höher aus.

Das ZDF reihte sich zunächst mit 2,33 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern sowie einem Marktanteil von 14,6 Prozent beim Gesamtpublikum ein ganzes Stück dahinter ein, konnte aber mit den "heute"-Nachrichten um 19:00 Uhr aufdrehen. Durchschnittlich 3,94 Millionen Personen schalteten hier ein - das waren mehr als üblich, was einen Marktanteil von 19,9 Prozent nach sich zog. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen zog das Interesse an: Hier lag der Marktanteil bei 12,9 Prozent.

Erfolgreich war das ZDF später auch mit dem "heute-journal", wo sich noch 3,38 Millionen Menschen informierten. Dass man die ersten acht Minuten noch gegen den "Tatort" sendete, dürfte der Reichweite aber eher geschadet haben. Tatsächlich dominierte der diesmal erst ab 20:25 Uhr gesendete ARD-Krimi mit 7,30 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern sowie 30,8 Prozent Marktanteil sehr deutlich. Zum Vergleich: "Inga Lindström" brachte es im ZDF als stärkster Verfolger auf nur 3,34 Millionen Menschen. Und auch bei den 14- bis 49-Jährigen lag die neue "Tatort"-Folge mit einem Marktanteil von 22,5 Prozent weit in Führung.

Die meistgesehene Sendung des Tages war allerdings die "Tagesschau", die um 20:00 Uhr alleine im Ersten von 7,91 Millionen Personen gesehen wurde. Stolze 32,7 Prozent betrug der Marktanteil, während auch in den Altersgruppen 14-49 und 14-59 die Marke von 30 Prozent übersprungen wurde. Bei den "Tagesthemen extra" nach dem "Tatort" wiederum blieben noch 4,95 Millionen Menschen dran, ehe "Caren Miosga" von 2,88 Millionen gesehen wurde. Im Talk-Duell mit "Markus Lanz" hatte die ARD die Nase deutlich vorn: Lanz kam mit seiner Sondersendung ab 22:15 Uhr auf 1,87 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und lag auch bei den 14- bis 49-Jährigen mit einem Marktanteil von 10,1 Prozent hinter Miosga, die 14,5 Prozent erzielte.

Gefragt war aber auch die Berichterstattung in den Dritten Programmen, allen voran im NDR Fernsehen, wo die Wahlsendung ab 17:40 Uhr von weiteren 670.000 Menschen gesehen wurde, ehe die Regionalmagazine um 19:30 Uhr sogar die Millionenmarke übersprangen. Unter den Nachrichtensendern lag derweil Welt in Führung: Mit einem Marktanteil von 1,7 Prozent ließ man den Konkurrenten ntv in der klassischen Zielgruppe leicht hinter sich. Ab kurz vor 18 Uhr war der Vorsprung sogar recht eindeutig: 340.000 Menschen entschieden sich für die Welt-Berichterstattung, nur 190.000 waren bei ntv dabei. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.15; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;